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Kampala - Uganda will seine Truppen aus dem Krieg gegen radikalislamische Milizen in Somalia und dem Friedenseinsatz im Kongo zurückziehen. Das Land reagiert damit auf einen Bericht der Vereinten Nationen, dem zufolge Kampala die Rebellentruppe M23 im Nachbarland Kongo unterstützt. Der "Amateur-Bericht" der UNO sei falsch, erklärte Ministerpräsident Patrick Amama Mbabazi am Freitag im Parlament.
Uganda hat mit Mandat der Afrikanischen Union Tausende Soldaten für den Kampf gegen die radikalislamischen Kämpfer der Shebaab-Milizen abgestellt. Die AU-Truppe zur Unterstützung der Regierung in Somalia (Amisom) wird von der Europäischen Union finanziell unterstützt.
"Warum sollen die Kinder Ugandas (bei Einsätzen) sterben, wenn wir als Belohnung nur Verleumdung erhalten", sagte Mbabazi dem ugandischen "Daily Monitor" zufolge. Uganda habe beschlossen, "sich aus allen regionalen Friedensbemühungen vollständig zurückzuziehen".
Laut dem UNO-Bericht unterstützen Uganda und Ruanda die M23 in ihrem Kampf gegen die kongolesische Regierung im Osten Kongos. Beide Länder bestreiten dies. Uganda war Motor der regionalen Bemühungen um eine Lösung des Kongokonfliktes gewesen; Mbabazi plädierte am Freitag für eine Verhandlungslösung mit der M23. Kampala stützt auch das Regime der Zentralafrikanischen Republik. (APA, 2.11.2012)
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