Bericht: Apple erwägt Abschied von Intel-Prozessoren

ARM-CPUs auch für Mac-Reihe denkbar - Langfristige Vereinheitlichung

So sehr die Hersteller auch bemüht sind, die Brücke zwischen Desktop und mobilen Endgeräten zu schließen, zumindest in technologischer Hinsicht gibt es derzeit einen zentralen Unterschied: Während für klassische Computer-Systeme zwischen Laptop und Server weiterhin vor allem x86-Prozessoren, wie sie vornehmlich Intel und AMD herstellen, eingesetzt werden, dominiert bei Smartphones und Tablets die ARM-Architektur.

Grenzüberschreitend

Seit Jahren versucht Intel auch im mobilen Bereich Fuß zu fassen, bislang allerdings noch mit eher bescheidendem Erfolg. Aktuell probiert man es etwa mit dem Smartphone Razr i von Motorola und der x86-Variante von Microsofts Surface-Tablets - Ausgang derzeit noch offen. Laut einem aktuellen Bericht von Bloomberg denkt nun ein großer Hersteller darüber nach, die beiden Welten auch in Hinsicht auf die Prozessor-Architektur verschmelzen zu lassen, allerdings wohl nicht ganz so, wie man sich das bei Intel erhofft hat.

Apple

In Berufung auf drei unterschiedliche "Insider-Quellen" heißt es, dass bei Apple mittlerweile an einem Umstieg auf ARM-Prozessoren auch für Desktop-Rechner gearbeitet wird. Die Vorteile wären evident: Apple hat über die Jahre mehrere Firmen zugekauft, um eigene Prozessor-Designs basierend auf der Referenzarchitektur von ARM zu entwickeln. Die Kontrolle über die Hardware könnte so also auf eine weitere Komponente ausgedehnt werden. Zudem könnte man die beiden Betriebssysteme iOS und Mac OS X weiter vereinheitlichen bzw. langfristig verschmelzen lassen.

Vorgeschichte

Es wäre nicht das erste Mal, dass Apple die Prozessorarchitektur wechselt, hatte man doch jahrelang wortreich die Meriten der PowerPC-Chips verteidigt - bevor man Anfang 2006 die ersten Macs mit Intel-Prozessor präsentierte. Trotzdem ist ein schneller Wechsel auf ARM wohl kaum zu erwarten, aktuell liegen die Stärken der darauf basierenden Prozessoren vor allem im Bereich Stromsparen - bei der Performance für High-End-Workstations kann man hingegen noch nicht mit der Intel-Welt mithalten.

Abwarten

Entsprechend spricht man in dem Bericht von einem Zeitrahmen bis zum Jahr 2017 - falls das Projekt nicht wieder begraben wird. Immerhin hatte Apple zunächst ebenfalls jahrelang intern eine x86-Version von Mac OS X mehr als Hobby gepflegt und sich erst spät dazu entschlossen, dieses Projekt ernsthaft zu betreiben.

Konkurrenz

Doch auch aktuell zeigen sich bereits erste - wenn auch noch "sanfte" - Erfolge von ARM jenseits der Tablet/Smartphone-Grenzen. So hat Google vor kurzem einen besonders kostengünstigen Laptop mit ChromeOS präsentiert, der einen aktuellen Exynos-5-Prozessor von Samsung nutzt - der gleiche, der auch beim Tablet Nexus 10 zum Einsatz kommt. Zumindest in dieser Produktkategorie könnte Intel also schon früher weitere Konkurrenz erwachsen. (Andreas Proschofsky, derStandard.at, 6.11.2012)

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da gabs mal AMD

oder gibts immer noch.

die hatten auch einmal eine prozessorgeneration die denen von intel überlegen war.

aber intel mit über 70% marktanteil und einer entsprechenden entwicklungsabteilung hat zurückgeschlagen und von AMD ist nicht mehr viel übrig...

