Gewinn von RHI geht leicht zurück

Ertrag gegenüber der Vergleichsperiode 2011 sinkt um knapp fünf Prozent

Wien - Der Gewinn des börsenotierten Feuerfestprodukte-Herstellers RHI hat heuer in den ersten drei Quartalen gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 4,9 Prozent auf 85,6 Mio. Euro nachgegeben. Vor Ertragssteuern betrug der Überschuss 124 Mio. Euro (plus 39,5 Prozent). Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich um 23,9 Prozent auf 134,3 Mio. Euro und die EBIT-Marge verbesserte sich von 8,5 auf 9,8 Prozentt. Der Umsatz kletterte um 7,2 Prozent auf 1,37 Mrd. Euro. Zum Ende des dritten Quartals beschäftigte der Konzern 8.097 (Vorjahr: 8.001) Mitarbeiter.

Belieferung von Großprojekten

Im dritten Quartal legten die Verkaufserlöse gegenüber dem Vorjahresquartal um 7 Prozent auf 459,9 Mio. Euro zu - vor allem dank des kräftigen Umsatzzuwachses von 25,8 Prozent in der Unternehmensdivision Industrial. Dabei kam die Belieferung von Großprojekten zum Tragen. In der Division Stahl hingegen drückte das "von Verunsicherung gekennzeichnete Marktumfeld" die Umsätze um 3,7 Prozent leicht nach unten.

Das Eigenkapital lag per Ende September bei 492,8 Mio. Euro - nach 471,1 Mio. Euro am Ende des zweiten Quartals. Die liquiden Mittel erhöhten sich im selben Zeitraum - dank eines Schuldscheindarlehens im Volumen von 130 Mio. Euro - von 107,1 Mio. auf 234,2 Mio. Euro. Die Nettoverschuldung blieb trotz hoher Investitionen in Norwegen und der Türkei bei 424,4 Mio. Euro "nahezu konstant". Der Nettoverschuldungsgrad (Gearing) verbesserte sich von 90,2 auf 86,1 Prozent.

Der Cash-Flow aus der betrieblichen Tätigkeit belief sich im dritten Quartal auf 43 Mio. Euro und nahm im Neunmonatszeitraum gegenüber der Vorjahresperiode um 22 Prozent auf 91,4 Mio. Euro zu.

Im Gesamtjahr 2012 will die RHI die Umsätze und die EBIT-Marge "trotz des sich leicht abschwächenden wirtschaftlichen Umfeldes" leicht erhöhen. 2013 erwartet das Management Umsätze "in ähnlicher Größenordnung" wie 2012, die EBIT-Marge soll sich weiter vergrößern. Dazu beitragen sollen der steigende Selbstversorgungsgrad mit Rohstoffen für die Fertigung der Feuerfestprodukte und konsequentes Kostenmanagement.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 war der Konzerngewinn um 15,5 Prozent auf 120,8 Mio. Euro gestiegen - bei einem Umsatzplus von 15,5 Prozent auf 1,76 Mrd. Euro. Die EBIT-Marge hatte sich von 8,3 auf 8,6 Prozent erhöht.

Bis 2020 will der RHI-Vorstand den Jahresumsatz durch organisches Wachstum und Akquisitionen auf 3 Mrd. Euro steigern. Die EBIT-Marge soll bis dahin mindestens 12 Prozent erreichen. (APA, 6.11.2012)

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