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Bestnote für Grundidee, aber Umsetzung "zu lokal, zu öffentlich-rechtlich, zu langatmig"
Auch Österreicher trotz "Heimspiels" zurückhaltend: 851.000 waren dabei
Es wird schrill am Samstagabend bei "Wetten, dass...?" Es wird laut, direkt, vermutlich ordinär
ich empfehle mal die fernsehzeitung für eine woche durchzugehen und alle sendungen zu streichen bei denen man sich sagt: "das interessiert mich wirklich nicht" und "das interessiert mich, kann ich aber legal und gratis streamen".
meine wohnung ist seit einem jahr fernseherfrei, ich schau nur noch online. und das einzige was mir fehlt ist - so komisch es klingen mag - werbung. 100 neue waschmittel im supermarkt und ich hab keine ahnung welches nun multicolor für lang anhaltende farben und welches colorecht für den multischutz meiner wäsche ist.
sie haben eines nicht verstanden: dass der mensch eine journalistische vorauswahl mitsamt überraschungseffekt ohne Entscheidungsmuss durchaus manchesmal schätzen kann. Dieser Aspekt geht völlig verloren bei selbsternannten Eigen-Programmmachern. Auch wenn es generell gut ist, selbst Entscheidungen treffen zu können. Sie reiten dann auch noch so übergscheit drauf herum, ohne, dass sie wirklich Zusammenhänge verstanden haben
% Forts.: Die dicke Cindy wurde ja in der vorigen Sendung vom mageren Greis Karl Lagerfeld unterm Niveau beleidigt und keiner nahm sie in Schutz.
Das Sackhüpfen und Tom Hanks mit Hasenohren war kindisch, Lanz will sich körperlich so einbringen wie der junge Gottschalk, aber stilvoll ist das ja nicht, sondern - wieder - eher Stammtischniveau.
Und dann sollte als Wetteinsatz dieser bekannte seriöse Reporter, Nachrichtensprecher oder so den dämlichen ärmellosen Karo-Pullunder von einem dt. Comedian (den ich eh nicht ausstehen kann) ohne Hemd anziehen "der nie gewaschen wird und vor Dreck steht", - wer es glaubt. Musste er zum Glück nicht, und Hanks musste keine Armstützen mit Bierkiste auf dem Rücken machen. (Hätten sie auch nicht!)
Lanz war unterhaltsam, aber hat einige unhöfliche Fehler gemacht, die ein "Gastgeber" von Prominenten einfach nicht machen sollte. Z.B. macht man keine Witze mit oder über Schwangere. Halle Berry wurde zuerst aufgefordert, von den Sandwichen zu essen, dann hatte sie den Mund voll und Lanz fragte sie in diesem Moment (!) und bat sie um eine Antwort. Sie sah ihn entsprechend entsetzt/entgeistert an und wusste gar nicht, wie sie so schnell schlucken sollte; Lanz wartete - zum Glück kam ihr ein männlicher Gast, der das bemerkte, zu Hilfe und lenkte Lanzes Aufmerksamkeit auf sich und seine Antwort. Der Effekt war, dass jeder der Gäste anschließend kam noch was zu essen wagte.
Weder Cindy von Marzahn noch Axel Schröder sind geeignete Helfer.%
... sollte man wissen, dass der Gottschalk und die BILD ganz dicke Freunde sind.
Lanz und BILD allerdings weniger.
Deshalb wird die BILD auch nicht gut über das neue "Wetten, dass...?" schreiben.
Ich fand die Show besser als die letzten Gottschalk-Ausgaben. Zu meinen Lieblingsshows zählt sie aber trotzdem nicht.
Ist mir ehrlich gesagt egal wer was wo wann schreibt, ich habe die Sendung gesehen und mir selbst eine Meinung gebildet.
Und zu den niedrigeren Quoten für Dieter Bohlen: leider haben alle großen Sender Konkurrenzsendungen gleichzeitig gebracht, wenig kundenfreundlich. Bohlen sah ich mir später als Wiederholung an (bitte WH zur Quote dazuzählen!) weil "Wetten das" später nicht wiederholt wurde. Und vielleicht sehe ich mir die "Große Chance" in der ORF-Mediathek an. Wenn sonst nichts läuft.
Ich finde, die Sendung von Bohlen lebt von denen die sich zum Casting bewerben und leider sind auch ein paar Idi oten dabei. Aber auch einige gute Leute. Gottschalk und Hunzinger sind sehr gut für diese Sendung gewesen, das Niveau ist gestiegen.
weil viele sagen, dass der vorgänger auch nicht besser war, muss ich mal eine lanze fürn herrn gottschalk brechen!
er hielt auch nur seichte unterhaltungen mit den gästen, griff den weiblichen unter ihnen gerne mal aufs knie, wirkte manchmal (symphatisch) chaotisch... aber er hatte wenigstens einen guten schmäh und setzte sich nicht so selbstverherrlichend in szene wie lanz! diese bierkistenliegestützen und das sackhüpfen gehen mir am sack!
