Ein Kind von einem anderen Planeten

Rezension3. November 2012, 11:06
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Willi ist eben ein besonderes Kind. Anfangs konnte es nicht einmal selbst atmen

Willi ist anders. Anders als andere Kinder. Kein Wunder, er kommt auch ganz woanders her, von einem anderen Planeten. "Als seine Mama schwanger war, wusste sie nicht, dass sie einen kleinen Außerirdischen in ihrem Bauch hatte", schreibt Birte Müller. Willi ist eben ein besonderes Kind. Anfangs konnte es nicht einmal selbst atmen: "Doch dann merkten seine Eltern, dass Willi gar nichts können oder tun musste: Sie liebten ihn einfach so! Das war das schönste Gefühl, das sie jemals gefühlt hatten."

Planet Willi ist eine wunderschöne Liebeserklärung. Müller hat das Buch in Kapiteln unterteilt, etwa "Willi wird krank", "Willi lernt essen" oder "Willi und die Tiere". Auf eine Seite Text folgt eine Seite mit einer wilden, bunten Illustration. Langsam erschließt sich so das Leben des kleinen Buben. Man lernt den Vater, die Schwester kennen, Oma und Opa. Letzterer lässt Willi "lenken, solange er will. Und das Radio anmachen darf er auch."

Nichts wird ausgespart, alles kindgerecht und sympathisch angeführt. Am Ende findet sich eine Litanei an Danksagungen - auch an die Mediziner, die Willi im echten Leben geholfen haben: Der Dank gilt dem gesamten Umfeld, dem Arzt "mit seinem Laserschwert", dem DS-Infocenter, ebenso wie Pearl Jam, "die den Soundtrack zu unserem Leben spielen". Wenn die das wüssten! (Peter Mayr, DER STANDARD, Album, 3.10.2012)

Birte Müller
"Planet Willi"

Klett-Kinderbuch-Verlag 2012
32 Seiten, € 14,30

  • Planet Willi ist eine wunderschöne Liebeserklärung.
    foto: klett kinderbuch verlag

    Planet Willi ist eine wunderschöne Liebeserklärung.

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