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Berlin - Der designierte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat nach einem "Focus"-Bericht in dieser Wahlperiode Nebeneinkünfte von rund zwei Millionen Euro erzielt. Zu den 1,25 Millionen Euro für seine Vorträge kämen noch Buchhonorare von rund 550.000 Euro, schreibt das Magazin unter Berufung auf eigene Berechnungen. Diese habe Steinbrück ausdrücklich nicht offengelegt - mit der Begründung, dass man ihm in diesem Bereich keine Abhängigkeiten unterstellen könne.
Laut "Focus" erhielt Steinbrück allein für sein Erstlingswerk "Unterm Strich" eine halbe Million Euro. Für das Buch "Zug um Zug" habe der Verlag mehr als 100.000 Euro gezahlt, die sich Steinbrück mit dem Co-Autoren Helmut Schmidt teile.
Hinzu kämen 115.000 Euro, die der Ex-Finanzminister bereits als Vergütung für sein Aufsichtsratsmandat beim Stahlkonzern ThyssenKrupp erhalten habe. Noch ausstehend sei ein Betrag von rund 65.000 Euro, der Steinbrück Unternehmenskreisen zufolge für das abgeschlossene Geschäftsjahr zustehe, schreibt das Nachrichtenmagazin. Zudem habe Steinbrück eine fünfstellige Summe für ein Interview im Geschäftsbericht des Baukonzerns Bilfinger Berger erhalten.
Steinbrück kommt nach einer Umfrage im direkten Vergleich mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf keinen grünen Zweig. Die deutschen Bundesbürger hielten Merkel für sympathischer, durchsetzungsfähiger und glaubwürdiger als Steinbrück, berichtete der "Focus" am Samstag unter Berufung auf eine Emnid-Umfrage.
Die CDU-Chefin vergrößerte auch ihren Vorsprung in der sogenannten Kanzlerfrage. Ende September wollten im Fall einer Direktwahl noch 46 Prozent der Befragten für Merkel und 37 Prozent für Steinbrück stimmen. Nun sind 51 Prozent für die Amtsinhaberin und nur noch 26 Prozent für ihren Herausforderer.
Noch größer ist die Schere im Osten: Dort kann die Kanzlerin mit 60 Prozent, Steinbrück nur mit 18 Prozent rechnen, ergab die Umfrage, wie auch die Zeitschrift "SuperIllu" berichtete. Merkel gelte als deutlich kompetenter in der Europapolitik und bei der Sicherung der Sozialsysteme. Steinbrück könne immerhin in der Wirtschafts- und Finanzpolitik punkten.
62 Prozent der Bundesbürger halten die Kanzlerin in der Europapolitik für fähiger als Steinbrück, nur 17 Prozent sehen den SPD-Mann vorn. Selbst SPD-Anhänger trauen der CDU-Vorsitzenden hier mehr zu: 60 Prozent halten Merkel für besser, nur 28 Prozent sehen im eigenen Kandidaten den besseren Europapolitiker.
58 Prozent aller Befragten halten Merkel für durchsetzungsfähiger als Steinbrück (24 Prozent). In Sachen Glaubwürdigkeit liegt die Kanzlerin mit 48 Prozent klar vor dem SPD-Politiker (21 Prozent). 50 Prozent meinen, Merkel sei sympathischer als ihr Herausforderer. Nur 21 Prozent sehen das andersherum. Bei den Frauen sind die Werte für Steinbrück noch schlechter.
Allein in der Wirtschafts- und Finanzpolitik kommt Steinbrück besser weg. Ihn halten 42 Prozent der Befragten für kompetenter, 37 Prozent Merkel. (APA, 3.11.2012)
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erschließt sich mir nicht.
Schnoddrige Sprüche, Pickelhaubendiplomatie und seichte Ouagadougou-Witzchen sind kein Zeichen auf einschlägige Qualifikationen.
Bei den FAKTEN hingegen schaut es so aus, dass er zuerst als verantwortliche Finanzaufsicht in Nordrhein-Westfalen die Pleite der West-LB mitzuverantworten hatte, und dann als Bundes-Finanzminister ein undifferenziertes und schlechtdurchdachtes Banken-Milliarden-Paket lanciert hat.
