15-Jähriger gestand Mord an 55-jährigem Missbrauchstäter in Berlin

5. November 2012, 09:56
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Täter und Opfer kannten sich - Passant fand leblosen Körper vor Wohnhaus

Berlin - Ein 15-Jähriger hat laut Polizei die Tötung eines Mannes in Berlin gestanden. Das Motiv des Burschen für die Tat war nach Polizeiangaben aber noch unklar. Ein Ermittlungsrichter erließ Haftbefehl gegen den Jugendlichen. Der mutmaßliche Täter sitzt in Untersuchungshaft. Das 55-jährige Opfer wurde laut Obduktion erstochen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Opfer und Täter kannten sich nach Angaben der Ermittler. Jetzt werde geprüft, ob es sich um einen Racheakt handelte. Es werde untersucht, ob der 15-Jährige von dem späteren Opfer missbraucht worden sei, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Opfer lockte Jugendliche in Wohnung

Ein Passant hatte den 55-Jährigen am Donnerstag leblos auf einer Wiese vor dessen Wohnhaus im Bezirk Spandau entdeckt und die Rettungskräfte alarmiert. Trotz Wiederbelebungsversuchen starb der Mann wenig später. Der 15-Jährige wurde in der Nähe festgenommen.

Laut "Berliner Morgenpost" soll das Opfer immer wieder auf der Suche nach Jugendlichen in seinem Wohnviertel gewesen sein. Er soll ihnen ein warmes Essen und Videospiele versprochen haben, damit sie ihm in seine Wohnung folgen. Immer wieder soll die Polizei von besorgten Eltern alarmiert worden sein. Außerdem soll das Opfer in den vergangenen 20 Jahren immer wieder straffällig geworden sein und zwei Haftstrafen wegen Sexualdelikten abgesessen haben, zitiert "Spiegel Online" einen Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft.  (APA, red, 5.11.2012)

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