Maps: Google glaubt nicht an Zustimmung von Apple

6. November 2012, 11:53
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Neue Google Maps App für iOS soll bereits vor Ende des Jahres fertig werden - Zweifel an "Absegnung"

Es ist wohl der meist kritisierte Punkt an iOS 6: Die Ablöse von Google Maps durch eine Apple-eigene Lösung hatte eine Welle der Empörung unter iPhone- und iPad-NutzerInnen ausgelöst. Nachdem zahlreiche Defizite sowohl in Darstellung als auch Datenmaterial bekannt wurden, zog Apple quasi die Notbremse und rang sich zu einer öffentlichen Entschuldigung durch.

Alternativen

Darin verwies Apple nicht zuletzt auch auf diverse Alternativen zum eigenen Kartenservice, etwa die Web-Version von Google Maps. Aus Google-Kreisen wiederum war zu hören, dass das Unternehmen bereits mit Hochdruck an einer neuen Maps-App für iOS arbeite. Dies bestätigt nun ein Bericht des britischen Guardian, der gleichzeitig aber auch Fragen über dessen tatsächliche Verfügbarkeit aufwirft.

Entwicklung

Demnach soll die Entwicklung der neu gestalteten Google-Maps-App für iOS bereits weit fortgeschritten sein. In Berufung auf Firmenkreise heißt es, dass die neue App bereits Ende des Jahres verfügbar sein könnte - zumindest theoretisch. Denn wie die ungenannt bleibenden Quellen weiter betonen, glaubt man nicht so recht an Apples Zustimmung zur Aufnahme in den App Store, bezeichnet diese gar als "unwahrscheinlich".

Komponente

Das Problem: Google Maps wäre eine direkte Konkurrenz zu einer mit iPhone/iPad fix ausgelieferten Komponente von Apple. Solche Programme sind von Apple allerdings alles andere als gern gesehen, wurden in der Vergangenheit oft abgelehnt. Dies musste auch Google schon mal am eigenen Leib erfahren. Eine iOS-Version von Google Voice wurde gut ein Jahr verzögert, dem Softwarehersteller immer neue Auflagen genannt.

Schwierige Situation

Freilich stellt sich die Situation rund um Google Maps etwas anders dar: Apple steht wegen dem verfehlten Start seines Kartenservices unter gehörigem Druck seiner NutzerInnen. Eine Ablehnung von Google Maps - die fraglos ruchbar werden würde - würde der negativen Publicity neue Nahrung verschaffen. (red, derStandard.at, 06.11.12)

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    Nicht unbedingt ein durchschlagender Erfolg: Apples neuer Kartenservice in iOS 6.

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