Die hunderttausenden Euros, die er als AR von Thyssen-Krupp kassiert, sehe ich als für einen Kanzlerkandidaten sehr kritisch an (da es sich bei DE um eine entwickelte Demokratie handelt, nicht um Österreich, wo sowas natürlich gänzlich unproblematisch wäre...)
immer am teuersten, weil schwer vermittelbare (peer lernte sein finanzhandwerk ja bei der west lb und was rauskam weiss man, ein milliardenschaden) in die wirtschaftspolitik eingreifen, ohne je damit in berührung gekommen zu sein oder die möglichkeit dazu zu haben. also blecht der steuerzahler die lehrjahre, die küngelei. und zwar immer die ärmsten am meisten (banken,energie,wasser, usw).
apropo:
http://www.tagesspiegel.de/meinung/p... 29698.html
ja, die reichen, die konservativen und fdp liberalen sind auch nicht weniger korrupt, aber die wissen wenigstens wo auch die kohle herkommt. oder sind schon reich.
darum wird sich auch einiges ändern.
so oder so.
Ein Teil des Geldes ist unproblematisch - zum Beispiel die Buchhonorare. Die wären's auch, wenn er einen Beststeller wie Harry Potter geschrieben hätte und damit Idar-obersteinreich geworden wäre.
Ein Teil der Honorare fällt aber ziemlich eindeutig in die Kategorie Landschaftspflege. Wenn er ein paar zigtausend für ein Interview bekommt, dann natürlich nicht, weil er da so Interessantes sagt. Sondern, weil der Zahler gerne möchte, dass ein Politiker in einer wichtigen Position einer ist, der von ihm schon mal viel Geld bekommen hat.
Das mag gerade noch nicht strafbar sein. Wahlchancen erhöht es eher nicht.
Nur hat er dann leider die Nerven weggeworfen und damit der Neidgesellschaft einen Angriffspunkt geboten. So, wie der arme Meischberger, der ja ganz tolle Leistungen erbracht hat, und sich nur vor lauter Heldentaten gerade nicht mehr erinnern konnte, welche den konkreten Fall betrafen.
- dummes Zeug. Steinbrück erzählt auf solchen Voträgen nichts, was er nicht auch anderswo publiziert. Ginge es um die Inhalte, wäre es weitaus einfacher, sich von Referenten diese Inhalte zusammentragen zu lassen.
Aber gut: Wer hinreichend entschlossen ist, auf der 'eigenen Seite' weder Fehl noch Tadel zu erkennen, wird das auch nicht tun.
Na gut, wenn man sich die Nase fest genug zuhält, muss man den Geruch nicht wahrnehmen. Wenn nicht, stellt man fest, dass in Deutschland zwar vielleicht nicht ganz so dreist wie in Ösistan kassiert wird. Dass aber auch die Steinbrücks und Wulffs, wenn auch vermutlich nicht direkt kriminell, so doch diskreditiert sind. Mit der Höhe hat das übrigens nicht direkt zu tun. Auch durch wnige 100€ könnte ein Straftatbestand erfüllt sein.
Und nicht umgekehrt.
Steinbrück scheitert an seiner Gier.
Eigentlich fand ich ihn für einen Spdler immer ganz gut.
Doch wenn man genauer hinsieht, ist er eigentlich ein absoluter Loser.
Bei seiner ersten und einzigen Wahl abgewählt in NRW.
Dann als FM Desaster wie die erzwungene DresdnerBank Übernahme durch die Cobank oder die sogenannte "Ökoprämie".
Alles ein Scherbenhaufen.
Nach dem FM hatte er dann neben seiner Abgeordnetentätigkeit viel Zeit, um abzukassiern.
Ok, die übliche Reihenfolge.
Dann fällt ihm, und natürlich auch der Spd, wieder ein, dass Bundeskanzler auch mal ganz schön ist.
Irgendwie scheint er da bei seiner Karriereplanung durcheinander gekommen zu sein.
Steinmeier hat's schon probiert (Kanzler zu werden), Steinbrück versucht es gerade und hat schlechte Karten.
Als letzter aus dem SPD-Führungstrio wird dann 2017 wahrscheinlich Gabriel vorübergehend den Kanzlerkandidaten spielen dürfen.
Hauptsache, keiner an der Spitze der SPD weicht auch nur einem Millimeter vom "wahren Weg" ab, den Schröder vorgegeben hat.
Zu Steinbrücks konzerngespeister Geldscheffelei (aber nicht nur dazu) meine Frage:
Wie konnte die SPD Willy Brandts nur derart verkommen?
P.S.
Sonntagsfrage lt. Forsa (veröffentl. 30.10.2012):
CDU/CSU 38%, SPD 26%
http://www.wahlrecht.de/umfragen/index.htm
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