Hollande für Übergangsregierung der Opposition in Syrien

4. November 2012, 22:58
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Jeddah/Damaskus - Der französische Präsident Francois Hollande hat sich bei einem Kurzbesuch in Saudi-Arabien für eine Übergangsregierung der Opposition in Syrien ausgesprochen. Die Bildung einer solchen Regierung durch Oppositionskräfte sei wünschenswert, weil sie ihr "Legitimität" verleihe und sicherstelle, dass es in Syrien einen "demokratischen Übergang" gebe, sagte Hollande auf einer Pressekonferenz in Jeddah. Es sei absolut notwendig, dass sich die Opposition umstrukturiere, fügte er hinzu.

Zur Frage einer Militärhilfe für die gegen den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad kämpfenden bewaffneten Rebellen sagte Hollande, das setze die Existenz einer "provisorischen Regierung" voraus. In Doha im Emirat Katar tagte unterdessen unter der Schirmherrschaft der Arabischen Liga eine Konferenz, auf der die zersplitterte syrische Opposition ihre Krise überwinden und in den kommenden Tagen nach Möglichkeit eine neue Führung bestimmen und eine Exilregierung bilden will.

Die syrische Armee hat indes am Sonntag nach Angabe von Oppositionellen bei einem Angriff auf ein palästinensisches Flüchtlingscamp in der Nähe von Damaskus mindestens 20 Personen getötet. Insgesamt leben in Syrien fast 500.000 Palästinenser, von denen die meisten seit der Staatsgründung Israels im Jahre 1948 im Lande sind. (APA, 4.11.2012)

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    Hollande in Jeddah.

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