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Skitouren im freien Gelände haben Zulauf.
Schladming/Wien - Es war schon auch eine Prestigesache. Am vergangenen Dienstag, exakt 97 Tage vor Beginn der Ski-WM, startete Schladming als eines der ersten Skigebiete in den Alpen abseits der Gletscher in den Winter. Dafür musste die Piste auf der Märchenwiese freilich auch ordentlich maschinell beschneit werden. Am Mittwoch folgte die Turracher Höhe an der Landesgrenze zwischen Kärnten und der Steiermark mit der Inbetriebnahme des ersten Liftes.
Der erste Wintereinbruch in den Bergen vor gut einer Woche war nur von kurzer Dauer. Aber er ließ Liftbetreiber auf dem Berg und die Skifirmen im Tal gleichermaßen aufatmen. "Da reichen wirklich überzuckerte Berge, und die Leute kaufen ein. Da geht es um Emotionen", sagt Siegfried Rumpfhuber, der Geschäftsführer von Kästle, dem STANDARD.
Gerettet ist die Saison der Skibranche damit natürlich noch lange nicht. "Der vergangene Winter war sehr hart. Da braucht man nichts schönzureden", sagt Rumpfhuber. Da die meisten Kaufentscheidungen von November bis Weihnachten fallen, ist der Sportfachhandel auf frühen Schnee angewiesen. "Im Vorjahr ist das Geschäft flachgefallen, weil Konsumenten bei der Warmwetterperiode von Oktober bis Ende Dezember aber sowas von keine Lust hatten, neue Ski zu kaufen." Die Schneemassen ab Jänner haben die Wintersportler entzückt, für Skifirmen war die Saison aber schon gelaufen.
Die fetten Jahre für die Skikonzerne sind vorbei. Führte der Carving-Boom vor fünf Jahren noch dazu, dass weltweit fast fünf Millionen Paar Ski verkauft wurden, rechnet Wolfgang Mayrhofer, Branchensprecher und Chef von Weltmarktführer Atomic, in dieser Saison mit etwa 3,1 Millionen. "Das ist aber die Talsohle."
Wachstumspotenziale sehen die Skifirmen vor allem abseits des klassischen Massenskilaufs. "Skitouren sind mehr als ein Trend", sagt Rumpfhuber. Dabei sind weniger Expeditionen im ausgesetzten, hochalpinen Gelände gemeint, die Lawinengefahren bergen und entsprechendes Fahrkönnen, Wissen sowie Sicherheitsausrüstung voraussetzen. Sanfte Skitouren lassen sich für Hobbysportler weit weniger gefährlich absolvieren: bergauf und bergab auf gesicherten Pisten oder auf Forstwegen. Seilbahnbetreiber und Grundstücksbesitzer in den Skigebieten sind mit dem Trend zum unabhängigen Winterwandern, das die Liftkarte obsolet macht, nicht gerade glücklich.
"In Innsbruck etwa gehen am Abend schon einmal sechs- bis siebenhundert Sportler den Patscherkofel mit Stirnlampen hinauf", sagt Rumpfhuber. Das Problem: Die Tourengeher nützen die frisch präparierte Piste auch für eine geniale Abfahrt. Darunter leidet die Pistenqualität für die Skifahrer am nächsten Tag erheblich, wenn die Spuren über Nacht zufrieren. "Da sind in einigen Skigebieten noch viele Gespräche mit Seilbahnbetreibern, Bergführern und Tourengehern nötig, um eine Lösung zu finden", sagt Rumpfhuber. Als Vorreiter für ein gemeinsames Miteinander hat sich das Pillerseetal etabliert, das Skitouren auf ausgewiesenen Forststraßen, Wanderwegen und auch auf Pisten erlaubt.
Tourengeher, die sich lieber mit unverspurten Abfahrten in einer ruhigen, tiefverschneiten Landschaft belohnen, werden ebenfalls mehr und mehr. Sie teilen sich den Pulverschnee abseits der gesicherten Pisten mit Freeridern, die fürs Hinaufkommen auch auf Lifte setzen. Die Gefahren im freien Gelände werden mit der Zunahme der Sportler im Hinterland aber nicht weniger.
So setzen Skigebiete wie das Kitzsteinhorn oder Sportgastein bereits auf Leit- und Informationssysteme für Freerider. Auf einer Infotafel auf dem Berg werden verschiedene Routen und auch der aktuelle Lawinenlagebericht angezeigt. Zudem wird auf spezielle Gefahren am Berg hingewiesen. Über einen Checkpoint kann auch die Funktionalität des eigenen Lawinensuchgeräts getestet werden. Entwickelt hat die Infobase der Unternehmer und Freerider Volker Hölzl. (David Krutzler, DER STANDARD, 2.11.2012)
Warnung vor Solotouren und Alkohol auf der Piste
2007 verrichteten auf Europas Skipisten 3100 Schneekanonen ihren Dienst. Heute steht diese Anzahl in drei heimischen Skigebieten. Der Energie- und Wasserverbrauch ist massiv gestiegen. 19.000 Kanonen sind im Einsatz.
