Kritik an Austragung des New-York-Marathons

1. November 2012, 14:55
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"Keine Zeit für eine Parade" - Bürgermeister Bloomberg unter Beschuss - Polizei, Feuerwehr anderswo gebraucht

New York - Die geplante Austragung des New-York-Marathons nur wenige Tage nach dem Wirbelsturm "Sandy" stößt auf Kritik. Von einer eklatanten Fehlentscheidung sprach die New Yorker Senatorin Liz Krueger. Sie erklärte am Mittwoch (Ortszeit) mit Blick auf die Aufräumarbeiten: "Ich verstehe, dass der Marathon der lokalen Wirtschaft Einnahmen bringt, aber seien wir ehrlich, er bindet erhebliche Kräfte. In keinem der Bezirke läuft es auch nur annähernd normal", sagte sie der "New York Times" zufolge.

James Molinaro, der Chef des Stadtbezirks Staten Island, appellierte an Bürgermeister Michael Bloomberg, die Entscheidung für die Austragung zu überdenken. Molinaro erklärte, er habe mit einer Absage gerechnet. "Mein Gott. Was wir hier haben, ist schrecklich, eine Katastrophe. Wenn sie laufen wollen, lasst sie für sich selbst laufen. Das ist nicht die Zeit für eine Parade", sagte Molinaro. Das 42,195 Kilometer lange Rennen durch die fünf Stadtbezirke beginnt traditionell auf der Verrazano Narrows Bridge in Staten Island.

Die Organisatoren sagten unterdessen die für Freitag geplante Eröffnungszeremonie ab. Auch ein fünf Kilometer langes Rennen in den Central Park am Samstag fällt aus. Offen ist, ob die Strecke geändert wird, obwohl sie nicht direkt von den Überschwemmungen betroffen war.(APA, 1.11.2012)

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