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Wien - Es war der zweite von vier Abenden des Pittsburgh Symphony Orchestra im Wiener Musikverein, und es war ein durchaus vom Alltäglichen befreiter: Chefdirigent Manfred Honeck hat - mit Bedacht auf Allerheiligen - in Mozarts Requiem einiges implantiert. Da umrahmten das Werk Glockenschläge und erklangen zwischendurch in schöner Klarheit dargebotene Gregorianische Choräle (Choralschola der Wiener Hofmusikkapelle).
Zudem war da auch Michael Heltau: Er las mit leicht melancholischem Tonfall aus einem Mozart-Brief an den Vater, evozierte einen mild verzweifelten Ausdruck bei Offenbarungen des Johannes und kam wieder zur Melancholie zurück, als es um Gedichte von Nelly Sachs ging. Auf die Form des Werks wirkte das herausfordernd. Einem bekannten Werk wie dem Requiem, das mit dem Singverein und Solisten wie Sunhae Im, Gerhild Romberger, Paul Appleby und Liang Li solide interpretiert wurde, tat ein Experiment wie dieses indes gut.
Ein großer Kontrast zu Herbert Willis Violinkonzert Sacrosanto: Fanfarenartig-opulent setzt es an, beruhigt sich, so der vorzügliche Geiger Nikolaj Znaider in hohen Lagen insistent agiert. Das Werk treibt das Orchester im Grunde zwischen flächigem, ostinatohaftem Innehalten und prägnanten Rhythmen, wobei der Dialog zwischen Klangkörper und Geige bisweilen jazzige Formen annimmt.
Da swing es sanft, während die Violine ein paar Phrasen einbringt und das Geschehen immer wieder mit einem Glissando zum Stillstand bringt. Einige Male passiert dies, und durch die Wiederholung des Vorgangs stellt sich auch eine humoristische Note ein. Zum ein wenig bremsend wirkenden Nachteil wird die etwas blockhafte Form des akklamierten Werkes. (Ljubiša Tošic, DER STANDARD, 3./4.11.2012
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Eine so schlechte Interpretation des Requiem habe ich noch nie gehört. Falsch gespielt, unklares Geschummer, ungenaue Einsätze, unlogische Tempi, der Chor desorientiert... Desaster. Hat wehgetan.
(Im Internet-ö1 gehört; hat nicht die beste Tonqualität, aber das zu bemerken hats gereicht.)
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