Nachdem Schummeleien bei der Angabe von Pistenkilometern in Skigebieten aufgeflogen sind, plant Gerhard Heilingbrunner vom Umweltdachverband, die Staatsanwaltschaft wegen schweren Betruges einzuschalten.
Auch in anderen Alpenländern soll diese Methode zur Berechnung der Pistenkilometer herangezogen werden
Nach der Diskussion um falsche Angaben von Pistenkilometern könnten Klagen von Konsumenten wegen Irreführung folgen. Da es keine einheitliche Regelung für die Messung gibt, sind Ansprüche auf Preisminderung bei Liftkarten aber nicht sicher.
Gleichzeitig Rückgang der Unfälle
Nach der Kritik an der Schummelei mit Pistenkilometern wollen die Tiroler Seilbahner einheitliche und vergleichbare Maßangaben einführen. Derzeit kann jedes Skigebiet rechnen, wie es will
Vorwürfe gegen Behörden in neuem Buch über mysteriösen Fall Duncan MacPherson
Innsbrucker Studenten organisieren Mitfahrgelegenheit in Skigebiete
Unsicherheit bei Skivereinen und Bergbahnen wegen Sicherheitsvorkehrungen
Der 2003 gefundene kanadische Eishockeyspieler MacPherson wurde in der Gerichtsmedizin lediglich identifiziert. Obduziert werde nur auf Anordnung der Staatsanwaltschaft, sagt Gerichtsmediziner Walter Rabl
Obmann der örtlichen Lawinenwarn-Kommission stellt verpflichtendes Tragen von Lawinen-Airbags für Mitglieder zur Diskussion
Vorarlberger Skischulgesetz bricht Monopol der Skischulen, der Verband jammert
Der Streit um das Vorarlberger Skischulwesen ist noch nicht ausgestanden. Snowboardlehrer fühlen sich durch das neue Skischulgesetz diskriminiert. Der Verband der Skischulen mauert indes gegen einen europäischen Berufsausweis für Skilehrer
Lawinenexperte empfiehlt Tourengehern und Variantenfahrern Zurückhaltung
Nach diesem Winter ist Schluss, dann folgt Neupositionierung mit Ausbau von Sommerrodelbahn und Kinder-Sportland
Die Leiter der Lawinenwarndienste von Tirol und Salzburg halten Sperren im freien Skigelände für illusorisch
Bergführer Edi Koblmüller wurde in den Abruzzen von einer Lawine verschüttet. Dank ABS-Rucksack hat er überlebt - und seine Lehren aus dem Unfall gezogen
Erfolglose Gespräche zu Beteiligung am Ötscher, Semmering und Hochkar
Skifahren im freien Gelände boomt - Kurse an Schulen sollen Gefahren vermitteln
Acht Ländergesetze in Österreich für Unterricht im Schnee: Immer mehr Skilehrer drängen auf Selbstständigkeit, scheitern aber an den Rahmenbedingungen
Die jahrzehntelangen Diskussionen um das Kärntner Skigebiet Goldeck zeigen endlich Ergebnisse: 22 Millionen Euro wurden in neue Liftanlagen, Pisten und in zusätzliche Parkplätze investiert
Ungelöste Haftungsfrage ist Streitpunkt mit Alpenverein und Naturfreunden
Die massiven Schneefälle locken Freeride-Profis wie Hobby-Wintersportler in den Tiefschnee - Vor Lawinen schützen Demut vor dem Berg, Informationen und teure Ausrüstung
Ist halt ein Modephänomen. Schauen Sie sich mal an wieviel K2 für seine All-Mountain-Schis verlangt - die verdienen sich eine goldene Nase. Das was früher die Snowboarder waren sind heute die All-Mountain-Fahrer. Die Hersteller freuts, und in ein paar Jahren ist das ganze Tamtam wieder vorbei.
ist: wers einmal zusammenbringt, findet lifteln langweilig.
problem: die leut verwechseln das freie gelände mit einem naturpark wo ihnen gesagt wird was sie nicht tun sollen. drum latschen sie dann dort herum wo sie nicht hingehören.
Der Trend zu Skitouren hat 3 Hintergründe: a.) ist es sportlicher und so ein Ausgleich zum sitzenden Alltag b.) der Trend zur Rückbesinnung (niemand will beschallte Skipisten und künstliche Apres-Ski-Gaudi wie in einigen geförderten Skigebieten sowie eisige Kunstschneepisten c.) die horrenden Preise für Liftkarten
mit mir mit auf eine Skitour ... sie werden wahrscheinlich keine Beinmuskulatur mehr haben, wenns ans abwärtsfahren geht ... ;-)
--> "Normalskifahren" ist spezialisiert ... Touren breiter aufgestellt ... wir müssen beides ... rauf und runter ...
was die Leute landläufig als Skitouren bezeichnen ist doch Kinderjause.
