Die Todesschwadronen aus dem Frauenhaus

Aufgedeckt: Die Querverbindungen von Feminismus, Nationalsozialismus und Satanismus

Es war einmal ... eine Definition, die kam von Neuer Nick neues Glück und lautete "Feminismus = Faschismus". Nachzulesen bei "Liebe ist ...". Ist ein paar Monate her, aber einmal fiel der Same doch noch auf fruchtbaren Mutterboden. Nämlich bei User stranden, der unter dem Kommentar "Einfach widerlich" den Kampf der Amstettner FP-Stadträtin Brigitte Kashofer gegen Frauenhäuser unterstützt:

"Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Strukturell ist der Staatsfeminismus (Feminismus + GM) nicht vom Nationalsozialismus zu unterscheiden.
Frau Kashofer mag eine Konservative sein, und ich stimme in vielen nicht mit ihr überein, aber in einem hat sie definitiv recht:
Gender Mainstreaming ist die Fortsetzung des Nationalsozialismus mit effektiveren Waffen."

Klingt einen Tick pauschal? Keine Sorge, stranden weiß zu relativieren:

"Feministen unterscheidet nichts von Nazis, ausser das erstere weltweit operieren, während letztere Nationalisten waren. Insofern sind Feministen auch gefährlicher als Nazis."

Und hier ist der Beweis:

"Feministen sitzen an einem Tisch zusammen mit Satan und arbeiten an der Vernichtung der Menschlichkeit. Wehret den Anfängen!"

Echt, die Feministen (alles Männer, wer hätte das gedacht) paktieren mit dem Leibhaftigen? Die sind ja wirklich schlimmer als die Nazis! Die haben es seinerzeit bloß geschafft, Hellboy auf die Erde zu holen, wie mickrig ist das denn im Vergleich. Und stranden kennt auch schon den Aufmarschplan der satanischen Heere:

"Frauenhäuser = Rekrutierungslager
Frauenhäuser sind Zentren des Männerhasses. Da geht es in erster Linie darum, Frauen aufzuhetzen und sie mit Rechtsberatung darauf vorzubereiten, den Mann nach Strich und Faden finanziell zu vernichten. Und die Angestellten dort sind Lobbyisten, die sich ums Klientel kümmern, das nie ausgehen soll. Opfer sollen dort produziert werden, sonst gar nichts. Das ist dasselbe wie in der Rüstungsindustrie."

Exakt dasselbe, es lässt sich nicht mehr leugnen. Unter Luzifer als Gröfaz (Größter Feminist aller Zeiten) braut sich da eine unvorstellbare Bedrohung zusammen. Höchste Zeit, die Tore der Hölle, also die zu den Frauenhäusern, aufzustoßen und Putzmänner einmal kräftig feucht durchwischen zu lassen:

"Sie haben völlig Recht, Frau Kashofer. Es ist höchste Zeit, dass wir Razzien in Frauenhäusern durchführen. Diese Keimzellen des Androzids müssen gesäubert werden!"

Nun weiß die Werbewirtschaft: Angsterzeugende Slogans können potenzielle SympathisantInnen verschrecken. Zum Glück versteht es stranden auch, die Ratio anzusprechen:

"Achtung: Denken gefragt!
1. Volle Frauenhäuser sind ein Indiz für Gewalt gegen Frauen!
2. Volle Gaskammern sind ein Indiz für die Minderwertigkeit einer gewissen Rasse?
Ich hoffe sie verstehen anhand dieses Beispiels, dass ihr Argument ganz schön in die Hose gehen kann."

Hmmm. Fällt ein Apfel zu Boden, ist das ein Indiz für Gravitation. Fällt eine Birne zu Boden, ist das ein Indiz für das Wirken des freien Markts? Denken war gefragt, und bei diesem Argument, das aus der Hose kam, glauben wir einen Fehler ausgemacht zu haben. Vielleicht geht es auf, wenn die Formulierung von 2. der von 1. angeglichen wird? Hmmm. Verdammt, dabei hatten wir Satan schon so klar als Emanze im Batik-Kleid vor Augen, und jetzt wieder dieser Zweifel!

Wer nicht gehorsam folgt, hat bei stranden allerdings ausgeschissen:

"Es ist eine Schande für den Standard, dass er bissige, zuweilen scharfe, aber nicht beleidigende Posts zensiert, während er persönliche Angriffe gegen andere Forumsteilnehmer einfach stehen lässt.
Vor 15 Jahren war der Standard noch eine Qualitätszeitung, verglichen mit der Krone. Offenbar hat auch bei ihnen die Frauenquote Einzug gehalten."

Na ja, kleiner Kollateralschaden. Den ist uns unsere Politik zur Integration exotischer Lebensformen in den Redaktionsalltag wert. Erst Frauen, nächstes Jahr dann Klingonen und Pferde. Und hier züchten wir bereits die nächste Generation von Online-RedakteurInnen heran.

Schlechte Aussichten für stranden? Nein, der blickt ebenfalls voller Zuversicht in die Zukunft:

"Wozu klagen? Es ist doch wunderbar, dass sich der Feminismus wie eine Krake ausbreitet. Schliesslich ist der Feminismus der Garant für den baldigen Untergang der EU."

Rosige Zeiten kommen auf uns zu, wir sagen es euch. Rosige! Doch halt. Stopp. Moment. Eine Krake? Hat das Gender-Mainstreaming sogar schon stranden infiziert? Wehret den Anfängen!!! (ZensorIn, derStandard.at, 14.11.2012)

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