Stronachs schwieriger Start in den Ländern

Verena Langegger, Peter Mayr
2. November 2012, 19:19
  • Frank Stronach will auch in den Bundesländern mitmischen und bei den 
Wahlen antreten. Vor allem in Niederösterreich tut er sich dabei aber 
sehr schwer.
    foto: standard/cremer

    Frank Stronach will auch in den Bundesländern mitmischen und bei den Wahlen antreten. Vor allem in Niederösterreich tut er sich dabei aber sehr schwer.

Das Team Stronach mobilisiert in den Ländern - Es fehlt aber noch an Kandidaten und Parteistrukturen

Innsbruck/Wien - Bereits Anfang Oktober hat der Industrielle Frank Stronach seine politischen Fühler nach Tirol ausgestreckt. "Es läuft gut", sagt Stronachs Koordinator im Westen, Alois Wechselberger. Der ehemalige Freiheitliche hat mit seiner Liste "Tiroler Patrioten" (Slogan: "Wir kennen keine Parteien, wir kennen nur Tiroler") bei Stronach eine neue politische Heimat gefunden. Und offenbar nicht nur er. Der Zustrom sei groß, sagt Wechselberger. Es gebe zwar noch keine Partei, aber rund 500 Inter essierte hätten bereits per Vorab-Antrag signalisiert, Mitglied eines Tiroler Stronach-Teams werden zu wollen.

Derzeit würden die Bezirksgruppen aufgebaut, eine Geschäftsstelle in Innsbruck sei bereits angemietet, eine Sekretärin organisiert. Wechselberger rechnet fest damit, dass das Team Stronach bei der Landtagswahl in Tirol im Frühjahr 2013 antreten wird. Entscheidendes fehlt aber noch: die Kandidaten. Diese stünden noch nicht fest, es seien aber auch Schwarze und Rote interessiert. Bis Ende des Jahres will sich das Team Stronach entscheiden, ob es sich in Tirol einer Landtagswahl stellt, bestätigt auch der inoffizielle Klubchef des Teams im Nationalrat, Robert Lugar.

"Ein großes Land"

Auch in Niederösterreich wird landesweit genetzwerkt. Die Tochter der ehemaligen ÖVP-Innenministerin Liese Prokop, Karin Prokop, versucht, Strukturen aufzubauen. Der Job ist hart: Niederösterreich "ist ein großes Land", deutet Lugar die Schwierigkeiten an. Klar sei: Er selbst will nicht Spitzenkandidat bei der Landtagswahl sein.

Wenigstens diese Sorgen muss sich das Team Stronach in Kärnten nicht machen: Mit dem Bürgermeister von Spittal an der Drau, dem Ex-SPÖ-Nationalratsabgeordneten Gerhard Köfer, gibt es schon einmal einen Spitzenkandidaten für die Wahl im Frühjahr. Hinter den Kulissen werde an den verschiedenen Themen - "Kärnten ist ja eine große Baustelle" - gearbeitet, offiziell in den Wahlkampf werde Ende November gestartet, sagt Köfer zum Standard. Ab Montag gibt es in Klagenfurt auch die Wahlkampfzentrale, in der dann der Landesgeschäftsführer und zwei Assistenten arbeiten sollen. Köfer sieht sich auf einem guten Weg, so würden sich Menschen "aus allen Gesellschafts- und Bildungsschichten bei mir zur Mitarbeit melden".

Dass es in Wien noch immer Streit um den Klubstatus gibt, versteht er nicht. Das seien "unnötige parteipolitische Spielchen". Mit seinen Ex-Kollegen in der SPÖ findet er sein Auskommen: "Jene, die mich nie leiden konnten, ziehen das weiter durch." Köfer nimmt's locker: "Die sind wenigstens konsequent." (Verena Langegger, Peter Mayr, DER STANDARD, 3.11.2012)

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interessant, daß er nicht in graz antritt...

ich hoffe sehr

dass Stronach zumindest in NÖ antritt. Nur er kann es vermutlich schaffen, Erwin dem Ersten die Absolute wegzunehmen und diesem schönen Bundesland ein wenig mehr Demokratie und Würde zu geben.

ja, eh der erwin

aber glauben sie wirklich dass strohsack für demokratie steht?? ich mein, er hat sich grad ein paar abgeordnete gekauft.. und haben sie diesen hutständern zugehört? "das wird der frank entscheiden, darüber werden wir noch mit dem frank sprechen...."
was hat das mit DEMOKRATIE zu tun?
diese nudlaugen haben endlich eine führerperson gefunden und dort ist sein wort gesetz... so wie der baumgartner, der wünscht sich auch einen "führer light", sauerstoffmangel?? seufz...

franky boy könnte ja anfangen die tiroler övp zu kaufen.....gäbe sicher genug, die liebend gern fürgeld die seite wechseln würden....bei meiner ehr!!

so leicht kaafst an Tiroler a wieder nitt

im ibrigen gilt bei ins in Tirol allaweil no dös olte Prinzip:
bischt a Tiroler, bischt a Mensch;
bischt koana, bischt a Oa****loch
Und da Großonkel Frank isch koa Tiroler nitt.

des isch der van Staa a nit und hockt trotzdem im Låndtåg!

