"Endlich schön": Puls 4 lässt Frauen operieren

  •  Puls 4 will für zwölf Österreicherinnen den Traum von einer "schöneren" Zukunft wahr werden lassen.
    foto: apa/dpa/oliver berg

    Puls 4 will für zwölf Österreicherinnen den Traum von einer "schöneren" Zukunft wahr werden lassen.

In sechs Folgen im Montag-Hauptabend - Österreicherinnen mit Körper-Problemen werden von Schönheits-OP bis zum Umstyling mit der Kamera begleitet

Wien - "Endlich schön" - Der Privatsender Puls 4 lässt ab kommendem Montag in einem neuen TV-Format Frauen operieren, die ihr eigenes Spiegelbild nicht ertragen können. Für zwölf Österreicherinnen soll so der Traum von einer "schöneren" Zukunft wahr werden. Sie würden mittels Schönheits-Operationen aus "ihrer Isolation befreit", wie es seitens des Senders heißt. Die neue Show läuft in sechs Folgen um 20.15 Uhr zur besten Sendezeit. In anderen Ländern hatten ähnliche Formate in der Vergangenheit für heftige Diskussionen und Kritik gesorgt.

Laut Puls 4-Programmchef Patrick Schubert werden pro 45-minütiger Folge zwei Österreicherinnen, die ein massives Problem mit ihrem Körper haben, von der Schönheits-OP bis zum Umstyling mit der Kamera begleitet. Die Kandidatinnen wurden zuvor medizinisch und psychologisch gecheckt. Als Partner fungiert die Vienna International Medical Clinic (VIMC). Zwölf Patientinnen werde so zu einem neuen Lebensgefühl verholfen, heißt es bei Puls 4.

Tränen dürfen freilich nicht fehlen

In der ersten Folge werden zwei Frauen aus Wien und Niederösterreich begleitet, die sich aufgrund ihrer "Schönheitsfehler" aus dem Sozialleben zurückgezogen haben. Es geht unter anderem um Brustgrößen und -formen, und auch Tränen dürfen nicht fehlen. Mit der Schönheits-Operation geht es aber danach in ein "neues glückliches Leben" und zu "wieder gewonnenem Selbstvertrauen".

Ähnlich wie bei international vergleichbaren Privat-TV-Formaten wird quasi versprochen, dass hässliche Entlein dank Schönheitschirurgie in stolze Schwäne verwandelt werden. Ob es hierzulande zu ähnlichen Diskussionen kommt wie etwa in Spanien, wo die Sendung "Cambio radical" ("Radikaler Wandel") Ärztevereinigungen und Frauenverbände auf die Barrikaden trieb, wird sich ab nächster Woche zeigen. Spektakelsucht, Verstoß gegen Medizinethik und Menschenwürde und Sexismus lauteten dort die Vorwürfe, sogar ein Verbot der Show wurde gefordert. Das Gros der Teilnehmerinnen selbst war zufrieden mit dem "neuen Leben". (APA, 6.11.2012)

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