Elefant Koshik kann ein wenig Koreanisch

Klaus Taschwer
1. November 2012, 18:54
  • Koshik im Everland-Zoo beim "Interview" mit den Wissenschaftern Angela Stöger und Daniel Mietchen.
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    foto: dept. für kognitionsbiologie

    Koshik im Everland-Zoo beim "Interview" mit den Wissenschaftern Angela Stöger und Daniel Mietchen.

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  • Zwei Hörbeispiele für Koshiks Sprachtalent.

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Dickhäuter in südkoreanischem Zoo steckt sich Rüssel ins Maul, um Sprache zu imitieren - Laut Forschern sucht das Tier damit sozialen Anschluss

Wien - Warum die Kommunikation zwischen Menschen und klugen Tieren wie Elefanten oder Delfinen nur schlecht klappt, hängt unter anderem auch daran, dass die Tiere sehr viel höhere und tiefere Laute erzeugen - und das zum Teil auch noch auf ganz andere Art und Weise.

Aber es gibt Ausnahmen von besonderem Sprachtalent. Erst vergangene Woche berichteten Forscher im Fachblatt "Current Biology" über die verblüffend menschlichen Lautäußerungen des Belugawals Noc. Da die Kommunikation der Meeressäuger um mehrere Oktaven höher stattfindet, musste das Tier seine normale Methode der Lauterzeugung verändern.

Von einem ähnlichen Phänomen bei einem ganz anderen Tier berichtet nun ein Forscherteam, dem die Wiener Biologen Angela Stöger und Tecumseh Fitch vom Department für Kognitionsbiologie der Universität Wien angehören. Der Asiatische Elefant Koshik aus dem Everland-Zoo in Südkorea imitiert seine Pfleger auf Koreanisch so gut, dass Koreaner verstehen können, was er "sagt".

Rüssel im Maul

Den Schall muss der Elefant dabei auf ungewöhnliche Weise produzieren, da seine normalen Laute zum Teil so tief sind, dass Menschen sie nicht wahrnehmen können. Koshik steckt sich seinen Rüssel während der Lautäußerung ins Maul - vergleichbar einem Trompeter, der einen Dämpfer verwendet. Dabei ahmt er zwei Aspekte der menschlichen Sprache nach, wie die Forscher in "Current Biology" schreiben: die Tonhöhe und die Klangfarbe.

Koshik kann auf diese Weise fünf koreanische Wörter imitieren: "annyong" (hallo), "anja" (setz dich), "aniya" (nein), "nuo" (leg dich hin) und "choah" (gut). Nach Einschätzung der Forscher kennt Koshik die Bedeutung seiner imitierten Wörter allerdings nicht. Sie haben aber eine These, warum er menschlich zu sprechen begann: Koshik war in seiner Jugend der einzige Elefant im Everland-Zoo - und die Pfleger seine wichtigsten Sozialkontakte.  (Klaus Taschwer, DER STANDARD, 02.11.2012)


Abstract
Current Biology: An Asian Elephant Imitates Human Speech

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Halb-Wissenschaft...

wieder einmal schlaegt der Sensationalismus von Current Biology durch.

man muss sich erst ein bisserl mit dem thema auseinandersetzen um das gedröhne im video beindruckend zu finden...

Elefant: Und?
Österreicher: Ois a Schas...
Elefant: Wos soll i sagen..
Österreicher: Eben
Elefant: und für des hab i eure sprache glernt?
Österreicher: hättest eh net müssen...
Elefant: Ihr seits echte Drecksviecha
Österreicher: Geh in Oasch
Elefant: Trottel

Benjamin Blümchen - Prevolution

heißt der Zoowärter Otto? :)

Warum nicht umgekehrt?

Warum lernen nicht wir (als die angeblich Intelligenteren) die Tiersprache, anstatt darauf zu warten, dass die Tiere unsere Sprache lernen, um miteinander zu kommunizieren?

ganz einfach,

der klügere gibt nach. also der elefant.

ich muss sagen, ich finde es interessanter, die unzulänglichkeit ihrer verständnisbegabung zu beobachten als mit ihnen in einen dialog zu treten.
und darum geht es wohl auch, wenn man tieren das sprechen beibringt ;-)

ob man elefanten wohl rote stricherln beibringen kann?

weil wir uns den rüssel nicht in den mund stecken können?

Und das hat weiß Gott jeder Mann schon mal versucht.)

Da wird Long Dong Silver aber energisch widersprechen.

Weil Tiere keine Sprache im eigentlichen Sinn haben. Es fehlt die Grammatik. Tierlaute und Körpersprache von Tieren erlernen macht jeder Haustierbesitzer.

Und das nNachmachen von menschlichen Lauten ist auch kein erleren von Sprache, sondern es ist eine Verhaltensweise um Anschluß zu finden. Das passiert meistens dann, wenn das Tier nicht geügend Sozialpartner der eigenen Art hat.

das würd ich mich z.B. bei Walen nicht so zu behaupten trauen; die Kommunikationsmuster von Walen sind deutlich komplexer als die der Menschen.
Wir mögen noch keine Grammatik darin erkennen, heißt aber nicht, dass da keine exisitiert.

Im übrigen:
http://www.welt.de/wissensch... matik.html
http://www.innovations-report.de/html/beri... 58511.html
http://www.eurekalert.org/pub_relea... 042106.php
http://www.spiegel.de/wissensch... 13201.html

ps:
ah ja wie das bei Hunden funktioniert wissen wir ja von den Simpsons, wenn Knecht Ruprecht zuhört:

Blabla bla bla blablabla ..Futter .... Bla blablabla ..

der hund... blablablabla... muss weg... blablablablaaa!

dieser witz ist gestohlen!

da gibt es nämlich ein altes gary-larson-comic dazu:

http://3.bp.blogspot.com/-zeontXKf... s-hear.jpg

Komplexe Laute sind noch immer keine Sprache. Entscheidendes Merkmal einer Sprache ist die Grammatik, nicht die Komplexität der Laute.

Die Meinungen in den Links werden aber in der Wissenschaftswelt breit abglehnt. Dazu würde ich gerne peer reviewed papers sehen und die gegenstimmen dazu.

Die Menschen sind nicht intelligent genug um das zu tun.

und nun zum 2976342892756. mal:

"Warum die Kommunikation zwischen Menschen und klugen Tieren wie Elefanten oder Delfinen nur schlecht klappt, hängt unter anderem auch daran, dass die Tiere sehr viel höhere und tiefere Laute erzeugen - und das zum Teil auch noch auf ganz andere Art und Weise." Hängt ab, oder liegt daran...aber hängt daran und liegt ab bedeuten etwas ganz anderes...

Heißt "gut" nicht "jal"?

Koreanisch

Ja, "chal" (McCune-Reischauer) ist allerdings ein Adverb: siehe, z.B., "chal hessoyo" ("gut gemacht").

auch wenn das jetzt nicht von den betreffenden leuten gelesen wird

wenn man es anderen elefanten (zb jungtiere) dann einfacher macht, indem man die tonhöhe von menschlicher sprache technisch so weit senkt, das der elefant das direkt imitieren kann... was kommt dann raus.

scheinbar ists für elefanten das größere problem, einen trick zu erlernen, die sprache tatsächlich nachzuahmen als die sprache ansich...

Was soll schon groß rauskommen? Das Gleiche wie bei Papageien, nehme ich an: Ein Nachplappern ohne echtes Verstehen.

Sie verwechseln Papagaien mit Strache-Wählern.

Papageien können aber auch verstehen

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