Am Leithaberg in die Tiefe gehen

Severin Corti, 6. November 2012, 11:56
  • Im Haus am Kellerplatz können 350 Leithaberg-DAC-Weine zu Ab-Hof-Preisen erstanden werden.
    foto: apa/roessler

    Im Haus am Kellerplatz können 350 Leithaberg-DAC-Weine zu Ab-Hof-Preisen erstanden werden.

Die Gebietsvinothek in Purbach für die Leithaberg-Winzer ist eine Attraktion ersten Ranges

Weil gerade die Zeit im Jahr ist, in der allerorten - ganz besonders aber im Burgenland - die Martiniganseln in die Röhren geschoben werden: So ein Ausflug zum Festtagsbraten ist wie gemacht dafür, sich auch den kulturellen Werken der Region zu widmen. Seit wenigen Wochen bietet das Haus am Kellerplatz in Purbach ganz herausragende Gelegenheit dazu. Diese gar prächtige Gebietsvinothek für die Leithaberg-Winzer ist täglich geöffnet und eine Attraktion ersten Ranges - nicht nur weil sie einen Keller mit 350 Leithaberg-DAC-Weinen zu Ab-Hof-Preisen hat, sondern auch täglich mindestens 64 davon zur Verkostung anbietet.

Chipkarte zum Weinkosten

Auf den ersten Blick mag das absurd viel erscheinen. Aber nur, bis man das fantastische System entdeckt hat, das diese vielen Weine in allerbester Qualität ins Glas bringt und auf ganz unkomplizierte Weise erlaubt, sich einen umfassenden Einblick in die Vielfalt dieser von Klima und Bodenbeschaffenheit so bevorzugten Lage zu verschaffen. In der Enomatic-Anlage sind die edlen Tropfen mittels Edelgases vor Oxydation geschützt, mit einer beim Eingang gelösten Chipkarte kann der Interessierte sich von jeder Flasche einen Kostschluck - aber auch ein Glas - einschenken. Fachberatung ist selbstredend vor Ort. Angenehmen Kulturgenuss! (Severin Corti, DER STANDARD, 3.11.2012)

Haus am Kellerplatz, Am Kellerplatz 1, 7083 Purbach am Neusiedler See, Tel.: 02683/59 20, täglich 9-19 Uhr

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15 Postings

Wirklich ein Supersystem, war auch ganz begeistert. Die Investitionskosten für 8 derartige Enomaten (a 8 Flaschen) sind aber auch nicht ohne.

Da wo unsere Awaren wohnen.

ie funktioniert eine solche "enomatic-anlage"?

wird die angebrochene flasche nach jedem ausschenken wieder frisch mit argon überlagert - und das automatisch?

kann ich mir irgendwie schlecht vorstellen

und stell mir auch die gefährdungsanalyse für die tga interessant vor (offener umgang mit erstickenden gasen)

zweitens tät mich interesseren, was für ein wein da ins gegenlicht gehalten wird. so helle rote kenn ich im wesentlichen nur als deutsche spätburgunder

Im Prinzip wie eine Schankanlage für Bierfässer auch:

Das Gas drückt den Wein aus der Flasche!

@Helle Rote: Zweigelt kann, auch in ansprechender Qualität, durchaus hell ausgebaut sein.

Ich kenne auch helle Blaufränker, die fruchtig ausgebaut, mit der BF-typischen Säure und leicht gekühlt einen Sommertag durchaus ihre Berechtigung haben.

also man gießt sich eben gerade nicht aus der flasche was ins glas,

wie der artikel suggeriert, sondern zapft den wein aus einem steigrohr mit schlauch dran?

gut, über stil läßt sich streiten, wenn man denn unbedingt will

Naja, für mich ist das ein Ziegelrot, das passt doch eher zu einem jungen Burgunder. Die Zweigelts und Blaufränkischen sind doch eher in's Rubinrot gehende.

ich hätt' da auch eher an einen jüngeren pinot noir gedacht.

um das genauer zu beurteilen

sollten wir entweder die Lichtquelle hinter dem Glas kennen

oder Gelegenheit bekommen diesen Wein gemeinsam zu verkosten - blind natürlich!

;-)

ich mache aus prinzip bei der rot/grün-strichlerei nicht mit, aber ich wundere mich, wenn jemand wie sie, der sehr richtig die farbe einem burgunder zuordnet, einen dieser dummen roten balken bekommt. wahrscheinlich ein ahnungsloser.
und jetzt können sie warten, wie mich meine stalker(ja, so etwas gibt es, die stricheln rot, sobald sie mich entdecken) zustricherln - wahre stricher halt.

Könnte auch ein dunkler Rosé sein *hh*

stimmt sogar, keine einige französische roses die fast genau so dunkel sind!
gibts zB in der vinothek rudolf polivka in der reindorfgasse!

bzw. ein Claret aus dem Bordelais...

das "keine" soll natürlich "kenne" heissen. zu schnell geschrieben, sorry!

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