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Lindsey Vonn darf sich nicht mit den Männern messen.
Oberhofen - Die US-Amerikanerin Lindsey Vonn hat vom Internationalen Skiverband (FIS) am Samstag eine Abfuhr erhalten. Die FIS erteilte den Plänen der Weltcup-Dominatorin für einen Start bei den Männern eine Absage. "Es werden keine Ausnahmen gemacht", hieß es seitens der FIS nach dem Herbst-Meeting in Oberhofen/Schweiz.
Laut FIS ist ein Start in einem Rennen des anderen Geschlechts vom Reglement nicht vorgesehen. Vonn, die in den Speed-Disziplinen bei den Frauen seit vielen Jahren dominiert, wollte bei der Männer-Abfahrt in Lake Louise an den Start gehen. Bessere Chancen sieht die FIS für einen Auftritt von Vonn als Vorläuferin bei einem Männer-Bewerb, dafür müsse sie aber eine Anfrage an das jeweilige Organisationskomitee und die Jury senden.
Im Anti-Doping-Kampf hat die FIS eine markante Reglementänderung vorgenommen. Ab 2013 ist für alle Athleten bei FIS-Wettkämpfen der sogenannte Blutpass Pflicht. Anhand der Werte dieses Passes können Athleten von Wettkämpfen ausgeschlossen werden.
Enttäuscht zeigte man sich sowohl vom US-Verband als auch vonseiten des kanadischen Verbands über die Haltung der FIS. "Es ist wichtig für uns, Athleten wie Lindsey zu unterstützen. Sie hat Großes erreicht mit ihrer Beharrlichkeit, neue Herausforderungen zu suchen. Wir sind enttäuscht, dass das FIS Council den Vorschlag nicht unterstützt", sagte Bill Marolt, Präsident des US-Skiteams.
Er hatte sich zuvor in einem Brief direkt an FIS-Präsident Gian Franco Kasper gewandt. Der Weltverbandschef hatte betont, dass er nicht gegen den Plan Vonns sei, aber gewarnt: "Regeln sind Regeln und Ausnahmen sind gefährlich."
Unterstützung erhielt die US-Amerikanerin erneut auch aus dem kanadischen Lager. "Es wäre eine großartige Chance gewesen, das Profil des Sports zu schärfen, in dem man das Interesse von Menschen weckt, die normalerweise nicht Skirennen verfolgen", sagte Verbandspräsident Max Gartner. "Ich hoffe, Lindsey bekommt die Chance, sich ihren Traum zu einem späteren Zeitpunkt zu erfüllen." (APA, 03.11.2012)
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wie wärs mit einem mixed bewerb, wo einfach beide geschlechter (bzw alle) antreten können (qualifikation vorausgesetzt)?
einfach ein rennen in der saison. zählt für beide jeweils in ihrer wertung.
also keine extra "vonn-regel", kein problem mit der wertung oder "trainings-vorteil"
wär eh nur eine einmalige sache gewesen - bissel trara für die vonn und für den skisport in nordamerika um wenig aufwand.
dass die herren nicht begeistert sind, wenn sich die vonn bei ihrem rennen wichtig macht - ok (andererseits hätten sie sie ja gleich mal herpanieren können - und a ruh is)
dass die anderen läuferinnen nicht begeistert sind - auch ok
dass die fis sich hinter paragraphen versteckt und nur blödsinnigkeiten erlaubt, die sie selber ausgeheckt hat (15sec. slalom in moskau um weltcuppunkte!) - ok, versteh ich auch.
dass aber auch das gewöhnliche publikum dagegen ist -- wundert mich irgendwie!
in summe hat sich die vonn auf jeden fall wichtiger machen können und die fis ärgern, als wenn sie fahren hätte dürfen/müssen.
Ich hätt mir's eh auch angeschaut und war für einen Start - aber natürlich nur, wenn sie dann zumindest zu einer Damenabfahrt nicht zugelassen wird. Dass sie sich wieder nur die Rosinen herauspicken wollte (und natürlich jetzt auch nicht die Vorläuferin geben wird), ist wieder typisch Vonn.
Was ich allerdings nicht seh - so gern ich mir das Spektakel auch angeschaut hätte -, und worauf immer wieder fast beschwörend hingewiesen wurde, ist die "Aufwertung des Sports". Da steig ich irgendwie aus. Klar wär's ein Knüller gewesen - halt einen Tag lang. Und dann?
Ja, und natürlich hat sie ihre Medienaufmerksamkeit, ob sie jetzt startet oder nicht. Und die FIS steht wieder einmal blöd da. Darum ging's ja auch, oder nicht?
warum soll sie eine damenabfahrt auslassen müssen?
wenn man ihr unterstellt, dass sie nur einen trainingsvorteil nützen möchte (was natürlich blödsinn ist, ihr geht es um marketing, selbstinszenierung bzw. wohl wirklich auch um die herausforderung - warum glaubt ihr das keiner?),
dann würd es wohl reichen, wenn man ihr die woche drauf nur einen einzigen trainingslauf zugesteht .
und was heisst rosinen picken?
für eine vorläuferin ist ihr der aufwand zu gross bzw. der nutzen zu klein, das muss man ihr doch zugestehen?
ich seh auch keine kolossale aufwertung des sports, sondern nur eine kleine marketing-aktion, wobei aber ein tag in nordamerika um faktor x prominenter berichtet was ausmacht, und daher nicht nur die vonn profitiert hätte.
Ich wär ja eh noch kulant gewesen - laut FIS hätte sie in keiner der Abfahrten starten dürfen. Klar geht's ihr um die Herausforderung auch, aber noch mehr um die Selbstinszenierung. Und dass der Sport einen Tag lang profitiert davon, okay, das ist aber ein Nebenprodukt.
Und ja, sie pickt sich die Rosinen heraus, und ich finde das nicht in Ordnung, vor allem wenn man bedenkt, dass sie wissen müsste, wie die FIS Regeln sind.
das hat ja nichts mit regeln-kennen zu tun.
wenn ich glaube, eine gute idee zu haben, werd ich die ja wohl noch äußern dürfen.
und sie ist ja auch nicht die erste nr. 1 im damensport, die sich mit den herren messen wollte.
hat man ihr echt angeboten, als vorläuferin zu starten?
weil wenn der trainingsvorteil so gross wäre, dann dürfte man sie ja auch keineswegs als vorläuferin starten lassen!
und was genau meinst du mit rosinenpicken?
sie "kann" sich keine rosinen picken, sie "muss" sich sowieso wie alle anderen an alle regeln halten.
Ja, das haben sie ihr angeboten - als Vorläuferin zu starten. Natürlich könnte sie dann trotzdem nicht bei ihren Rennen starten, also das ist eh Makulatur.
Mit Rosinen picken meine ich, dass sie in der Herren-Abfahrt und dann trotzdem auch in allen ihren Rennen in Lake Louise starten wollte. Das heißt, sie wollte sich das Beste herauspicken, aber das geht natürlich eh nicht, schon richtig so. Und die Regeln *muss* sie kennen, also auf naiv spielen geht nicht. Was sie aber natürlich trotzdem immer wieder gerne tut, siehe Lenzerheide 2011.
Und was wären die Folgen gewesen?
Die Hälfte des Damenzirkus hätte ab sofort die Herren-Rennen als Training genutzt, wenn es zeitlich möglich ist.
Perfektere Bedingungen für Trainingsfahrten wird man sonst nämlich nicht bekommen, egal ob die Damen dann die gleiche Strecke nutzen oder nicht.
Und die Vonn hat keinen Extrastatus im Rennzirkus, auch wenn sie selbst das glaubt.
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