Beate Uhse: "Der Mann als Kunde ist ins Internet verschwunden"

Konzern setzt verstärkt auf weibliche Kundschaft

Der deutsche Erotik-Konzern Beate Uhse richtet sich verstärkt auf weibliche Kundschaft aus. Das Geschäftsfeld habe sich völlig verändert, sagte der Vorstandsvorsitzende Serge van der Hooft in einem vorab veröffentlichten Interview mit der "Welt am Sonntag". "Der Mann als Kunde ist ins Internet verschwunden", sagte van der Hooft. "Heute sind Frauen unsere Zielgruppe."

Kein Geld mit Sexfilmen

Sexfilme, die früher 90 Prozent zum Geschäft beigetragen hätten, seien nicht mehr gewinnbringend zu verkaufen, sagte der Beate-Uhse-Chef. Hier werde die Nachfrage inzwischen über das Internet gestillt. "In ein paar Jahren wird kein Sexladen mehr Videokabinen haben." Zum Umsatz von Beate Uhse tragen laut van der Hooft vor allem Dessous und Sexspielzeug bei; der Verkauf laufe überwiegend über den Online-Handel. Der Umsatz über das Internet-Kaufhaus Amazon lege mit zweistelligen Zuwachsraten zu. Die zunehmende Bedeutung des Onlinehandels spiegelt sich auch in der Zahl der Beate-Uhse-Filialen wider: In den vergangenen Jahren wurde ihre Zahl auf 126 Läden halbiert. (APA, 02.11. 2012)

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