Einsturzgefährdetes Haus in Osttirol muss abgerissen werden

6. November 2012, 11:11
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Vier Familien betroffen

Lienz - Das von einem Hangrutsch im Osttiroler Iselsberg betroffene Mehrparteienhaus muss abgerissen werden. Dies entschieden Statiker bei einer Begutachtung der Anlage. Die Abbrucharbeiten haben am Dienstag bereits in den Mittagstunden begonnen.

Nach den Regenfällen hatte sich ein etwa 70 Kubikmeter großer Felsblock aus dem Hang gelöst und drückt seither auf das Gebäude. In der Nacht stürzten Fassadenteile in die Tiefe. Dabei seien auch Möbel aus einer Wohnung ins Freie katapultiert worden, sagte Feuerwehrkommandant Michael Eder


Foto: APA/EXPA/Johann Groder

Die Bewohner hatten das Gebäude vor den Abrissarbeiten auf eigenes Risiko betrete können. Die Besitzerin hat eine Spezialfirma mit dem Abbruch beauftragt unter anderem auch deswegen, um die gesperrte Bundesstraße so schnell wie möglich wieder freizubekommen.

Weitere Gebiete betroffen

Die Niederschläge hatten in mehreren Teilen Tirols schwere Schäden angerichtet. Für Dienstag wurde weiterer Regen erwartet. Landesgeologe Gunther Heißel verwies auf die wassergesättigten Böden und sprach nach mehreren Lokalaugenscheinen von einer "zugespitzten Situation". Erst große Kälte und ein Gefrieren des Bodens könnten zu einer Entschärfung führen.

Die Landesgeologen waren am Dienstag weiter in den betroffenen Gebieten unterwegs. Mit weiteren Hangrutschungen, "Hangexplosionen" und Felsabbrüchen sei zu rechnen. In Iselsberg bestand für mehrere Häuser erhöhte Gefahr. Bergseitig gelegene Grundstücksflächen durften nicht betreten werden.

Am Montag waren Teile des Osttiroler Gailtales von Murenabgängen und Stromausfällen betroffen. Rund 1.700 Haushalte waren vorübergehend ohne Elektrizität. (APA, 6.11.2012)

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    Ein instabiler Hang hinter dem Haus sorgt für Einsturzgefahr.

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    Ein Geländer ist bereits zu Teilen über den Abhang gestürzt.

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