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Die Variabilität der Wirksamkeit von Arzneimitteln kann von der Genetik des Einzelnen bestimmt sein.
Die personalisierte Medizin ist im Kommen. Das bedeutet enorme Herausforderungen an Wissenschaft, Ärzte, Zulassungsbehörden und Sozialversicherung.
Eine zukunftsträchtige Strategie dazu wurde am 5. November in Wien umgesetzt: Entscheidungsträger und Wissenschaft diskutierten im Hauptverband der Sozialversicherungsträger die revolutionäre Entwicklung in Richtung "Präzisionsmedizin". Das Fazit: Die Entwicklung rollt, es gilt aber, Chancen und Grenzen realistisch zu sehen und sich auf die Umsetzung in der Routineversorgung von Patienten vorzubereiten.
"Dass die personalisierte Medizin Chancen offenbart, ist klar. Dass sie Grenzen hat, ist auch klar. Das Schlechteste ist, wenn bei Patienten Erwartungshaltungen geweckt werden, die man dann nicht erfüllen kann oder will", sagte der Chef des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger, Hans Jörg Schelling. Die Patienten sollten in den Mittelpunkt gestellt werden, ein Wechsel von der Einrichtungs-orientierten Finanzierung zur Patienten-zentrierten Versorgung stattfinden.
Die personalisierte Medizin auf der Basis von individuell bei Patienten zu bestimmenden Biomarkern - molekularbiologische Charakteristika - revolutioniert derzeit bereits die Krebsmedizin. Andere medizinische Fachrichtungen sollen folgen. Doch Erforschung und Umsetzung sind ausgesprochen komplex.
Die Herausforderungen sollten frühzeitig diskutiert werden. Grund genug für die Österreichische Pharmakologische Gesellschaft (APHAR), gemeinsam mit Hauptverband, Gesundheitsministerium, Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) sowie pharmazeutischer Industrie (PHARMIG, FOPI), das Symposium mit Vortragenden aus allen Bereichen zu organisieren.
Peter Holzer, APHAR-Präsident und Pharmakologe aus Graz zu dem Hauptanliegen der personalisierten Medizin, die Arzneimitteltherapie für den einzelnen Patienten treffsicherer, wirksamer und verträglicher zu machen: "Wenn man Patienten mit dem Antikoagulans ("Blutverdünnung", Anm.) Warfarin behandelt, ist es unmöglich, mit einer Dosis die optimale Einstellung für alle Patienten zu erzielen. In einer Studie mit 5.700 Patienten gelang es im besten Fall bei 1.200 Patienten mit einer bestimmten Dosis."
Die personalisierte Medizin möchte vor allem den Prozentsatz der Patienten verringern, die für sie unnötig belastende und ineffektive Arzneimittel bekommen, weil diese bei ihnen gar nicht wirken können. Die Variabilität der Wirksamkeit von Arzneimitteln könne von der Genetik des Einzelnen bestimmt sein, hänge aber auch von vielen anderen Faktoren ab. "Effektiv und toxisch", "unwirksam und sicher", "unwirksam und toxisch" sowie "sicher und wirksam" seien theoretische Möglichkeiten. (APA/red, 6.11.2012)
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warum ist einer zeitung, die für sich in anspruch nimmt, ein qualitätsmedium zu sein, eine krankheit, die sich in europa epidemieartig ausbreitet, nicht eine zeile wert???
niemanden gefunden, der für den artikel bezahlt? ich würde lilly und novo nordisk anfragen, die sponsern euch gerne, auch wenn ihr aus diesem anlass was ganz objektives zu dem thema schreibt!
Cholesterin, Blutdruck? Warum setzt man hier "Grenzwerte" alle paar Jahre niedriger an? das ist genau das Gegenteil von Personalisierung.
Warum tut man es?
Ganz einfach: weil man mehr Medikamente absetzen will. Weil man Medikamente zu Blockbustern machen will. "Man": das ist die Pharmabranche.
Wenn schon personalisiert - das wäre ja grundsätzlich richtig -, dann dahingehend, dass der Mensch als Ganzer, als Individuum, wahrgenommen wird. Diese ganzheitliche Sichtweise will aber die westliche Pharmamedizin nicht umsetzen.
und das inkludiert blutdruck- und cholesterintherapie gemäß der aktuellen experten-leitlinien. die haben sich aufgrund der ständig neu hinzugekommenen wissenschaftlichen untersuchungen immer wieder geändert.
aber wissen sie, im bereich bluthochdruck wurden die grenzwerte in den letzten zwei jahren nach oben revidiert, weil "the lower the better" wissenschaftlich nicht haltbar ist. also bitte, nicht alles, was wir machen, lassen wir uns von big pharma einreden.
es gibt keine alternative zur wissenschaftlichen medizin. weder von den alternativscharlatanen, noch von den marketingexperten von big pharma.