Und ja, ich hab´s auch gemacht. Trau mir also schon ein Urteil zu.
Richtiges Skifahren ists nicht. Da hält auch das Material zuwenig. Bei größeren Sprüngen über Klippen hab ich bei dem Touren-Leichtbau kein gutes Gefühl. Wäre nicht die erste Bindung, die einfach abreisst, vom Ski ganz zu schweigen.
dann ist das, was Sie unter Skitouren verstehen eben die "landläufige Meinung" (wie ich es oben beschrieben habe) ... ich mache was anderes ... und Skitouren muss keine Klippensprünge beihalten, damits Skifahren sein kann ... aber auch das geht (mit dem richtigen Material)
Liftkartenpreise können an und für sich kaum ein Grund sein, da eine Tourenausrüstung doch um einiges mehr kostet als ein Pistenski.
Aber ja, es ist sportlicher, man kommt vom Lärm weg, man kann die alpine Landschaft geniessen und wenn man Glück hat in einem schönen Pulver abfahren! :)
Tourenausrüstung: 1000 bis 1500 EUR.
Pro Tour/Tag bezahle ich zwischen 15 und 30 EUR (= Spritkostenzuschuss).
Pisten: Pro Tag 35-45 EUR Liftkarte plus 15 - 30 EUR Spritkostenzuschuss.
Im Winter 2011/12 bin ich 27 Touren gegangen. Taugt mir voll.
1x war ich Pisten fahren, mehr als 1-3 x pro Winter brauch ich aber nicht.
Ich hatte tatsächlich falsch geschätzt. Aber mit 2000 ist man dabei.
Schi min. 100 Eur im Ausverkauf (Meru, ist von Atomic produziert, sicher nicht gut, reicht mir aber allemal: 56 Eur neu!)
Bindung 300
Felle 70
Harscheisen 50?
Piepserl 400
Schibrille 70
Dreiviertellange Unterhose 40
Touren-Schuhe 470 (brauche ich, andere passen nicht)
Schaufel 50
Sonde 30?
Hardshell-Jacke, wenn sehr kalt 300
Stutzen 20
Rucksack, Handschuhe, Fleecepulli und Trainingshose hatte ich.
...um gleiches Geld bekommt man eine Super-Tourenausrüstung, die hat man/Frau dann 1 Jahrzehnt tragen kann.
Gekauft wird beim Abverkauf, dann gehts noch billiger...Rat und Tat, welche Schi usw. holt man sich beim Alpenverein.
Naja, ganz so ist es nicht. Die Felle gehen nach 100 Touren ein, die Tourenschi halten auch nur dann 10 Jahrem wenn Sie nixcht viel fahren. Meine haben den ersten Tourenwinter hinter sich, und ich habe bereits fleißig Kratzer ausgebessert. Ich schätze, mehr als 5 Jahre sind nicht drinnen.
Allerdings spare ich bei den Schiern. Die kriegt man echt billig.
Für den Einstieg tut es ein günstiges Vorjahresmodell oder gebrauchte Latten auf jeden Fall.
Da Sie für die Ausbildung ohnehin einem Verein beitreten sollten (Lawinenkunde etc.) kann man Sie dort meist beraten und am Anfang Material leihen.
Ja Sie werden für die Grundausrüstung (Pieps, Schaufel, gute Kleidung gehören zwingend dazu) einiges auslegen aber dafür können Sie die Sachen auch > 1 Jahrzehnt benützen wenn Sie nicht unbedingt glauben, dem neuesten Trend nachhecheln zu müssen.
Wenn Sie sich dann noch ein einfacheres Konsumverhalten in Bezug auf Hüttenzauber zulegen, rechnet sich das in jedem Fall.
Auch Fahrgemeinschaften senken Kosten und Unfug.
Skiservice sollte man auch selber erlernen. Ist unschwer.
so viel teurer auch nicht:
das sicherheitszeug braucht man sowieso wenns auch vom lift ins gelände geht. schuhe, bindungen und ski sind mittlerweile so gut dass - wenn man vorher auch schon vom gebiet immer ins gelände ging - kaum abstriche machen muss und das gleiche eqipment dann auch fürs lifteln nehmen kann. natürlich: nur für piste ist ein racecarver schon was gaanz anderes, aber mittelbreite, harte freerider sind echt ein guter kompromiss wenn man net grade > 1500hm gehen will.
wenn man jedoch dann lang längerer zeit wieder mal mit dem racecarver fährt, hauts einem schon die augerl raus und kommt drauf dass piste auch was kann, anders, aber manchmal ist es schon geil. und: skifahren lernt man nicht auf tour sondern mit lifteln!
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