Balkanländer wollen unbegründete EU-Asylanträge bekämpfen

Gemeinsame Erklärung in Tirana verabschiedet

Tirana - Länder des westlichen Balkans wollen gemeinsam gegen die steigenden Zahlen unbegründeter Asylanträge ihrer Staatsbürger in der EU vorgehen. Künftig solle sowohl effektiv gegen Schlepper ermittelt werden als auch eine Strafverfolgung derjenigen erfolgen, die die Visafreiheit ausnutzten, hieß es in einer am Montagabend verabschiedeten Erklärung der Justiz- und Innenminister der Westbalkanländer nach einem Treffen in Tirana. Dabei wollen die betroffenen Staaten eng mit den Behörden der EU-Mitgliedsstaaten sowie der Europäischen Polizeibehörde Europol zusammenarbeiten.

Die Zahl der Asylbewerber aus Balkanländern war zuletzt in mehreren EU-Ländern deutlich gestiegen. Nach Angaben von EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström nahm die Zahl der Asylanträge aus den Westbalkanländern in diesem Jahr um 73 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. Deutschland hatte unter anderem mit der Forderung aufhorchen lassen, die seit Ende 2009 geltende Visafreiheit für Serben und Mazedonier auszusetzen. (APA, 6.11.2012)

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