Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
vergrößern 800x521Erkältet, aber durchaus engagiert - Sängerin und Pianistin Diana Krall.
Wien - Es gibt da einen noch gut laufenden Trend - und der begann mit Diana Krall. Die kanadische Sängerin war jene erste junge Dame, die in den 1990ern - nach Jahren des Herumtingelns - den vokalen Jazz in kommerziell spektakuläre Bereiche hob, wobei neu an Krall nur ihre Rückwärtsgewandtheit war. Sie wirkte wie eine aus den 1950ern und 1960ern in die Jetztzeit gebeamte Barsängerin, die sich durch alte Jazzhadern hauchte und mithilfe eines CD-Multis den Jazzrahmen sprengende Reichweiten erreichte.
Mit diesem bisweilen durch schmuseweiche Streicherarrangements erkauften Triumph ist sie quasi die Vorgängerin einer Norah Jones, einer Melody Gardot und einer Madeleine Peyroux. Wobei diese Damen weitergingen und in ihre Welt auch Pop und Folk integrierten. Auch ihnen ist jedoch ein retrospektiver Ansatz Verpflichtung, und der begann eben mit Krall, die mit ihrer neuen CD Glad Rag Doll (Universal) wieder in die Historie reiste - nun gar in die 1920er-Jahre.
Nostalgisch sind auch die Rahmenbedingungen des Konzerts inszeniert: In der Stadthalle wird man beim Warten mit endlosem Klavierragtime und Trickfilmen aus der Schwarz-Weiß-Epoche vertröstet. Und während Krall Work Song und Donauwalzer zitiert, taucht an einer der viele stummfilmischen Stellen gar Pokerface Buster Keaton auf.
Keine Imitation
Krall allerdings war immer mehr als ein substanzloses Trällermädchen, das imitierend Genregrößen verfolgt. Besonders bei Balladen vermag sie mit ihrer heiser-verschlafenen Art der Interpretation delikate Intimität herzustellen. Und am delikatesten gelang ihr dies dort, wo sie alleine am Klavier saß, oder in jenen Passagen, da ihr nur ein Kontrabass assistierte.
Dass sie ziemlich verkühlt war, wurde hörbar. Besonders in den Tiefen wird da mitunter mehr gesprochen als gesungen. Allerdings: Kralls Stil ist ohnedies minimalistisch und auf raue Pointen angelegt. Da kommt man auch mit halber Kraft zwar hustend, aber doch unpeinlich über die Runden.
Neu ist wohl, dass sie klanglich auch in Richtung Tom Waits rückt. Schließlich beschäftigt sie einen Gitarristen, der eher dürftig versucht, jenen exzentrisch-dreckigen Sound zu evozieren, für den (auch bei Waits) Marc Ribot steht. Und neu ist auch der Ausflug in schnulzige Countrywelten, die glitschige Geigensoli auf die recht unerträgliche Spitze treiben.
So wird wiederum die Schwäche ihrer Kunst evident: Krall hat selten jene Musikumgebung, die ihre Qualitäten hervortreten lässt. Ein Trio würde reichen. Und Krall allein am Klavier (ohne die immer noch scheiternden Versuche jedoch, in Doubletime sehr flinke Linien zu spielen ...) - das wäre der Gipfel der Intimität. Allein, harmlose Konsensarrangements sind wohl der zu zahlende Preis, so man den sehr breiten Markt bedienen will. Sehr schade. (Ljubiša Tošic, DER STANDARD, 6.11.2012)
Die New Yorker Philharmoniker mit Dirigent Alan Gilbert
Zwei Wochen vor dem Sommernachtskonzert in Schönbrunn: Lorin Maazel gastierte mit den Münchner Philharmonikern in Wien
Arcadi Volodos mit Werken von Schubert, Schumann und Brahms im Konzerthaus
Die Wiener Akademische Philharmonie gastiert am 9. Juni mit prominenten ehemaligen Mitgliedern im Wiener Konzerthaus
Orchestre National de France im Wiener Musikverein
Marino Formenti ist nicht nur ein profilierter Interpret zeitgenössischer Musik, sondern auch Festivalleiter und kreativer Entwickler ungewöhnlicher Projekte
"Eroica", "La Reine" und "Don Juan ou Le festin de Pierre"
Der US-amerikanische Tenorsaxofonist gastierte im Wiener Porgy & Bess
Debussys "Martyre de Saint Sébastien" im Musikverein
Sängerin Patricia Petibon und Pianistin Susan Manoff mit einem Recital: Viel Jubel, vier Zugaben
Finale des Jansons-Zyklus im Wiener Musikverein
Wiener Philharmoniker mit Christoph Eschenbach
Das Klangforum beendete seinen Zyklus im Konzerthaus
Pianist Piotr Anderszewski im Konzerthaus
Schlafwandlerisches Zusammenspiel: Saxofonist Branford Marsalis gastiert mit Pianist Joey Calderazzo in Wien
Personale mit Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager und dem Pianisten Fazil Say gewidmeter Zyklus
Universal bat zu einer Neuaufnahme von Giuseppe Verdis "Simon Boccanegra" mit Thomas Hampson
Die Symphoniker und Andrís Nelsons im Musikverein
Das Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia Roma im Musikverein
Wiener Philharmoniker mit Michael Tilson Thomas
Multitalent J. Mascis konzertierte fulminant im Salzburger Rockhouse
Der Wiener Musikverein und seine opulente kommende Saison 2013/14
Der in Klagenfurt geborene Pianist über seine CD "300", Wettbewerbsstress, Karrieretempo und die Suche nach innerer Balance in einer hektischen Zeit
Gustav Mahler Jugendorchester unter der Leitung von Herbert Blomstedt
man kann da seine Wunder erleben, wenn besagter Künstler seinen Soundcheck macht.