P.S.: Bei so vielen rechten Parteien kinnatma muanen, de wellen den Linken a Chance geben...

kloane Zusatzfrog: sein Se a Sidtiroler ?

i mein schon, ha ?

obar da Van Staa isch dös Schwiegabüable vom olten Walli

(= ehem. LH Wallnöfer) und dös mocht's wida wett,
dea isch souzusogn a Beute-Tiroler, kloar ?

oh die doppelte Verneinung

jo mei, inser Dialekt isch holt a so wiara isch, hosch mi ?

P.S.: ollaweil de G'schaitaln ausm Oscht'n

Ich wünsche Stronach beim Antreten bei der Tiroler LTW

jetzt schon das Allerbeste;-) Nur: Er sollte halt nicht vrgessen, dass sein Klientel in Tirol bereits bei der letzten Wahl Dinkhauser mit mehr als 18% abgesteckt hat. Und selbst, wenn man bedenkt, dass Dinkhauser in derzeitigen Umfragen immer noch bei etwa 8% liegt, so müsste Frankyboy schon diese verlorenen 10% Dinkhausers auffangen:-)) Nur: Die Konkurrenz schläft nicht:-)) Ist auch in der Politik so:-))

Ferengi-Regel der Bereicherung #261

"Ein guter Geschäftsmann kann sich Alles leisten - außer ein gutes Gewissen."

das ist aber eine seehr alte Regel

Der Slogan sollte wohl eher lauten:
"Wir wollen nicht arbeiten, deshalb gruenden wir eine Partei"

Karl Marx zu Strochach, II

ich bin ein schlechter, unehrlicher, gewissenloser, geistloser Mensch, aber das Geld ist geehrt, also auch sein Besitzer. Das Geld ist das höchste Gut, also ist sein Besitzer gut, das Geld überhebt mich überdem der Mühe, unehrlich zu sein; ich werde also als ehrlich präsumiert; ich bin geistlos, aber das Geld ist der wirkliche Geist aller Dinge, wie sollte sein Besitzer geistlos sein? Zudem kann er sich die geistreichen Leute kaufen, und wer die Macht über die Geistreichen hat, ist der nicht geistreicher als der Geistreiche? Ich, der durch das Geld alles, wonach ein menschliches Herz sich sehnt, vermag, besitze ich nicht alle menschlichen Vermögen? Verwandelt also mein Geld nicht alle meine Unvermögen in ihr Gegenteil?

Karl Marx zu Strochach, I

Was durch das Geld für mich ist, was ich zahlen, d. h., was das Geld kaufen kann, das bin ich, der Besitzer des Geldes selbst. So groß die Kraft des Geldes, so groß ist meine Kraft. Die Eigenschaften des Geldes sind meine – seines Besitzers – Eigenschaften und Wesenskräfte. Das, was ich bin und vermag, ist also keineswegs durch meine Individualität bestimmt. Ich bin häßlich, aber ich kann mir die schönste Frau kaufen. Also bin ich nicht häßlich, denn die Wirkung der Häßlichkeit, ihre abschreckende Kraft ist durch das Geld vernichtet. Ich – meiner Individualität nach – bin lahm, aber das Geld verschafft mir 24 Füße; ich bin also nicht lahm;

nennt sich das nicht

Dagobert Duck-Syndrom ?

le roi est mort, vive le roi wirds bei dieser Partei wohl nie heißen. MaW: wenn den Herrn Stronach, auch wenn ich ihm noch viele glückliche Jahre wünsche, das zeitliche segnet, wird der Partei ebendieses Schicksal blühen.

stronach sucht und findet .... ausgestoßene, abseits gestellte, kärntner minderheiten!

wenn jemand so unwählerisch ist wie stronach, dann wirft das ein klares bild auf seine mentalität: er legt sich mit jeder braut ins bett, die ihm zu dem verhihilft, was er will!

und die auserwälten sind dann noch froh, diener eines herren sein zu dürfen.

tägliche nullmeldungen, und warum wohl bäckt der s!and@rd immer wieder die gleichen semmerl auf?

schauts die piratenpartei an, mangels öffentlichkeitsrelevanten botschaften ist sie medial im koma.
nur der frank wird von den printmedien durch inhaltsolse artikel künstlich im gespräch gehalten. das kann wohl kein zufall sein, da verfolgen die blattbesitzer ein eigeninteresse.

journalismus, die 4. säule der demokratie? geh bitte. den ernst-strasser-gedächtnispreis haben die alle miteinander verdient.

kÖNNTE ES SEIN DASS DER STANDARD LINKS IST UND DAHER EINE ZERSPLITTERUNG DES BÜRGERLICHEN LAGERS FÖRDERN WILL?

Nur blöd, daß Stronach auch der SPÖ Stimmen wegnehmen wird.

Sie meinen den KHG-Preis für "unschuldige" Medien-Präsenz

oder den werner-faymann-preis

für besondere leistungen zur förderung der parlamentarischen kontrolle?

ja, der ginge auch

im übrigen müsste er sich dann
Werner Fay(g)mann-Preis
schreiben.

Die Strohsackpartei hat eine wesentliche Message, und das ist keine Nachricht, bitte nur in Deppenenglisch: "Get out aus dem Euro."

Die Piratenpartei hat äh-bla-äh-grummel-äh-fasel-buhh-äh.

Sie erkennen den Unterschied?

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