Österreichische Filmfestivals fordern höhere Budgets

1. November 2012, 20:36

Wien - Festivals bieten in Österreich eine unverzichtbare Öffentlichkeit für Filmkultur. Das Kulturbudget spiegelt dies jedoch nicht wider: Lediglich 770.000 Euro der Bundesmittel fließen in deren Förderung.

Vertreter des neu gegründeten Forums österreichischer Filmfestivals präsentierten Dienstagabend bei der Viennale deshalb einen Maßnahmenkatalog: Die 18 Filmfestivals - darunter die Viennale, die Diagonale, Crossing Europe, Tricky Women, VIS und das Internationale Filmfestival Innsbruck - fordern eine eigene Filmfestivalförderung, die auch für kleinere Plattformen, deren Mitarbeiter oft unter prekären Bedingungen arbeiten, eine faire Entlohnung ermöglicht.

Eine Aufstockung garantiert zudem erst, dass Vorführrechte der Filme entsprechend abgegolten werden. Wie unterschiedlich der Status von Festivals international ist, zeigt das Beispiel Schweiz: Von den 14 dort organisierten Festivals bekommt keines unter 350.000 Euro. (kam, DER STANDARD, 2.11.2012)

Siehe dazu:
"Raus aus der Kommastelle!"
Österreichs Filmfestivals bilden gemeinsame Front gegen die Schieflage bei Förderung und Arbeitsbedingungen

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.