SMS-Vorwarnung: Achtung, gleich ist die ISS zu sehen

US-Weltraumbehörde wendet sich direkt an Interessierte

Washington - Für diejenigen, die ohne stundenlange Wartezeit und Expertenausrüstung mal einen Blick auf die Internationale Raumstation ISS werfen wollen (und denen bereits bestehende Websites wie etwa der ISS Tracker als Orientierungshilfe nicht ausreichen), bietet die NASA einen besonders bequemen Service an: Interessierte in aller Welt können sich unter spotthestation.nasa.gov dafür anmelden.

Der Ablauf

Wenige Stunden, bevor die ISS in ihrer Gegend am Himmel zu sehen ist, bekommen die auf der Website Angemeldeten eine Benachrichtigung per E-Mail oder SMS. Zur angegebenen Zeit müssten sie nur hinausgehen und in den Himmel schauen - ein Fernrohr sei nicht nötig, erklärte die NASA. Der Service ist für Interessierte weltweit zugänglich und bezieht sich auf insgesamt 4.600 Beobachtungspunkte auf der Erde (16 davon in Österreich) - man muss sich also den nächstgelegenen aussuchen.

Zudem gibt die NASA nur dann Bescheid, wenn es sich um "gute" Sichtungsmöglichkeiten handelt, also solche, bei denen die ISS hoch und lange genug am Himmel zu sehen ist. Nach Angaben der NASA kann dies je nach Standort zu einer Bandbreite von ein- bis zweimal pro Woche bis einmal im Monat führen.

Fast die ganze Menschheit kann die ISS sehen

"Es ist wirklich bemerkenswert, die Weltraumstation über einem fliegen zu sehen und zu begreifen, dass Menschen einen Komplex im Orbit gebaut haben, der von der Erde aus von fast jedem gesehen werden kann, der gerade hochschaut", erklärte der Mitverantwortliche für bemannte Missionen, William Gerstenmaier. Die ISS, in der seit zwölf Jahren Astronauten leben und arbeiten, ist laut NASA üblicherweise in der Morgen- oder Abenddämmerung zu sehen, wenn außer dem Mond kein helleres Objekt die Sicht erschwere.

Die Weltraumstation sieht laut NASA wie ein sich schnell bewegender Lichtpunkt aus, ähnlich der Venus. Bei ihren Erdumläufen überfliegt sie nahezu alle bewohnten Gebiete, so dass mehr als 90 Prozent der Erdbevölkerung sie gelegentlich sehen können. (APA/red, derStandard.at, 4. 11. 2012)

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