Wenn Apple weiter auf Vereinheitlichung aus ist,

dann war dieser iMac mein letzter iMac :)

Passt schon, wenn das alles getrennt ist..noch sind die Technologien um alles zu verbinden zu unausgereift.

und sie wissen jetzt schon, dass es in 5 jahren auch so sein wird? :-)

Im professionellen Bereich wird sowieso zunehmend auf den PC umgeschwenkt.

hat vorallem Kostenvorteile, bzw. auch Performancevorteile.

Apple wird halt in Zukunft wohl nur mehr Schickimicki-Spielzeug bauen ;)

...

Wenn nun Apple also wiedermal selbst Dinge entwickeln muss, kann das nur schiefgehen, weil sie in diesem Bereich über keinerlei Kompetenz verfügen. Apple hat nun das Glück auf der IntelPlattform Entwicklerwerkzeuge zu nutzen, die bereits zigfach ausgetestet uud optimiert sind. Apple alleine schafft das nicht. Sie haben es nicht im 68k-Bereich geschafft und im PPC-Bereich waren sie trotz der Apple-Motorola-IBM Union nichts weiter als fordernde Trittbrettfahrer, weswegen IBM dann auch die Unterstützung zurückgeschraubt hat.

Es gab noch einen dringenden Grund für de Umstieg von PPC auf Intel: Aufgrund der fehlenden Unterstützung durch IBM kam nie ein G5 raus, der mobil einsetzbar gewesen wäre. Mit dem G4 war Apple nicht konkurrenzfähig.

apple hat intel gekündigt

WEIL diese keinen mobilen g5 zusammengebracht haben und nicht umgekehrt du traumtänzer ;)

Da werden wieder eine Menge verworrene Sachen im Forum gepostet.

Apple ist ein nettes Softwareunternehmen. Es hat seine Vorteil und seine Nachteile, aber eines waren sie noch nie: Fähige Systementwickler. Ohne die Unterstützung von Metroworks hätte der Umstieg auf PPC nicht funktioniert und he die Unterstützung von IBM wäre Apple vermutlich in Konkurs gegangen.

Die Systemlibs die Apple für das MacOS entwickelt hat waren dermassen schlecht optimiert, dass Macs trotz der Vorteile der PPC-Linie (yep, die waren schneller als die Intel-Linie) langsamer waren. Adobe hat den von IBM optimierten PC-Compiler eingesetzt und die PPC-Version des Photoshops war durchgehend schneller als die Intel-Version.

...

Mit A6 und A6X macht Apple aber irgendetwas richtig.

Apple macht keine CPUs. Apple macht die miesen system libs ;) .

Und die werden vermutlich auch mies sein. Nur fällt das dort mangels Vergleich noch niemanden auf.

Mach dich nicht lächerlich!
A6 und A6X sind in sämtlichen Benchmarks vorne dabei, obwohl sie nur Dualcores und relativ niedrig getaktet sind!

?

ihr beiden diskutiert doch aneinander vorbei. schon gemerkt?

Bitte nicht! ich war echt happy den power pc loszuwerden, apple wurde günstiger und besser in der leistung, ausserdem kann man den usern nicht alle jahre einen wechsel der prozessorarchitektur zumuten ....

Einer meiner größeren Kunden stellt demnächst komplett auf Mac um. Sollte sich dieser Schritt abzeichnen würde ich nicht gerne in der Haut des Verantwortlichen stecken ;)

Wobei man sich so und so fragen kann warum eine Firma heute noch in diese Richtung wechselt.

Ist wohl eine Image-Sache. Bei Webdesign-Buden wird gerne mal das schicke-Macbook feierlich aufgeklappt; gemacht wird der Krempel aber (hoffentlich) auf PC. Ein Mac hat gerade hier null Vorteile, bei gerade mal 6% Marktanteil.

Viele Verlage haben vor einigen Jahren auf PC umgestellt, bei manchen kommen jetzt wieder ein paar Macs rein; neue Besen kehren eben gut - irgendwann sind die dann wieder alt, oder die Upgrades der Software zu teuer, dann stehen sie halt wieder im Vorzimmer, zum Herzeigen.
Bei mir stehen ALLE Macs nur rum, zum wegschmeißen zu schade.

