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Bamako/Brüssel - Die Vereinten Nationen erwarten beim geplanten internationalen Militäreinsatz in Mali von den Europäern einen "signifikanten Beitrag". Der Konflikt in dem westafrikanischen Land könnten "nicht nur die Nachbarstaaten destabilisieren, sondern auch nach Europa übergreifen", sagte der UN-Vize-Generalsekretär Herve Ladsous der "Financial Times Deutschland" (Freitagsausgabe). Die Ausbreitung von Terrorismus, Drogenhandel und Schleuserkriminalität im Norden Malis sei nicht nur ein Problem für die Region.
Zugleich betonte der für Friedensmissionen zuständige Ladsous, dass ein möglicher Kampfeinsatz gegen die islamistischen Rebellen im Norden Malis Aufgabe der afrikanischen Staaten sei. "Wenn es darum geht, den Norden zurückzuerobern, ist es völlig klar, dass die Afrikaner das selbst machen müssen", sagte der französische Diplomat. Er erwarte "eine Art Koalition der Willigen" aus Mitgliedern der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) und der Afrikanischen Union mit logistischer Unterstützung von EU und UNO.
Eingreiftruppe
Im Norden Malis war im vergangenen Winter nach der Rückkehr von Tuareg-Söldnern aus Libyen ein Aufstand gegen die Zentralregierung ausgebrochen. Unzufriedene Soldaten stürzten Ende März die Regierung in Bamako, woraufhin die Tuareg-Rebellen innerhalb weniger Tage gemeinsam mit Islamisten den gesamten Norden unter ihre Kontrolle brachten. Seitdem vertrieben die Islamisten die Tuareg-Rebellen aus den größten Städten und riefen die Scharia aus.
Die ECOWAS-Staaten sind bereit, eine Eingreiftruppe von rund 3.000 Soldaten nach Mali zu schicken. Nach langem Zögern stimmte auch die Übergangsregierung in Bamako einem solchen Einsatz zu und bat den UN-Sicherheitsrat um ein Mandat für die Intervention, doch will der Rat zunächst Details geklärt wissen. (APA, 1.11.2012)
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