Chesney Hawks (i am the one and only) ist so einer.
Der Bursche spielt Bass, dass dir die Augen rauskommen...setzt sich danach an die Drums und fegt über die Felle...spielt Klavier vom feinsten...und schnappt sich danach die Gitarre und lässt mit seiner Band ein "My Mama said" von Lenny Kravitz vom Stappel...dass einem nicht nur die Ohren wackeln !
Am Abend spielt er dann brav seine Songs, und läßt sich Teddybären um die Ohren knallen !!!
Selbiges gilt für Richard Kleidermann...der ein hervorragender Jazzpianist ist...oder ein Helge Schneider der nur so tut, als wäre er am Instrument ein Idiot !
Krall traue ich ähnliches zu !
Sehr geehrter Schlechtmensch das wäre reine Zeitverschwendung im doppelten Sinn.
Bitte transkribieren Sie mir doch eines von Bud Powell.
Der singt im Übrigen auch immer bei seinen Soli mit allerdings so; mhmnmnhmmmnnnumnhmhmumnn, macht aber auch kaum einen Unterschied zum Kräugegrummel.
wird man, wenn man beide isoliert betrachtet, wirklich nicht viele Qualitätsunterschiede feststellen.
Ein Powell-Solo transkribier ich Ihnen jedoch gern, welches hätten Sie denn gern?
Tja, wenn Sie mich so nett fragen.
Tempus Fugue-It(Tempus Fugit) ist zwar sehr Up und sicherlich eine kleine Herausvorderung aber
Parisian Thoroughfare würde mir besser gefallen (weil melodiöser) from "The Amazing Bud", sein Gesang muss ja nicht zwangsläufig dabei sein.
Wären Sie, für einen Schlechtmenschen in der Tat, so gut?
Hab mich schon damals, als sie recht plötzlich da war und derart gehypt wurde, gewundert was die Leute daran finden. Leuten die Jazz hören, auch wenn's "nur" harmloser Mainstream ist, müsste das zu zahm und eckenlos sein. Pop ist es auch (noch) nicht. Bleibt eigentlich nur, dass das Optische in Verbindung mit dem irgendwie sophisticated klingenden Etikett "Jazz" wirkt; bei Jenen, denen Jazz (ohne Anführungszeichen) eigentlich zu schräg und anstrengend ist - die Gefahr besteht bei ihr ja nicht - die aber immerhin zu "Bar Jazz"-Compilations greifen.
Die Dessous in denen sie um Zuhörer wirbt, stehen ihr ja wirklich gut.
Trotzdem, die Kräu stolpert bei Up-Tunes regelmäßig über ihre eigenen Finger und ist schon seit Jahren verkühlt.
Das erotische Dauergehauche, mit dem sie kokettiert und sich dabei die Stimme runiert, täuschen auch nicht mehr über ihren zunehmenden Stimmverlust hinweg.
Der anfängliche Hype einer singenden Pianistin flacht zunehmend ins Glanzlose ab.
Nina Simone oder Carmen Mc Rae waren bei weitem nicht so virtuose Pianistinnen, fesseln den Hörer aber trotz allem noch lange nach ihrem Tod.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.