.... sollte sich ein Profi wie T.Hanks zumindest über das Format und die Länge desselben informieren (oder vom Managment, das ihn verschachert, informieren lassen). Kriegt ja sicher nicht wenig Kohle dafür. Hinten nachmaulen zeugt von mangelnder Professionalität seiner Person (oder seines Managers, den er ja immer noch feuern kann).
Sorry, aber "wes' Brot ich ess, des' Lied ich sing" ;-)
Ich glaube, Hanks und Berry waren einfach zu höflich um selbst zu gehen (wie etwa Robin Williams oder Dido), Gottschalk hat solche Promis einfach selbst verabschiedet, wenn er es bemerkt hat. Nur seine "Notfallgäste für Ausfälle" (meist Bekannte und dt. Comedians) blieben die ganze Sendung lang auf der Bühne.
Gottschalk hatte einfach das Glück, viele Promis aus den USA und den Betrieb in Hollywood selbst zu kennen, während Lanz immer nur mit deutschen Promis in kleiner Runde "getalkt" hat. Der wusste, wie er mit ihnen umgehen muss.
Bin noch immer der Meinung, Heidi Klum wäre perfekt für die Aufgabe gewesen. Modellshows gibt es inzwischen genug.
...dass das weniger ein Frage der Höflichkeit sondern des verhandelten Vertrages ist (=Kohle).
Zu Heidi Klum: Habe nur einmal kurz reingeschaut, die Dame wusste doch nicht, ob sie good cop (=Mutti) oder bad cop (=Bohlen) ist und hat sich damit (für mich) total unmöglich gemacht.
Nein, Klum ist intelligent und durchsetzungsfähig, kann gute Fragen stellen, kann mit Promis "Smalltalken", kann eine Show mühelos leiten (tut das auch in den USA) und auch Aufgaben delegieren oder Spiele überwachen... Spricht mühelos englisch, wirkte in US-Filmen mit und kennt viele Promis von der ganzen Welt.
Die Dt. Modell-Show ist nur eines ihrer Aktivitäten. Und die ist, zumindest im dt. Raum, besser als offenbar ihr Ruf.
In ihren einstudierten Sketchen war sie immer super, aber als Stand-up-Comedian in einer Late-Night-Talkshow konnte sie nicht überzeugen.
Bei Lanz ist es ähnlich. Sympathischer Gastgeber, wenn er mit ein paar Gästen in kleiner Runde diskutiert, aber ein Entertainer á la Gottschalk oder Harald Schmidt ist er garantiert keiner und wird es auch niemals werden.
Die Kritik im Stern war vernichtend:
„Die ersten zwanzig Sekunden von ,Wetten, dass ..?‘ sind richtig gut. Dann taucht Markus Lanz auf. (...) Und in genau dem Moment ist schon klar: Das wird nichts. Dieser Mann ist so charismatisch wie ein Toastbrot. Er fiel seinen Gästen ins Wort, brach Gespräche abrupt ab, und die Wettkandidaten wirkten eher wie Beiwerk.“ (stern.de)
Es gibt einen deutlichen Unterschied zwischen so ein Mittelmaß-Comedian und einen echten Star. Ersterer bringt immer wieder Derbheiten und Zoten, womit er ein bestimmtes Publikum anspricht und da Erfolg hat; aber so richtig groß wird er damit nicht, weil die Mehrheit keine Zoten hören will.
Und dann gibt es die Stars, die echt alles sagen können aber das immer so elegant-charmant-amüsant und intelligent, dass das Gesagte nie derb und zotig wirkt. Und damit sprechen sie wirklich ein großes Publikum an. Das müssen sie sich allerdings auch erarbeiten.
Also für großen Erfolg intelligent-amüsant: ja, aber derb-zotig: nein.
- ehrgeizig bis in die haarspitzen inklusive verbissenes dauerlächeln
- unlocker und sehr bemüht lustig, was zwangsweise unlustig ist
dazu kommen noch - in bester amerikanischer politiker-manier - sein ständiges zeigefinger-zeigen und endlose, anbiedernde phrasendreschereien ("sehr sympathischer auftritt", "ganz fantastischer kandidat", "wow...wow..und nochmals wow")
dass er beth ditto auf die couch bat, um sie dann links liegen zu lassen und stattdessen ausführlich dieser komischen deutschen schauspielerin widmete, war ebenfalls ein 'highlight'! eigenartigerweise schaffte es nicht mal lanz, so sehr er sich auch bemühte, den blendend aufgelegten internationalen stars (hanks, ditto, williams) die stimmung zu versauen.
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