Afghanistan erwägt Verbannung internationaler Experten

Regierung: Kritische Aussagen zur Zukunft des Landes seien politisch motiviert

Kabul - Die afghanische Regierung erwägt die Verbannung der International Crisis Group (ICG) wegen ihrer kritischen Aussagen. Die Arbeit der internationalen Organisation sei politisch motiviert, teilte der Sprecher von Präsident Hamid Karzai, Aimal Faisi, am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa.

Die nichtstaatliche Organisation hatte vor einem Monat davor gewarnt, dass die afghanische Regierung nach dem Abzug der NATO-Truppen 2014 zusammenbrechen könnte. Außerdem kritisierte sie Karzai, der mehr an seiner Machterhaltung als an der Stabilität des Landes interessiert sei. "Der Einschätzung zur Lage des Landes fehlt die Glaubwürdigkeit", erklärte Faisi per E-Mail.

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