ärzte fordern das schon lange. in krankenhäusern ist es leider usus, menschen über den grenzwerten sofort mit medikamenten zu versorgen, egal, ob das sinnvoll ist oder nicht. bei fachärzten außerhalb des krankenhauses ist da ein größerer spielraum möglich. es gibt inzwischen viele ärzte, die den patienten als ganzes betrachten und dann zum schluss kommen, dass für den patienten z.b. eine andere diät oder mehr bewegung die lösung des problems darstellt.
wenn ein bluthochdruck durch salzärmere ernährung alleine verschwindet, bin ich bei ihnen. ansonsten muss man sich überlegen, ob lebensstilmaßnahmen auch wirklich den erwünschten effekt bringen. da kenne ich patienten, wo alle in der familie frühzeitig am herzinfarkt verstorben sind. die armen sind zu orthorektikern geworden, fressen nur mehr körnderl, und trotzdem haben sie wild hohe cholesterinwerte. auch wenn gesunder lebensstil am anfang jeder empfehlung steht, damit alleine ist man auch bei mitarbeit der patienten nicht immer erfolgreich.
fragen sie doch bitte den arzt ihres vertrauens nach seinem forbildungsdiplom. wir ärzte haben nach den regeln der kunst zu behandeln, und das bedeutet, dass wir die bestmögliche wissenschaftliche evidenz heranziehen müssen, und nicht als humbug abzutun, was wir vor 50 jahren nicht im studium lernten.
zu ihrer frage:
tabelle 2 aus dem link
http://www.oedg.org/pdf/Lipid... s_2010.pdf
und "Aufgrund gesicherter Daten kann
eine Blutdrucksenkung auf Werte < 140/90 mmHg für alle Patienten, die dies tolerieren, empfohlen werden."
http://www.kup.at/kup/pdf/6338.pdf
"Grenzwerte" sind sinnvoll, genauso wie die Waage als Analyseinstrument für große Gruppen sinnvoll ist, sind Gernzwerte für große Gruppen sehr sinnvoll. Damit treffen sie in der Regel 90% der Leute, ohne jeden personalisieren zu müssen.
Also wenn ich zum Arzt geh und er meint mein Blutdruck wäre niedrig, dann sag ich ihm einfach dass der das schon immer war, egal ob ich gesund oder krank bin. Und schon wird meine Behandlung personalisiert. (und ohne die Infos KANN der Arzt das einfach nicht, im Moment bin ich in selbst in der Verantwortung die Vorraussetzung für eine Personalisierung zu schaffen).
Abgesehn davon wird Personalisierung sowieso zuerst bei Risikopatienten im Spital passiern. Für Alltagswehwehchen ist das ziemlich egal.
Die "westliche Pharmamedizin" setzt sie noch am besten um. Sie sieht (mehr als alternative, komplementäre oder esoterische "Medizin") zumindest, wie komplex die molekularbiologischen Prozesse in Lebewesen ablaufen, auch wenn sie noch nicht alles versteht und noch nicht jede Wechselwirkung kennt (kennen kann). Die anderen haben nicht einmal einen Begriff für etwas so einfaches wie "Zelle", "Bakterium" oder "Virus".
Dafür gibt es schon Ansätze.
Wenn es sie interessiert kann ich ihnen das Paper nochmal raussuchen.
Im Prinzip ist es eine Isolation eines Antigens aus dem Krebsgewebe, und Produktion spezifischer Antikörper innerhalb von 4-6 Wochen (in dem Fall glaube ich war das Paper über Produktion in Pflanzen).
4-6 Wochen sind extrem kurz, aber es widerspricht im Moment noch den staatlichen Auflagen (weil der Stoff der produziert ist jedesmal ein anderer ist, aber in 4-6 Wochen ist keine Zeit für eine vollständige Charakterisierung).
Für normale Krankheiten sind 4-6 Wochen natürlich zu lang, für Krebs vertretbar, und ich denke dass das für die Zukunft sehr interessant sein kann.
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