Heftige Proteste gegen geplantes Logistikzentrum bei Wien

5. November 2012, 19:12
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Supermarkt Spar sieht sich mit Bürgerinitiative konfrontiert

St. Pölten / Wien - 44.000 Quadratmeter Fläche sollen für das Logistikzentrum der Firma Spar bis zu einer Höhe von 24,5 Metern verbaut werden. 179 Lkw-Fahrten am Tag soll es verursachen. Geplanter Standort ist Ebergassing im Bezirk Wien-Umgebung, wo die Bürgerinitiative (BI) "Kontra-Logistikzentrum-Ebergassing" gegen den Bau kämpft. Am Donnerstag will sie in St. Pölten demonstrieren und Erwin Pröll (VP) eine Petition übergeben. Aus dem Büro des Landeshauptmanns heißt es, er werde diese entgegennehmen.

Ebergassings Bürgermeister Roman Stachelberger (SP) ist trotzdem davon überzeugt, dass die meisten seiner Bürger hinter dem Projekt stehen. So sieht man es laut Sprecherin auch bei Spar. Zwei Umfragen, die das Gegenteil ergaben - darunter eine von der VP -, seien unsauber gemacht worden, meint Stachelberger: "Glauben Sie, dass ich sonst noch durch die Ortschaft gehen könnte?"

150 Arbeitsplätze und 150.000 Euro im Jahr soll das Zentrum der Gemeinde bringen. Thomas Edelmaier, stellvertretender BI-Obmann, zweifelt an der Höhe der Einnahmen. Außerdem seien etwa zwei Millionen Euro Investitionen nötig, zum Beispiel in den Straßenbau. Das Projekt widerspreche zudem sämtlichen Prinzipien der Raumordnung. Und es sei eine hohe Feinstaubbelastung zu erwarten. Pflicht zur Umweltverträglichkeitsprüfung - von der BI gefordert - besteht keine. (Gudrun Springer, DER STANDARD, 6.11.2012)

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