Börse Frankfurt schließt im Plus

2. November 2012, 19:08
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Beiersdorf mit einem Plus von mehr als sechs Prozent

Frankfurt am Main - Erfreuliche Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt haben dem DAX zum Wochenschluss ins Plus verholfen. Nach der Veröffentlichung der aktuellen Beschäftigungsdaten sprang der zuvor kaum veränderte Leitindex nach oben bis knapp unter die Marke von 7.400 Punkten. Mit einem Aufschlag von 0,38 Prozent auf 7.363,85 Punkte ging er aus dem Handel. Auf Wochensicht bedeutet dies ein Plus von 1,83 Prozent. Der MDAX rückte am Freitag um 0,16 Prozent auf 11.626,08 Punkte vor. Der bis zum frühen Nachmittag klar im Minus gelegene TecDAx erholte sich mit plus 0,11 Prozent auf 807,76 Punkte.

Dass im Oktober in den USA deutlich mehr Arbeitsplätze geschaffen wurden als erwartet, zeugt laut Marktanalyst Robert Halver von der Baader Bank davon, dass die Tendenz für die weltgrößte Volkswirtschaft nach oben weist. "Das billige Geld bringt die USA auf Vordermann", sagte er im Hinblick auf die lockere Geldpolitik der Notenbank. Die Spannung war deshalb besonders groß, weil den Jobdaten vor den anstehenden US-Wahlen am Dienstag ein besonderes Gewicht zukommen.

Unter den Einzelwerten stand die Aktie des Nivea-Herstellers Beiersdorf besonders im Fokus. Der Konsumgüterkonzern hob sein Jahresziel für den Umsatz an, was die Aktie bei 60,83 Euro auf den höchsten Stand seit dem Börsengang im Jahr 1929 katapultierte. Mit plus 7,24 Prozent auf 60,70 Euro ging sie aus dem Handel und ward damit bester Wert im DAX. Die Aktien von Henkel wurden ebenfalls mit nach oben gezogen - sie gewannen hinter Beiersdorf 3,51 Prozent.

Dahinter reihten sich einige konjunktursensible Werte ein. Im europaweit sehr freundlichen Automobilsektor waren die Aktien von BMW mit einem Aufschlag von 2,65 Prozent der drittgrößte Gewinner. Ein Plus von mehr als 1,48 Prozent verzeichneten die Anteilsscheine von Siemens. Hier stützte ein Bericht im "Handelsblatt", dem zufolge der Elektrokonzern sein Gewinnziel für das im September abgelaufene Geschäftsjahr wohl erreicht hat.

Die Aktien der zwei größten deutschen Banken reagierten entsprechend den Nachrichten über ihre Systemrelevanz gegenläufig. Die Commerzbank-Papiere legten um 0,33 Prozent zu, während die des Branchenprimus Deutsche Bank um 1,19 Prozent nachgaben. Der internationale Finanzstabilitätsrat hatte die Commerzbank von seiner Liste der Geldhäuser, deren Zusammenbruch eine große Gefahr für die Stabilität der Weltwirtschaft bedeuten könnte, gestrichen. Die Deutsche Bank dagegen zählt zu den vier potenziell gefährlichsten Instituten.

Abgeschlagen am DAX-Ende rangierten die Telekom-Aktien mit minus 3,52 Prozent. Laut dem "Handelsblatt" erwägt der Telekomkonzern wegen hoher Abschreibungen und Ausgaben für den Netzausbau eine Dividendenkürzung. Der Bonner Konzern wollte dies nicht kommentieren. (APA, 2.11.2012)

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