Kommt drauf an, was die Firma so macht.

Die Hardware ist ja im Vergleich zur benötigten Software ziemlich unwichtig. Die Kette für die Hardware-Entscheidung geht ja so:

Anforderungen -> Dokumente -> Programme -> Betriebssystem -> Hardware

Und dann kommt der Manager und sagt: "Was, so viel kostet das? Das ist nicht im Budget drinnen! Suchen Sie was billigeres!". In Gedanken überlegt er schon wie er das gerade eben freigeschaufelte Budget für unnötige Management-Spielereien benutzen kann.

“ Wobei man sich so und so fragen kann warum eine Firma heute noch in diese Richtung wechselt.”

Was ist daran so abwegig?

Fast 100% der Firmen und Studios, mit denen ich hier arbeite haben Macs und auch viele der Architekturstudios in denen meine Freundin arbeitet.

Ich wuerde eher sagen, dass man sich fragen sollte, was daran so sonderbar ist.

Gehören halt dazu, ebenso wie der 3er BMW sobald man das erste prekäre Arbeits'verhältnis' hat.

Wenn eine Basis vorhanden ist, dann ist das okay. Es war ja vor Jahren auch sinnvoll.

Aber umzustellen? Jetzt? Naja.

Das ist ca. so als gebe es Gerüchte VW stellt Den VW-Transporter ein und ich stell meine ganze Flotte auf eben diesen Wagen um ...

dann wird er wohl unglücklich gewesen sein.

und der beste moment ist gestern, und der zweitbeste heute.

Selbst wenn Apple diesen Schritt tun sollte…

…warum waere eine Umstellung zum jetzigen Zeitpunkt schlecht?

Apple hat 2006 mit der Umstellung auf Intel Prozessoren begonnen und PPCs fast 3 Jahre spaeter mit Leopard immernoch unterstützt (bis im August 2009 der Intel-only Snow Leopard kam).

Ausserdem wuerde eine Umstellung auch nicht zwangslaeufig bedeuten, dass man umgehend Upgraden muss.

Viele Betriebe aendern jahrzehntelang ihre Systeme nicht. Ein gutes Beispiel sind Druckereien.

Ein anderes Thema ist das vielleicht in Bereichen wo Performance wichtig ist (Audio/Video), aber da sind Macs ohnehin schon lange weit verbreitet (zumindest ausserhalb von Oesterreich ;).

Ich sehe das eher gelassen.

"Viele Betriebe aendern jahrzehntelang ihre Systeme nicht."

Sicherheit adé...

In meiner ehemaligen HTL steht noch ein Apple II herum, der steuert irgendeinen Webstuhl oder sowas (war in der Informatik-Abteilung, das Teil stand in der Kunst-Abteilung), hab das Ding genau einmal gesehen. Aber aus welchem Grund auch immer kann man diese Kiste nicht einfach ersetzen...

Nicht jeder Rechner muss am Internet haengen!

Es wird nicht auf jeder Maschine gesurft oder via E-Mail kommuniziert!

Und mit dementsprechenden Vorkehrungen koennen auch aeltere Systeme effektiv von Angriffen abgeschirmt werden.

Naja, damals und heute.

Hier gehen die Meinungen wohl auseinander.

Ich könnte aktuell nicht ruhig schlafen wenn ich so ne Umstellung empfehlen würde. Alleine schon wegen den MacPros. Ja, 2013 kommt da irgendwas neues aber ich könnte das ohne schlechtes Gewissen keinem Kunden verkaufen.

Wenn man dann z.b. liest welchen Umsatz Apple mit den Dingern hat und dann darüber nachdenkt wie viele Pro-User darunter sind...

Auch halte ich von iMacs im professionellen Umfeld nicht viel. Auch wenn sie gerne eingesetzt werden.

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