Immobilien-Löwen brüllen nicht

2. November 2012, 17:11
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Benko investierte 4,5 Milliarden - Griechischer Partner Economou als Stütze

Wien - Eigentlich hat es René Benko gerne ruhig. Diskretion gilt als große Tugend im Geschäft mit betuchten Anlegern, die ihr Geld in Zeiten drohender Inflation verstärkt in hochwertige Immobilien leiten. Davon hat der Tiroler Selfmade-Mann einige zu bieten - sei es in Form von Wohnungen, Developments oder diversen Beteiligungsformen für institutionelle und private Anleger. 4,5 Milliarden wurden so bisher investiert.

Beinahe wären es zwei Mrd. Euro mehr, die Benko in die Übernahme der deutschen Kaufhof-Gruppe stecken wollte. Doch Metro stoppte den geplanten Verkauf plötzlich. Geldwäschevorwürfe im Zusammenhang mit einer luxemburgischen Gesellschaft sollen dem deutschen Konzern zu Jahresbeginn sauer aufgestoßen sein. Die Ermittlungen wurden eingestellt. Nun stört die Justiz neuerlich die Kreise des zurückhaltenden Immobilien-Löwen, der seine Aktivitäten von prominenten Fürsprechern flankieren lässt. Mit George Economou hat sich der reiche griechische Reeder und Kunstsammler an der Signa Holding beteiligt. Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking hat sich an einer Signa-Tochter beteiligt und sitzt ebenso wie Alfred Gusenbauer und die frühere Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer im Beirat der Gruppe. (red, DER STANDARD; 3./4.11.2012)

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