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Im langjährigen Gerichtsstreit um überteuerte Telefonbuch-Daten hat die Auskunftsfirma Telegate erneut gegen die Deutsche Telekom gesiegt. Der Bundesgerichtshof (BGH) habe entschieden, dass der Bonner Konzern eine weitere Entschädigung von 50 Mio. Euro zahlen müsse, teilte Telegate am Freitag mit.
Bereits im Sommer hatte der BGH die Telekom dazu verurteilt, 47 Mio. Euro Schadenersatz an die Münchner Firma zu überweisen. Die Nachricht verhalf der Telegate-Aktie am Mittag zu einem Kurssprung von neun Prozent auf 6,55 Euro. Bei der Deutsche Telekom war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.
Die Deutsche Telekom und das bayerische Auskunftsunternehmen streiten sich schon seit Jahren vor Gericht über Rechnungen für das Überlassen von Namens- und Telefondaten aus den Jahren 1997 bis 2004. Für die Angaben hat der ehemalige Staatsmonopolist nach Ansicht von Telegate zu viel Geld verlangt. Telegate klagte dagegen und bekam nach einem Gang durch die Gerichtsinstanzen vom BGH Recht. Telegate sieht in den Entscheidungen der Karlsruher Richter eine positive Basis für zwei weitere anhängige Schadenersatzklagen im Volumen von 110 Mio. Euro. (Reuters)
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