Der Liptauer hat Gesellschaft bekommen

Ansichtssache

Cornelia und Richard Zahel haben ihre Heurigenküche im eigenen Kochbuch dokumentiert

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foto: © miguel dieterich / aus: "die wiener heurigen-küche" von cornelia und richard zahel, erschienen im echomedia buchverlag (isbn 978-3-902900-01-2, 176 s., geb., durchgehend 4-farbig, € 24.90)

War das wirklich die "gute alte Wiener Zeit"? Als man beim Heurigenbuffet wählen musste zwischen Liptauer (mit Soletti), dem faschierten Laberl oder doch vielleicht dem "Bröselteppich" (das Schnitzerl, gelegentlich noch trockener als der dazu getrunkene Heckenklescher).

(Bild: Altwiener Matrosenfleisch)

 

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22 Postings

So ein bledsinn.was hat das mit heurigen zu tun. Ich will a bratlfettnbrot und kein schaum auf moussezeug.

gibts dort eh noch..

betonung auf noch....

Zwingt Dich ja niemand..

Auf Bild 3 ist doch eine typische "Heurigen"-Küche zu sehen.

Bei einem "Heurigen" erwarte ich (als Nahrungsangebot): Brot und Gebäck, G´mias, Liptauer und Schmalz, 1-2 Wurstsorten, eingelegtes (saures) G´mias, Soletti, Speck, Blunzen und Presswurst.

Danke.

Wenn ich was anderes will, dann gehe ich woanders hin. Aber sicher nicht zum "Heurigen".

deinen liptauer, schmalz, gurkerl etc.

bekommst du beim zahel nach wie vor. andere wollen aber vielleicht ein darüber hinausgehendes angebot und ich zb (wie viele andere) begrüße das.

so sin die puristen und die "progressisten" zurfieden, was will man mehr..

Das mag ein gutes Wirtshaus sein (ich kenn es nicht)

Aber man sollte so etwas nicht als "Heuriger" durchgehen lassen.

Ein Heuriger ist etwas ganz Einmaliges, und sollte nicht verwässert werden.
Auch wenn zahlreiche Heurigen keine mehr sind- und diesem Etikettenschwindel sollte der Kunde durch gescheites Verhalten Rechnung tragen.

das wichtigste kriterium für einen heurigen ist immer noch die ausschank von selbst erzeugten weinen. wenn zusätzlich noch speisen serviert werden, die sich vom heurigenbuffet-einerlei abheben, ist nicht gleich die altehrwürdige institution des wiener heurigen dem untergang geweiht. Der zahel ist eben ein heuriger mit gewerbekonzession, darf also warme speisen servieren, das wiener buschenschankgesetz würde das nicht zulassen. aber der zahel hat auch nie behauptet, ein buschenschank zu sein.

Aber Steuern zahlt ein Heurigenbetrieb aus unerfindlichen Gründen deutlich weniger als ein Gasthaus. Von behördlichen Auflagen ganz zu schweigen. Verstehe, wer wolle.

aber nicht mit gewerbeschein, dann ist es ein normales gasthaus und schmückt sich nur mit heurigen wie alle in wien (oder noe) die warmes essen haben sind gewerbebetriebe

"das wichtigste kriterium für einen heurigen"

Wieso?
Ich kann Ihnen versichern, einer der frequentiertesten "Heurigen" in Stammersdorf hat keine eigenen Weine.
Er sieht sich als Heuriger mit Wirtshauslizenz.

jaja, die christl...
gut, also für MICH ist die ausschank des eigenen weins das wichtigste kriterium bei einem heurigen. aber ich geh eh lieber in einen buschenschank, da krieg ich in jedem fall den eigenbauwein.

wie der lindauer in mauer.

im regelfall aber schon und es ist auch so vom gesetzgeber vorgesehen. dass es immer wieder ein paar gibt, die sich in einer graunzone bewegen oder unrechtmäßig als buschenschank oder heuriger auftreten, ist eine andere sache.

die mehrzahl der heuriger schenkt allerdings eigenbauweine aus, so natürlich auch der im artikel besprochene zahel am maurer hauptplatz.

Entschuldigung aber da wird etwas verwechselt.

Lieber Herr David-Freihsl, ein Heuriger ist kein Wirtshaus oder Beisel. Das fehlen der "a-la carte" Küche im Heurigen ist durch die Einschränkung im Buschenschankgesetz begründet.

Offenbar ist man in Wien bereits derart an die Touristenfallen gewöhnt, die dort unter dem Titel "Heuriger" firmieren, dass man das vergisst.

Zur Auffrischung was ein Heuriger ist und der Betreiber tun darf:

„Buschenschenkern ist ferner auch die Verabreichung von allen heimischen Wurst- und Käsesorten, Schinken und geräuchertem Fleisch, Speck, kaltem Fleisch ... unter Ausschluß aller warmen Speisen gestattet.“

– § 10 Abs. 2 Wiener Buschenschankgesetz

Zu 90% sind die hier dargestellten Gerichte jedenfalls keine Heurigenküche und das Kochbuch ein Schmäh.

Danke für die Klarstellung..

aber auch buschenschanken und heurigen dürfen nicht verwechselt werden. buschenschanken sind im(wie der name schon sagt) "wiener buschenschankgesetz" (das auf josef II zurückgeht) geregelt, für Heurige gibts keine gesetzlichen Regelungen, die dürfen daher auch beliebig warme speisen servieren, brauchen dafür aber eine Gewerbekonzession. Buschenschank brauchen keine.

das is doch nur ein namenswirrwar (heruiger-buschenschank)

Die Buchteln schauen traumhaft aus, vielleicht sollte ich noch geschwind wo einkehren, auf eine Powidlbuchtel, warm aus dem Ofen....

Die schmecken auch sehr gut, samt der Vanillesoße. Ein bisschen klein sind sie leider.

Nennt sich Dukatenbuchteln. :)

Das erinnert ich gleich an die Frau Hawelka!

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