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Berlin - SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück soll seit 2009 nicht 1,25 Millionen Euro für Nebentätigkeiten bekommen haben, sondern knapp zwei Millionen. Das Magazin Focus hat berechnet, dass zu den bereits bekannten 1,25 Millionen für Vorträge noch rund 550.000 Euro für zwei Buchveröffentlichungen Steinbrücks kommen, des Weiteren 115.000 Euro für Steinbrücks Aufsichtsratsmandat beim Konzern ThyssenKrupp. In Unternehmenskreisen heißt es, aus dieser Tätigkeit seien zudem für das abgeschlossene Geschäftsjahr 65.000 Euro offen.
Die Offenlegung seiner Buchhonorare verweigert Steinbrück mit dem Hinweis, dass er Koautoren hatte. Bei den Linken in der SPD steigt der Unmut. So erklärt die Chefin der Demokratischen Linken, Hilde Mattheis: "Wenn sich die SPD als Partei der sozialen Gerechtigkeit mit so einer Debatte herumschlagen muss, dann ist das natürlich schwierig." (bau/DER STANDARD, 6.11.2012)
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Aber was mich stört ist es, wenn es dies zu verheimlichen versucht weil es der Ideologie seiner Partei nicht entspricht oder, was noch viel schlimmer ist, wenn er extrem hohe Honorare von konkursreifen Kommunen kassiert und dann die angeblich schlechten wirtschaftlichen Methoden der politischen Konkurrenz kritisiert.
Was aber die Sache noch schlimmer macht, ist, daß er offenbar Honorare behalten hat, für die usprünglich vereinbart war, daß er sie zu spenden hat.
Da kommt der Neid und die Gier durch.
Wer selbst Millionen verdient und dann auf die angeblich Reichen hinhackt, der ist völlig unglaubwürdig.
so betrachte man das Verhältnis zwischen dem Einkommen des Bundestagsabgeordneten Steinbrück aus seinem Mandat und seinen "Nebeneinkünften" - so stellt sich doch erst einmal die Frage:
Wie viel Zeit hat Herr Steinbrück noch für seine Tätigkeit als Abgeordneter aufbringen können?
Und weiter, wenn man das Verhältnis seiner Einkommen im Auge behält, welchem Herren dient er eigentlich, der Herr Steinbrück.
Minister im Kabinett Clement, verfassungswidrige Haushalte und die Einführung der Steueridentifikationsnummer sind keine herausragenden Referenzen.
Peer Steinbrück nahm seit Herbst 2009 an 17 von 72 Abstimmungen nicht teil.
Selbst sagte er er hätte 2011 genau drei mal bei Sitzungen gefehlt.
Andere fehlten öfters jedoch nicht nur wegen Vorträgen.
Was soll jetzt das gejammere er mache nicht seinen Job.
Jedem Schüler würde das Probleme bereiten, welcher Arbeitnehmer behielte seinen Arbeitsplatz - und der Schornsteinfeger, der 23,61% der Schornsteine mal nicht kehrt?
Sind natürlich keine realen Vergleiche - denn wenn der Schornsteinfeger nicht kehrt, dann ist der Ofen aus.
Fehlt der Herr Steinbrück im Parlament, bemerkt kaum einer, dass er in der Zeit, in der ihn das Volk bezahlt, andere Tätigkeiten verrichtet.
Weil andere kriminell sind, rechtfertigt das eigene Verbrechen nicht. Und ebenso verhält es sich mit der Anwesenheit im Parlament - weil andere fehlen, kann auch der Steinbrück sich nicht verdrücken.
Ein beispielhafter Bundeskanzler!
+ Wenn die Vorträge ihr Geld wert waren - die Reden im Bundestag sind's bislang nicht gewesen.
Tja, liebe "demokratische Linke" in der SPD, aber eigentlich ist das doch ein Segen. Denn wenn Steinbrück nicht wäre, müsstet ihr euch mit der Schröderschen Agenda und ihren Folgen beschäftigen, und das wäre denn doch erheblich unangenehmer.
Aber keine Sorge, nix davon ist vergessen, rein gar nix.
Denn so langsam kennt man ja die uralte Geschicht', die da lautet: Links antäuschen und rechts die Hand aufhalten.
Ach, und: Nie die Hoffnung verlieren, denn einmal wird ein jeder pensionsträchtige Posten frei. Also vorwärts, zur Sonne, zur Freiheit!
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