ATX verliert am Montag etwas an Boden

5. November 2012, 17:52
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Nervöse Anleger vor wichtigen Entscheidungen

Wien - Die Wiener Börse hat am Montag bei durchschnittlichem Volumen mit Abschlägen geschlossen. Der ATX fiel 5,32 Punkte oder 0,24 Prozent auf 2.221,38 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 21 Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.200 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,03 Prozent, DAX/Frankfurt -0,47 Prozent, FTSE/London -0,44 Prozent und CAC-40/Paris -1,09 Prozent.

Belastet von Gewinnmitnahmen startete der ATX mit Abschlägen in den Handel. Bis Mittag kämpfte er sich kurzfristig bis in die Gewinnzone vor, dreht aber am Nachmittag wieder nach unten. Mit der schwachen Eröffnung der US-Börsen verlor er etwas weiter an Terrain. Bis Handelsschluss grenzte der Leitindex seine Verluste wieder ein.

An der Wall Street belastete der schwache ISM-Index für Dienstleistungen. Dieser war im Oktober überraschend stark auf 54,2 Punkte gesunken. Händler verwiesen obendrein auf die US-Präsidentschaftswahlen und die Abstimmung in Griechenland über ein neues Sparpaket, die auf beiden Seiten des Atlantiks die Anleger verunsicherten.

Belastet von fallenden Rohstoffpreisen mussten OMV, die um 1,31 Prozent auf 28,52 Euro abrutschten, und voestalpine (minus 1,15 Prozent auf 24,50 Euro) klare Verluste hinnehmen. Schoeller-Bleckmann übernahmen mit einem Minus von 2,79 Prozent auf 73,39 Euro sogar die rote Laterne im prime market. Europaweit zählten Öl- und Rohstofftitel zu den Verlieren.

Vor dem Hintergrund eines positiven Analystenkommentars schlossen Andritz nach einer Berg- und Talfahrt mit einem kleinen Plus von 0,02 Prozent auf 47,85 Euro. Am Vormittag war die Aktie im Minus gelegen, zog im Verlauf aber um fast zweienthalb Prozent an. Die Experten der Raiffeisen Centrobank haben ihr Kursziel für die Maschinenbautitel von 45,00 auf 50,00 Euro erhöht. Die Empfehlung "Halten" wurde hingegen bestätigt.

Erste Group setzt Rally fort

Die Papiere der Erste Group waren ebenfalls sehr volatil, bis Handelsschluss setzten die Banktitel mit einem Plus von 1,18 Prozent auf 20,15 Euro ihre Rally weiter fort. In der Vorwoche waren die Aktien nach den guten Zahlen für das dritte Quartal um über 7,5 Prozent angezogen.

Am oberen Ende der Kurstafel verbesserten sich Zumtobel um 3,20 Prozent auf 8,60 Euro. Dahinter zogen Wienerberger um 2,50 Prozent auf 5,83 Euro an.

Die zehn größten Kursgewinner


 1.  ZUMTOBEL AG                 +3,20 Prozent
 2.  WIENERBERGER AG             +2,50 Prozent
 3.  ROSENBAUER INTERNATIONAL AG +2,44 Prozent
 4.  CENTURY CASINOS INC         +2,38 Prozent
 5.  TEAK HOLZ INT. AG           +2,28 Prozent
 6.  BRAIN FORCE HOLDING AG      +2,15 Prozent
 7.  FLUGHAFEN WIEN AG           +1,49 Prozent
 8.  STRABAG SE                  +1,47 Prozent
 9.  WIENER PRIVATBANK SE        +1,35 Prozent
 10. ERSTE GROUP BANK AG         +1,18 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer


 1.  HTI HIGH TECH INDUSTRIES AG  -5,66 Prozent
 2.  SCHOELLER-BLECKMANN AG       -2,79 Prozent
 3.  WARIMPEX FINANZ- UND BET. AG -2,15 Prozent
 4.  SEMPERIT AG HOLDING          -1,81 Prozent
 5.  TELEKOM AUSTRIA AG           -1,54 Prozent
 6.  ATRIUM EUROP.REAL EST.LTD    -1,51 Prozent
 7.  LENZING AG                   -1,34 Prozent
 8.  OMV AG                       -1,31 Prozent
 9.  VOESTALPINE AG               -1,15 Prozent
 10. CONWERT IMMOBILIEN INVEST SE -1,13 Prozent (APA, 5.11.2012)
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