"Ich bin ein eher kritischer Geist"

3. November 2012, 18:32
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  • Austria - Ried

Philipp Hosiner (Austria-Dreifach-Torschütze): "Wir waren von der ersten Minute an spielbestimmend und haben uns unzählige Chancen erarbeitet. 14 Tore in 14 Runden, das ist wirklich eine sehr gute Bilanz für mich. Aber es werden auch andere Zeiten kommen. Und da müssen wir dann genauso weiterarbeiten."

Peter Stöger (Austria-Trainer): "Heute hat wirklich sehr viel funktioniert. Vor allem mit der Leistung vor der Pause war ich hoch zufrieden, da hätten wir schon viel höher führen müssen. Ich bin ein eher kritischer Geist, aber heute bin ich wirklich sehr zufrieden. Hosiner ist gut drauf. Er profitiert aber auch davon, dass rund um ihn viel gearbeitet wird. Hinter dem Ganzen steckt sehr viel Laufarbeit und Kombinationsfußball. Es ist noch weit zu früh von einem Zweikampf zwischen Salzburg und uns zu sprechen. Rapid abzuschreiben wäre fahrlässig. Und auch Sturm könnte von der Kaderqualität noch anschließen."

Heinz Fuchsbichler (Ried-Trainer): "Wir sind zurecht in ein fürchterliches Debakel geraten. Ich tue mir ein bisschen schwer mit einer Erklärung. Wir sind von Beginn an nicht in die Zweikämpfe gekommen. Die Austria hat viele Bälle in die Tiefe gespielt. Gegen einen in Hochform agierenden Hosiner ist es da für die Verteidigung unglaublich schwer."

  • Sturm - Rapid

Peter Hyballa (Sturm-Graz-Trainer): "Die erste Hälfte war saustark, hervorragend, dass war eine der besten, komplettesten Spielhälften, die wir je gespielt haben, seit ich da bin. Nach dem 2:0 sind die Spieler wieder in alte Muster verfallen, haben sich aber den Arsch aufgerissen und mit vollem Einsatz und Leidenschaft das Ergebnis über die Distanz gebracht. Das Cupspiel gegen Innsbruck war zum Kotzen, so darf man nicht ausscheiden, heute haben die Spieler die richtige Reaktion darauf gezeigt."

Peter Schöttel (Rapid-Trainer): "Die erste Hälfte war nicht gut, da waren wir mutlos. Erst nach dem 2:0 haben wir uns aufgebäumt und gezeigt, dass wir nicht verlieren wollen. Ein Lichtblick war, dass wir kraftmäßig gut draufwaren. Es ist ganz einfach zu erklären, wir brauchen nur besser spielen, dann gelingt uns das zweite Tor, dann machen wir den Punkt, das wäre okay gewesen."

  • Salzburg - Admira

Roger Schmidt (Salzburg-Trainer): "Das war ein Klassespiel, mit dem ich uneingeschränkt zufrieden sein kann. Endlich haben wir unsere Chancen verwertet und zu Null gespielt. Die Laufbereitschaft war sehr hoch. Die Mannschaft hat hervorragend gegen den Ball gearbeitet. So will ich das haben. Die Mannschaft findet immer mehr Spaß an dieser Spielweise. Die zweite Hälfte war noch besser. Wir haben das Tempo hoch gehalten. Es gab trotz der Überlegenheit keine Nachlässigkeiten."

Florian Klein (Salzburg-Verteidiger): "Wir waren von der ersten bis zur letzten Minute klar überlegen. Ich denke, dass der Sieg auch in dieser Höhe verdient ist. Wir haben das erste Mal in dieser Saison alles umgesetzt, was wir uns für 90 Minuten vorgenommen haben. Vor allem haben wir endlich unsere Chancen genützt. Man hat von der ersten bis zur 90. Minute gesehen, welche Spielfreude in dieser Mannschaft steckt. Wir waren auch in 1:1-Situationen sehr erfolgreich."

Dietmar Kühbauer (Admira-Trainer): "Es war ab der ersten Minute eine Selbstaufgabe. So kann man hier nicht bestehen. Wir haben nichts von dem umgesetzt, was wir die ganze Woche trainiert haben. Wir sind überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen. Wenn man so agiert, ist man gegen Salzburg Zweiter. Nach vorne war überhaupt kein Wille vorhanden. Die Niederlage ist dermaßen verdient, dass man nichts dazu sagen muss. Wir sind mit dem 5:0 noch gut bedient. Mit dieser Körperlosigkeit kann man keine Mannschaft der Welt schlagen. Dass wir derart die Hosen voll hatten, kann ich nicht akzeptieren."

  • Mattersburg - WAC

Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Ende der ersten und Anfang der zweiten Spielhälfte war es ein bisschen schwierig mit der Sicht. Vor der Pause hatten wir das Spiel ganz klar in der Hand und sind verdient in Führung gegangen. Danach ist der WAC stärker geworden. Die Kärntner haben eine spielstarke Mannschaft. Das Ausgleichstor war ein Wirkungstor. Das heißt, es hat uns zurückgeworfen. Dieses Tor hat uns aus unserer Spur gebracht."

Nenad Bjelica (WAC-Trainer): "Vor der Pause war Mattersburg besser, da waren wir ganz schwach. Ich war enttäuscht. Jeder in der Mannschaft hat gewusst, dass das vor der Pause zu wenig war. In der zweiten Halbzeit waren wir besser. Da sind wir besser in die Zweikämpfe gegangen, haben mehr Aggressivität gezeigt. Das war fast perfekt. Wir hätten am Schluss sogar noch gewinnen können. Wir sind leider nicht in der Lage, über 90 Minuten auf Topniveau zu spielen. Wir spielen immer 45 Minuten Top, und 45 Minuten Flop."

  • Wiener Neustadt - Wacker

Heimo Pfeifenberger (Wiener-Neustadt-Trainer): "Die erste Hälfte war unsere beste in dieser Saison, aber wir müssen einfach auch die Tore machen. Nach der Pause war nicht mehr dieser Elan da wie vorher, da haben wir uns zurückdrängen lassen. Die Niederlage war komplett unnötig, uns fehlen wieder drei wichtige Punkte."

Roland Kirchler (Wacker-Innsbruck-Trainer): "Unser Sieg war unverdient, die erste Hälfte war eine Katastrophe. So schlecht habe ich die Mannschaft noch nicht gesehen. Da hätte ich alle elf Spieler austauschen müssen. Mit dem Doppeltausch zur Pause habe ich ein Signal gesetzt, dann ist es besser gelaufen. Ich bin sehr zufrieden, dass wir jetzt vier Spiele gewonnen und auch den letzten Platz abgegeben haben."

Roman Wallner (Wacker-Innsbruck-Torschütze): "Nach der ersten Hälfte hätte es schon vorbei sein können. In der zweiten Hälfte haben wir uns gesteigert und waren auch die bessere Mannschaft. Der Sieg war enorm wichtig, fast wichtiger als der Sieg im Cup, da wir jetzt endlich weggekommen sind vom letzten Platz." (APA, 4.11.2012)

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