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"Gott lenkt diese Wahl. Darum ist sie in jedem Fall gut und wird nicht kritisiert", sagte ein koptischer Geschäftsmann in Kairo über die jahrhundertealte Tradition seiner Kirche, ein neues Oberhaupt zu bestimmen. Gottes Gehilfe war ein Bub, der mit verbundenen Augen den Namen aus drei gewählten Kandidaten zog. Über 200 Familien wollten, dass ihren Kindern diese Ehre zufällt.
Nach einer Messe in der Markuskathedrale im Stadtteil Abassiya zog der ausgewählte Knabe am Sonntag den Zettel mit dem Namen von Bischof Tawadros. Er wird Nachfolger von Papst Shenouda III, der im März im Alter von 88 Jahren gestorben war, nachdem er die koptische Kirche 40 Jahre lang geführt hatte.
Tawadros, der 118. Patriarch der Kopten in Ägypten und Afrika, der größten christlichen Gemeinschaft im Nahen Osten, übernimmt sein Amt in einer Zeit, in der Ägypten nach der Revolution des vergangenen Jahres mitten im Umbruch steht. Der zunehmende Einfluss der regierenden Muslimbrüder und vor allem der erzkonservativen Salafisten löst bei vielen Christen Ängste aus. Es gab zahlreiche Fälle religiöser Gewalt.
Deshalb gibt es eine heftige Debatte über die Rolle der Kirche. Eine Strömung - dazu gehört vor allem auch die Jugend - tritt dafür ein, dass der neue Papst vor allem Seelsorger sein soll. Sie argumentiert, eine politische Rolle würde den Religionsstaat, den die Islamisten wollen, noch befördern.
Politisches Engagement
Andere treten für ein starkes politisches Engagement ein, vor allem bei der Ausarbeitung der neuen Verfassung, um die Rechte der Christen zu garantieren. Sie machen zwischen sechs und zehn Prozent der 85 Millionen Ägypter aus und sehen sich nicht als Minderheit, sondern als gleichberechtigter Teil der Bevölkerung wie die Muslime.
Bei der Vorauswahl hatte die Heilige Synode dafür gesorgt, dass nur moderate Kandidaten in die Endauswahl gelangen konnten. Ihre Predigten und Schriften wurden sorgsam geprüft, kontroverse Figuren ausgeschlossen. Interimspapst Pachomios sagte am Sonntag einer lokalen Zeitung, er erwarte vom neuen Patriarchen, dass die Arbeit an der neuen Verfassung und die Frage des Kirchenbaus, der stark eingeschränkt ist, zu seinen Prioritäten gehöre. Um die pastoralen Funktionen erfüllen zu können, brauche es auch politische Schritte, formulierte Pachomios diplomatisch.
Die feierliche Amtseinführung des neuen koptischen Oberhirten, an der neben islamischen Würdenträgern auch Staatspräsident Mohammed Morsi teilnehmen soll, wird am 18. November stattfinden. (Astrid Frefel aus Kairo, DER STANDARD, 5.11.2012)
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Salafist war am Sonntag vom ägyptischen Präsidenten entlassen worden
http://de.wikipedia.org/wiki/Unfe... barkeit.29
http://de.wikipedia.org/wiki/Päps... ehlbarkeit
als irrationale Kinder zu betrachten, aber jedesmal wenn ich so einen Bericht lese, fällt es mir schwerer.
Bin echt froh das religiöse Menschen bei uns doch relative stark gezähmt wurden, im Vergleich zu anderen Gesellschaften.
sei Gottes Stellvertreter, oder man sei Oberhaupt aller Christen usw.
Die Kopten bilden eine eigene Kirche.
Ein Gremium schlägt drei mögliche Oberhäupter vor.
Unter denen entscheidet das Los.
Die Christen der koptischen Kirche anerkennen diese Wahl, also ist er ihr Oberhaupt.
Was ist daran so unlogisch?
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