Asiens große Länder gewinnen an Tempo

1. November 2012, 12:09
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Chinas Einkaufsmanagerindex kletterte über Wachstumsschwelle - Indiens Konjunkturbarometer legt ebenfalls leicht zu - Südkoreas Exporte steigen wieder

Peking - Die großen asiatischen Volkswirtschaften nehmen wieder Fahrt auf. In China und Indien gewann die Industrie im Oktober an Schwung, während Südkorea nach dreimonatiger Durststrecke seine Exporte wieder steigerte.

Der offizielle Einkaufsmanagerindex für China stieg um 0,4 auf 50,2 Punkte, teilte das Statistikamt am Donnerstag in Peking mit. Das Barometer kletterte damit erstmals seit Juli über die Marke von 50 Punkten, ab der ein Wachstum im Vergleich zum Vormonat signalisiert wird. "Wir gehen davon aus, dass Chinas Wirtschaftswachstum nicht mehr nachlassen, sondern sich leicht erholen wird", sagte Ökonom Zhang Liqun vom Zentrum für Entwicklungsforschung des Staatsrates.

Darauf deutet auch der separat von der Großbank HSBC ermittelte Einkaufsmanagerindex hin. Er legte von 47,9 auf 49,5 Zähler zu und erreichte damit den höchsten Wert seit Februar. "Chinas Industrie hat die Talsohle durchschritten", sagte HSBC-Experte Hongbin Qu. Der Index für die Exportaufträge lag erstmals seit einem Jahr über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

Positive Signale aus Indien

Europas Schuldenkrise und die schlappe US-Konjunktur hatten das Wachstum in China im dritten Quartal auf das Dreieinhalb-Jahrestief von 7,4 Prozent gedrückt. Für das Gesamtjahr strebt die Regierung ein Plus von 7,5 Prozent an. 2011 waren es noch 9,2 Prozent.

Aufwärts geht es auch in Indien. Der HSBC-Einkaufsmanagerindex legte um 0,1 auf 52,9 Punkte zu und hielt sich damit deutlich über der Wachstumsschwelle. "Das ist den stabilen Neuaufträgen zu verdanken", sagte HSBC-Ökonom Leif Eskesen. "Allerdings dürfte die Belebung eher schwach ausfallen."

Positive Signale kommen auch aus Südkorea, der Heimat von Weltkonzernen wie Samsung, Hyundai und Kia. Die Exporte wuchsen im Oktober wegen der stärkeren Nachfrage aus Europa und China um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das Plus fiel mehr als doppelt so stark aus wie erwartet. Zuvor hatte es drei Rückgänge in Folge gegeben. (APA/Reuters, 1.11.2012)

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