Voestalpine-Gewinn fällt zum Halbjahr

5. November 2012, 14:58
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Wien/Linz - Bankanalysten rechnen bei den am Mittwoch anstehenden Halbjahreszahlen der voestalpine AG im APA-Konsensus mit deutlich gesunkenen Erträgen. Zwar werden die Umsätze mit im Schnitt 5,9 Mrd. Euro stabil gesehen, allerdings habe das aktuelle Preisniveau deutlich auf die Gewinnspannen gedrückt, sagten die von der APA befragten Analysten.

Den Nettogewinn schätzen die Experten im ersten Halbjahr 2012/13 auf durchschnittlich 219 Mio. Euro, das wäre um 29 Prozent weniger als noch im Vorjahreszeitraum, als der Stahlkonzern unter dem Strich 306,5 Mio. Euro verdiente.

Operativ dürfte der Gewinneinbruch nach Analysten-Schätzung mit minus 20 Prozent etwas geringer ausfallen. Demnach soll der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 427,8 Mio. Euro um gut 100 Mio. Euro unterhalb des Vorjahreswerts liegen.

Einig sind sich die Analysten, dass sich die voestalpine angesichts des Marktumfelds wacker schlägt. Die Raiffeisen Centrobank erwartet "anständige" Quartalszahlen, JPMorgen lobt die voestalpine gar als "das wahrscheinlich am besten geführte Stahl-Unternehmen der EU". Die Erste Group erklärt sich das Ebit-Minus unter anderem mit dem Abschalten eines Hochofens für Wartungsarbeiten.

Beim Ausblick auf das zweite Halbjahr sehen die Kepler-Analysten ein leichtes Risiko, dass der Stahlkonzern seine Jahresziele nicht schafft. Es zeige sich für das dritte und vierte Quartal ein "schwaches makroökonomisches Bild", so die Wertpapierexperten. (APA, 5.11.2012)

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