Wrack der "Costa Concordia" ist gesichert

2. November 2012, 16:58
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Schiff soll im Frühjahr weggeschafft werden

Rom - Das Wrack der "Costa Concordia" ist gesichert. Das im Jänner vor der Insel Giglio gekenterte Kreuzfahrtschiff kann jetzt nicht mehr in tiefes Wasser absinken. Für den wichtigsten ersten Bergungsschritt habe man allerdings zwei Monate länger als geplant benötigt, räumte Italiens Zivilschutzchef Franco Gabrielli am Freitag auf der Insel ein. Es sei aufwendig gewesen, das Kreuzfahrtschiff abzustützen.

Schiff soll im Frühjahr weggeschafft sein

Nun komme es bei den weiteren Arbeiten darauf an, den Insulanern durch einen rechtzeitigen Abtransport die nächste Sommersaison zu retten, erklärte Gabrielli, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Das Schiff sollte nach bisherigen Plänen im Frühjahr weggeschafft sein.

Taucher sollen unter dem Wrack jetzt zunächst einen Betonboden legen und große Streben für Plattformen installieren, um das Schiff aufzurichten und weiter abzustützen. Ob der Abtransport bis zum Beginn der Sommersaison gelingen kann, ist nach Gabriellis Worten aber nicht sicher. Klappt das Aufrichten des 290-Meter-Kolosses, dann sollte das Schiff Ende Mai in eine Werft auf dem Festland gebracht und dort verschrottet werden. Die Arbeiten kosten Hunderte Millionen Dollar.

Prozessbeginn frühestens 2013

Bei der Havarie des 290 Meter langen Kreuzfahrtschiffes kamen 30 Menschen ums Leben. Zwei gelten immer noch als vermisst. Die Costa Concordia war zu nahe an die Insel Giglio herangefahren, hatte einen Felsen gestreift und war mit mehr als 4.200 Personen an Bord, darunter 77 Österreicher, gekentert. Ein Prozess dürfte frühestens 2013 beginnen. (APA, 2.11.2012)

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