Madrid: Chinesische Händler streiken gegen Diskriminierung

3. November 2012, 19:19
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Nach großangelegter Operation der Polizei gegen ein chinesisches Mafia-Netzwerk

Madrid - Aus Protest gegen Diskriminierung haben chinesische Händler in Madrid am Samstag ihre Geschäfte nicht geöffnet. Breite Schichten der spanischen Bevölkerung würden alle Chinesen im Land als Verbrecher betrachten, beklagte eine Vereinigung chinesischer Geschäftsleute in der Hauptstadt. Hintergrund der Proteste ist eine großangelegte Operation der spanischen Polizei gegen ein chinesisches Mafia-Netzwerk am 16. Oktober. Seither hätten chinesische Händler eine "starke Abneigung" zu spüren bekommen. Einige Geschäfts hätten Umsatzverluste von bis zu 70 Prozent verbuchen müssen.

Bei der Polizei-Operation waren mehr als 80 Chinesen festgenommen worden, darunter der Anführer der Bande. Nach Angaben der spanischen Staatsanwaltschaft geht es um Geldwäsche in einem Umfang von bis zu 300 Millionen Euro im Jahr. Das spanische Fernsehen zeigte dicke Geldbündel mit 500-Euro-Scheinen, die die Polizei beschlagnahmt hatte. In einem Industriepark bei Madrid befindet sich die größte Ansiedlung von Lagerhallen für chinesische Güter in ganz Europa. (APA, 3.11.2012)

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