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"Geh' nie zu Deinem Fürst, wenn Du nicht gerufen wirst" - diese alte Untertanenweisheit hat der ÖVP-Abgeordnete Werner Amon missachtet. Wenn man zum Palfrader-Kaiser in die Sendung geht, muss man schon sehr schlagfertig sein, um ohne blutige Nase wieder herauszukommen. Amon hätte sich denken können, dass er als VP-Fraktionsführer im Untersuchungsausschuss (der an der Abwürgung desselben Mitschuld trägt) unbarmherzig drangenommen werden will. Aber zuerst sehenden Auges ins Verderben rennen und dann bei der ORF-Führung intervenieren, damit eine peinliche Handschellen-Abführung herausgeschnitten wird - das verrät eine gewaltige Selbstüberschätzung des Bildungssprechers der ÖVP.
Amon muss sich aber nicht kränken. Die SPÖ kommt beim satirischen "Trio infernal" Palfrader/Scheuba/Maurer noch viel ärger dran. Diese Woche wurde in Wir Staatskünstler Kanzler Werner Faymann als leerer (Kinder-)Sessel dargestellt - mitsamt einem Koffer, der den Krone-Redakteur seines Vertrauens, Claus Pándi, symbolisierte.
Anschließend Michi (Häupl) und Maria (Vassilakou) in den rot-grünen "Szenen einer Ehe", wie sie Ingmar Bergman nicht in seiner depressivsten Phase eingefallen wäre.
Das ist (teilweise) sehr lustig und trifft (meist) leider auch den Kern: Wir leben in einer Republik der kleinen Formate. Es ist Satire am Rande der Verachtung.(Hans Rauscher, DER STANDARD, 2.11.2012)
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Endlich draufgekommen, an wen mich unser Hr. Bundeskanzler immer erinnert:
http://de.wikipedia.org/wiki/Date... nnchen.jpg
Die Österreichische Verbrecher Partei intervenierte HUNDERPROZENTIG dafür,
dass ihr unter Korruptionsverdacht stehender Unsympath Amon nicht einmal spaßeshalber wie ein Krimineller abgeführt wird.
Dieses kabarettistische Bild hätte sich einfach zu sehr als das perfekt Treffende bei den Zuschauern eingeprägt.
Volker Pispers - ... Live 2012 [CD2] - Stabile Verhältnisse [ab 2:02]
http://www.amazon.de/Volker-Pi... B007FQW6O0
"Ich mach seit 29 Jahren Kabarett über die selben Themen. [...] Über Rente, über Gesundheit, über Bildung, über Staatsverschuldung, über Steuergerechtigkeit, über Arbeitslosigkeit. Jetzt zeigen Sie mir mal einen von diesen zentralen Bereichen wo wirklich etwas besser geworden ist, durch die Politik dieser fünf Parteien."
Dass sich nichts ändert liegt nicht an den Kabarettist_innen, Georg Schramm hat eine ähnliche Ausführung in seinem Programm.
Ich bin eher der Meinung, dass Sie sich mit ihrem Urteil total überschätzen.
ich bewerte mein urteil nicht - und es wurde auch ziemlich falsch aufgenommen. Ich hör mir auch gern am Dienstag den Pispers im Radio an. War für mich einfach nur enttäuschend als ich die alten Programme gesehen hab bei denen er exakt den selben Text gesprochen hat...
Volker Pispers beginnt jeden Abend mit:
"Willkommen im politischen Kabarett. Das Programm heißt: 'Bis neulich' es ist und bleibt eine wilde Mischung, alte und neue Texte, und wenn ihr Lieblingstext nicht dabei sein sollte müssen Sie quasi nochmal wiederkommen."
Ich hab Ihn im September und vor einem Jahr live gesehen und kann ihre Erfahrung nicht bestätigen, er variiert die Texte immer wieder, natürlich sind auch immer Stellen dabei die man schon kennt. Aber zu verlangen, dass er jedes Jahr ein komplett neues, zweieinhalb bis dreistündiges Programm zusammenstellt ist schon etwas viel.
Davon dass er seit fünf Jahren mit dem exakt selben Text unterwegs ist kann keine Rede sein.
Er war Anfang an ein Propaganda-Sender der jeweils regierenden. Es war immer ganz normal dass politischer Einfluss geübt wurde und für teure Privileigien sind nach wie vor zu viele dazu bereit.
Wobei man vor 20 Jahren noch sagen musste dass staatliches Fernsehen notwendig war weil es ansonsten gar kein Fernseh gegeben hätte bzw der einzige Sender nicht in privater Hand sein durfte.
Aber heute gehöhrt zugesperrt und zwar erstatzlos und schnell weil er ist eine Belastung ersten Ranges für die Österreicher nicht nur wirtschaftliche sondern auch demokratiepolitisch
Entschuldigung, aber - wie rau im Artikel schreibt - wenn man so viel Dreck am Stecken hat, dann meidet man diese Sendung wohl besser, wenn man halbwegs denkfähig ist und nicht irrtümlich vermeint, ganz Österreich liege auf den Knien vor der eigenen Machtfülle.
Dass es einem das schlechte Gewissen auch nicht erleichtert, bei der Sendung locker zu bleiben, ist auch nicht wirklich eine Überraschung.
ich halte inhaltlich nichts vom amon und er ist mir auch sehr unsympathisch. und wissen muss er auch, dass er dort "drankommt"... aber offen gesagt:
ich verstehs auch etwas!
der punkt ist: das bild "amon in handschellen abgeführt" ist psychologisch so stark, das brennt sich in die köpfe von hunderttausenden österreichern ein.
das ist niemals mit einem leeren sessel oder einem koffer zu vergleichen ohne die tatsächlichen protagonisten.
und wenn er nichts ungesetztliches getan hat, versteh ich, wenn er das für übertrieben hält und diese szene nicht veröffentlicht haben will. ich find das einfach etwas übertrieben.
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