Iran: Reformer wollen 2013 gemeinsam antreten

5. November 2012, 09:24

Ex-Präsident Khatami als Wunschkandidat der Reformer

Teheran - Irans Reformer wollen bei der Präsidentenwahl 2013 als Einheit antreten. Hochrangige Mitglieder der Bewegung, deren Galionsfiguren Mir Hossein Moussavi und Mehdi Karroubi seit 2009 schrittweise entmachtet und unter Hausarrest gestellt wurden, werden heute, Montag, den zweitmächtigsten Mann des Iran und Chef des Schlichtungsrates, Ayatollah Ali Akbar Hashemi Rafsanjani, in Teheran zu Beratungen für die bevorstehende Präsidentschaftswahl treffen.

Rafsanjani hatte die Reformer bei der Präsidentschaftswahl 2009 indirekt unterstützt und war so selbst in Bedrängnis geraten. Da sich Irans Oberster Führer Ali Khamenei nun aber von dem Amtsinhaber, Präsident Mahmoud Ahmadinejad, der nach zwei Amtsperioden 2013 nicht mehr kandidieren darf, und den ihm nahestehenden Personen distanziert hat, hat Rafsanjani Khamenei das Versprechen abgerungen, die Reformer bei der kommenden Wahl nicht an einer Teilnahme zu hindern.

Wahlen gut vorbereiten

Wie die "Tehran Times" berichtet, hat der Sprecher der Reformbewegung, Majid Mohtashami, in einem Interview mit der Agentur Mehr News Agency am Sonntag zudem bekräftigt, dass auch weitere Treffen mit hochrangigen Reformern geplant seien, um den Wahlgang aus Sicht der Reformer am 14. Juni 2013 gut vorzubereiten.

Mohtashami, der auch der Generalsekretär der Freiheitspartei ist, informierte darüber, dass sich Mitglieder bei ihrer jüngsten Sitzung darauf verständigt hätten, dass es zum Wohle des Landes nötig sei, bei den kommenden Wahlen anzutreten.

Wunschkandidat der Reformer sei Ex-Präsident Mohammad Khatami (1997-2005), den man derzeit versuche, zu einer Wiederkandidatur zu bewegen. Sollte Khatami ablehnen, dann wolle man aber Geschlossenheit zeigen und nur einen einzigen Kandidaten nominieren, so Mohtashami weiter. (APA, 5.11.2012)

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18 Postings
Welche Wahl?

Wie immer werden von über hunderte Kandidaten nur diejenigen (vom islamischen Wächterrats) zur Wahl zugelassen (letztes mal 6!) die dem "gerader Pfad Gottes" [arab. sirat-al-mustaghim] entsprechen.

Somit handelt es sich um keine Wahl sondern um eine Veranstaltung, Beschäftigungstherapie, Simulation oder WasAuchImmer, aber sicher nicht um eine Wahl.

MfG
PS: Die Typen die dort zur Wahl zugelassen werden, gehören zu die "Gottes-Partei" (arab. hisb-allah), die einzige zugelassene, legale "Partei" im Iran. Somit ist es echt wurscht wem man wählt, und ob man zur Wahl geht.

Man kann waehlen zwischen Ultra Hisbollah,Hisbollah medium und Hisbollah light.Ist doch demokratisch,oder?

PS: Die Typen die dort zur Wahl zugelassen werden, gehören zu die "Gottes-Partei" (arab. hisb-allah), die einzige zugelassene, legale "Partei" im Iran. Somit ist es echt wurscht wem man wählt, und ob man zur Wahl geht.

hat ihnen das Netanyahu erzählt oder der nette rabbi von neben an.

REFORMER:

ausdruck für: "dem globalen geldmonopol gewogen"

auch assad galt dereinst als "reformer", bis er sich weigerte syriens notenbank in das system einzugliedern - da wurde dann aus dem "reformer" flugs ein "blutiger schlächter"....

Und weil Kapitalisten auch böse sind, ist's besser, die Quasi-Talibans an der Macht zu lassen?

was bedeutet taliban für Sie?

was haben die Talibans mit Iran zutun?
was haben die Alkaidas mit Iran zutun?
was haben die Salafisten, Hamas oder die Wahabieten mit Iran zutun?
was haben ihre Sunnitischen Terror finanzierer mit dem Schiitischen Iran zutun?

was haben die Arabischen unruhen und dessen auswirkungen mit Iran zutun?

absolut gar nichts.

Sie erzählen einfach etwas aber wissen über haupt nicht wie und von wem das land Iran regiert wird, wie die Menschen denken und wie das land und seine Infastruktur Wirtschaftlich Militärisch aufgebaut ist.

Ich hab Quasi-Talibans geschrieben, nicht Talibans. Und Quasi-Talibans sind hirnverbrannte religiöse Fundamentalisten so wie die echten Talibans mit anderem Label, aber selber Kacke im Hirn.

die taliban kooperieren aber mit dem geldmonopol, sobald es um die zur übernahme souveräner staaten nötige destabilisierung geht - sind nix weiter als eine mystifizierte söldnertruppe...
und als assad noch den willen zeigte sein land dem geldmonopol auszuliefern galt auch er als reformer, war beliebt, gerne gesehen, und wurde von all jenen, die ihn jetzt nicht mehr mögen, hoffiert.

dasselbe galt für hussein, bis er sein öl nur mehr in euro handeln wollte....

für gadaffi, bis er sein öl nur mehr in gold handeln wollte.....

so schnell werden aus einst guten freunden erbitterte erzfeinde, und die grenze zwischen beidem wird ausschließlich von der geldpolitik bestimmt

Das Bedenklichste an diesen Zeilen ist vermutlich,

dass Sie auch noch davon überzeugt sind, Sie schrieben die Wahrheit.

Meine Frage bleibt nach wie vor aufrecht. Soll es ein Argument sein, dass lieber die religiösen Fundamentalisten an der Macht bleiben sollen, wie z.B. der Ahmadinejad bzw. Gesinnungsgenossen?

das mit dem Islam im Iran ist nicht wahr.
der Irak ist auch ein Islamisches land gewesen der denn Iran angegriffen hat.
die Iraner haben in erste linie für ihr heimat und Familie gekämpft so wie es alle nationen der Welt machen, denn Moslems sind es ja schon und müssten ja nicht von denn Moslemsichen Iraker nochmal Islamisiert werden.
also auch im Iran zählt als erstes der Patriatismus mit ein hauch nationalismus, der Islam einigt die kräfte um geeinter zu wirken.

Naja, Ahmadinejad ist, soweit ich weiß, eher Nationalist als extrem religiös-konservativ (und trotzdem natürlich das stark)

Das kommt drauf an wie der Wind weht.

die frage ist a) ob sie zugelassen werden und b) ob die wahl fair verläuft. vor allem zweiteres ist sehr in frage zu stellen...

Schon die Tatsache, dass ein nicht-legitimierter Wächterrat über die Kandidaturen entscheiden darf,

macht die Wahl zur Farce.

Von vornherein.

Sie wissen aber schon, daß auch der Wächterrat gewählt wird?

wo anderes sind es die reichen Lobbys und Industrielen die für die Wahl entscheidung sorgen und in diesen länder haben die Präsidenten auch noch die macht dazu alles zutun, aber im Iran hat der Präsi nicht das letzte wort und ist eben nicht der alleinige entscheidungsträger.

Khatamie der versager hat seine Chancen nicht genutzt ausser ständigen zugeständnissen gegen über der EU der nichts absolut nichts als gegenleistung gemacht hat.

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