Bewaffneter Streit ließ jugendliche Einbrecher in Oberösterreich auffliegen

5. November 2012, 16:24
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Fünf Burschen begingen 80 bis 85 Delikte, vier von ihnen sind nun in Haft - 19-Jährige bedrohten jüngere Komplizen mit CO2-Waffe, Messer und Machete

Vöcklabruck - Fünf Jugendliche aus dem Bezirk Vöcklabruck sollen zahlreiche Einbrüche, Diebstähle und Sachbeschädigungen mit einem Gesamtschaden von 42.389 Euro verübt haben. Ein Streit untereinander ließ alle auffliegen: Als zwei der Burschen einen 14-Jährigen mit Messern am Hals verletzten und ihn sowie einen 18-Jährigen mit einer CO2-Pistole bedrohten, begann die Exekutive zu ermitteln und klärte in der Folge mehr als 80 Delikte, die auf das Konto der Jugendlichen gehen. Das teilte die Pressestelle der Polizei Oberösterreich am Montag mit. Fünf Teenager wurden angezeigt, vier davon sind in Haft.

Drei 19-Jährige dürften seit dem Jahr 2009 meist gemeinsam auf Einbruchstour gegangen sein. Insgesamt werden ihnen 20 Einbrüche, 19 Sachbeschädigungen, zehn Diebstähle sowie weitere kleinere Delikte zur Last gelegt. Meist hatten sie es auf Navigationsgeräte, Computer, Autoradios, Bargeld und Süßigkeiten abgesehen. Der 18-jährige Bruder eines der Älteren soll in den vergangenen Monaten auch mehrere Einbrüche in Gasthäuser und Autos verübt haben. Zudem suchte er mit einem 14-jährigen Komplizen immer wieder Firmen heim. Meist erbeuteten die beiden Bargeld.

Schnittwunde am Hals

Ein gewalttätiger Streit unter den Jugendlichen ließ aber alle auffliegen: Zwei der 19-Jährigen und der 18-Jährige lockten den 14-Jährigen unter einem Vorwand auf einen Spielplatz. Dort bedrohten sie ihn mit einem Klappmesser und einer Machete und fügten ihm eine Schnittwunde am Hals zu. Als dem 18-Jährigen das Ganze zu heiß wurde und er eingreifen wollte, zog einer der Älteren eine CO2-Pistole und bedrohte die beiden Jüngeren damit. Dem 14-Jährigen wurde nachdrücklich eingeschärft, keine Anzeige zu erstatten. Er schaltete dennoch die Polizei ein.

Die Ermittler fanden zunächst Diebesgut in der Wohnung eines der 19-Jährigen. Bald stellte sich heraus, dass die Jugendlichen weit mehr am Kerbholz hatten. Ein 19-Jähriger gestand einen Einbruch in Aurach am Hongar, ein anderer gab weitere zwölf weitere im Raum Attnang-Puchheim und Linz zu. Insgesamt dürften die Jugendlichen mehr als 80 bis 85 Delikte begangen haben. Zudem dürften sie eifrig Cannabis konsumiert haben. Alle fünf wurden angezeigt. Die drei 19-Jährigen und der 18-Jährige wurden festgenommen und in die Justizanstalt Wels eingeliefert. (APA, 5.11.2012)

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