Ex-Politiker, Komiker und Idealisten als Kandidaten

5. November 2012, 18:27
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Bei der US-Wahlkommission haben 413 Personen ihre Kandidatur angemeldet

Barack Obama und Mitt Romney sind die einzigen Kandidaten, die eine Chance haben, den US-Wahlkampf zu gewinnen - aber sie sind nicht die einzigen Bewerber. Tatsächlich haben 413 Leute ihre Kandidatur bei der American Federal Election Commission angemeldet.

Der Ex-Gouverneur von New Mexico, Gary Johnson von der Partei der Libertarians, und das ehemalige Kongressmitglied Virgil Goode können die größte Gefolgschaft unter den Drittparteienkandidaten hinter sich vereinen. Obwohl auf nationaler Ebene keiner von ihnen mehr als zwei Prozent in Umfragen erhält, sind einige Republikaner besorgt, dass Johnson be sonders in den sogenannten Battleground States wie Virginia einen Störfaktor darstellen könnte.

Die Kandidatin der Grünen Partei, Jill Stein, kennt Romney schon aus dem Wahlkampf: Sie trat gegen ihn 2002 in Massachusetts an. Mit dabei sind auch die aus der TV-Serie Roseanne bekannte Komikerin Roseanne Barr und ein Straßenkünstler namens John Burck, der in der Öffentlichkeit nichts trägt außer einer Unterhose und in New Yorks Zentrum auf seiner Gitarre herumzupft.

Spaß und Schauspiel

"Das gehört alles zum Spaß und Schauspiel eines Präsidentschaftswahlkampfs dazu", sagt Christopher Arterton, Professor für Political Management an der George Washington University in Washington. Viele der Kandidaten hätten das Gefühl, dass die zwei Hauptbewerber keine legitimen Wahloptionen darstellten. "Sie sehen ihr Handeln als Teil einer aufklärerischen Kampagne."

Einige der Außenseiterkandidaten haben aber solide Referenzen. Am bekanntesten ist wohl der Geschäftsmann Ross Perot, der 1992 fast 19 Prozent der Wählerstimmen erhielt, aber keine Stimmen des Electoral College für sich gewinnen konnte. Einige Demokraten beschuldigten 2000 den Anwalt Ralph Nader, er habe Al Gore in Florida Stimmen abgeworben und damit dessen Niederlage gegen George W. Bush mitverschuldet. (Moises Mendoza, DER STANDARD, 6.11.2012)

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