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Berlin/Washington - Erosionsprozesse laufen auf dem Asteroiden Vesta offenbar ganz anders ab als auf vergleichbaren Himmelskörpern. Das berichten Forscher in der britischen Fachzeitschrift "Nature", in deren aktueller Ausgabe sich gleich zwei Studien mit der Oberfläche des Asteroiden beschäftigen. Vesta ist einer der größten Asteroiden des Sonnensystems und hat einen Durchmesser von mehr als 500 Kilometern.
"Vor allem haben wir herausgefunden, dass es auf Vesta ganz anders zugeht als auf dem Mond", sagte Vishnu Reddy vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung im niedersächsischen Katlenburg-Lindau, der an der Forschung beteiligt war. Auf dem Mond oder dem von der japanischen "Hayabusa"-Sonde besuchten Asteroiden Itokawa entstehen durch Sonnenstrahlung und andere Einflüsse des Alls winzige Eisenpartikel. Auf Vesta kommen diese hingegen nicht vor, wie Carle Pieters von der Brown University in Providence und seine Mitarbeiter herausgefunden haben.
Bei anderen Himmelskörpern ohne schützende Atmosphäre, etwa dem Mond, wird die Oberfläche durch diese Einflüsse des Weltraum-Wetters immer dunkler. Diese Beobachtung lässt sich auf Vesta auch machen - aber viel schwächer und ohne die typischen Eisenpartikel als Nebenprodukt der Erosion.
Dafür könnte eine zweite Studie die Erklärung liefern: Thomas McCord vom Bear Fight Institute in Winthrop und seine Mitarbeiter konnten bestätigen, dass es auf der Oberfläche des Asteroiden helles und dunkles Material gibt. Das dunkle Material ist reich an Kohlenstoff und könnte, so vermuten die Forscher, von Meteoriten stammen, die auf Vesta einschlagen - sie bringen den dunklen Stoff mit, der sich mit dem hellen Gestein Vestas vermischt.
Die für die Studien ausgewerteten Daten stammen von der Raumsonde "Dawn", die den Asteroiden bis September etwa ein Jahr lang umkreist hat. Kameras an Bord der "Dawn" hatten es auch ermöglicht, eine dreidimensionale Farbkarte des Asteroiden zu erstellen. "Die verschiedenen Farben deuten auf unterschiedliche mineralogische Zusammensetzungen hin", erklärt Reddy. (APA/red, derStandard.at, 4. 11. 2012)
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Was ich bei diesem Artikel zunächst nicht verstanden habe, ist die Sache mit den "winzigen Eisenpartikeln" auf dem Mond und Asteroiden wie 25143Itokawa.
Inzwischen bin ich soweit:
Durch den permanenten Beschuß mit (Mikro-)Meteoriten wird auf Himmelskörpern ohne Atmosphäre ein Teil des Oberflächenmaterials verdampft und kondensiert dann wieder an der Oberfläche von anderen Gesteinsbruchstücken. Die einzelnen Körner des Oberflächenmaterials bekommen dadurch eine Si-reiche, glasartige Kruste in der nur nanometer-große Einschlüsse aus metallischem Fe eingebettet sind.
Hier ein TEM-Bild von einem Korn 'Mondboden':
http://www.psrd.hawaii.edu/WebImg/FeRim.gif
Warum Fe aber anders wieder kondensiert als der Rest weiß ich auch nicht?
Die links am Ende des Artikels liefern, zumindest bei mir, nur Fehlermeldungen?
Hier gibts zumindest eine "preview"-Version der beiden Abstracts:
http://www.nature.com/nature/jo... 11561.html
http://www.nature.com/nature/jo... 11534.html
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