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vergrößern 500x366Wettbewerb kehrt der Studie zufolge nicht die sympathischsten Züge der Kinder hervor.
San Francisco - Fünfjährige sind nur großzügig, wenn sie bei ihren Handlungen beobachtet werden. Das wollen US-Wissenschafter in Experimenten herausgefunden haben, in denen sie Kindern kleine Geschenke gaben und dann ihr Verhalten beobachteten.
Die Untersuchung zeige, dass schon kleine Kinder sich nach einer gewissen Strategie sozial verhalten - und zwar lange bevor sie sich darüber bewusst werden, wie wichtig zum Beispiel ein "guter Ruf" im Zusammenleben ist, schreiben die Forscher im Journal "PloS One".
Kinder kannten sich gegenseitig
Kristin Leimgruber und ihre Mitarbeiter von der Yale-Universität in New Haven (US-Staat Conneticut) teilten in ihrer Untersuchung insgesamt 64 fünfjährige Kinder - darunter Mädchen und Buben - in Zweierpaare ein. Die Kinder kannten sich aus der Vorschule. Die Forscher erklärten ihnen, dass sie bei einem Spiel mitmachen, bei dem sie Aufkleber sammeln können, die sie am Ende gegen einen Preis eintauschen können.
Ein Fünfjähriger hatte nun jeweils die Gelegenheit, kleine Aufkleber zwischen sich und seinem Teampartner aufzuteilen. In einem Versuch bekam er selbst zum Beispiel vier Sticker und konnte dann entscheiden, wie viele Aufkleber er seinem Gegenüber abgibt. Die Sticker lagen in einer Box und wurden durch das Ziehen eines Hebels verteilt.
Sichtkontakt entscheidend
Die Kinder verhielten sich immer dann großzügig, wenn der Spendenempfänger sie beim Verteilen sehen konnte. Verhinderten die Wissenschafter den Sichtkontakt, gaben sie dem Anderen weniger Sticker. Das Gleiche passierte, wenn die Forscher die Sticker in einer undurchsichtigen Box ablegten, deren Inhalt nur der Verteiler kannte: Auch dann waren die Kinder weniger großzügig.
Als "Wettbewerb" missverstanden?
Den genauen Grund für dieses strategische soziale Verhalten kennen die Forscher noch nicht. Die Kinder verhielten sich jedoch ziemlich genau wie die Großen: Auch Erwachsene sind Studien zufolge vor allem dann großzügig, wenn ihre Umwelt davon etwas mitbekommt und wenn ihr Ansehen dadurch steigt.
Die Wissenschafter weisen darauf hin, dass die Kinder eventuell noch weniger großzügiger gehandelt haben, weil ihnen das Experiment als "Spiel" vermittelt wurde. Möglicherweise haben die Kinder es dadurch als Wettbewerb missverstanden, heißt es in dem Journal. (APA/red, derStandard.at, 31.10.2012)
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5-jährige.
Schon jemals mit 5-jährigen zu tun gehabt? Die wissen ganz genau wie sie die Erwachsenen ausspielen. Sie wissen vielleicht nicht im letztenDetails wie wichtig ein guter Ruf ist, sie handeln aber sehr wohl schon danach.
Wenn man 2-jährige beobachtet sieht man sehr großzügige Aktionen, sieht man Empathie. Die sieht man bei 5-jährigen auch noch - kommt darauf an, wie die Kinder inzwischen sozialisiert sind.
Über die Befunde einzelner Studien kann man immer diskutieren - dazu sind sie ja da. Aber die grundsätzliche Forschungsfeindlichkeit, die da bei etlichen Posts zum Ausdruck kommt, find ich schon sehr beunruhigend. Allen, dies besser wissen als die nicht ganz unrenommierte Forschungscommunity von PLOS ONE, möchte ich empfehlen, erstmal die Originalstudie zu lesen und nicht aufgrund einer journalistisch gefärbten Kurzfassung (die diesmal sogar ganz gut gelungen ist), inhaltsleere Allgemeinplätze zum besten zu geben.
Wäre noch interessant, das Verhalten in Bezug auf den erlebten Erziehungsstil zu beobachten.
Ich vermute, daß autoritär erzogene Kinder eher darauf trainiert sind, bei Beobachtung ein gutes Bild abzugeben, und unbeobachtet das Maximum für sich rauszuholen. Sie müssen ja ständig Strafe fürchten, wenn sie ihren Bedürfnissen nachgeben.
wann nehmen forscher endlich zur kenntnis, dass der mensch (ist im tierreich immer wieder zu beobachten) berechnend handelt und zuallererst an sich denkt. dazu braucht es keine studie, das ist leben, sagt einem schon der hausverstand. ich will bewusst od unbewusst überleben ja leben u das möglichst gut.
um verteilungsgerechtigkeit herzustellen braucht es immer gesellschaftliche regelungen.
ganz hausverständlich kommt mir das vor, wenn die kinder in einer charity-kultur aufwachsen, wo eine verantwortung des staates und des gemeinwesens für das wohl der individuen (in form von verhindern grosser not, und vermeiden grosser sozialer unterschiede) völlig verpönt ist, und wo solidarität nur im clan gilt, ansonsten charity in stufen, eigene gemeinde zuerst, da kriegen die kinder bald mit, dass das berechnend ist.
charity ist kein bedürfnis, sondern eine pflicht, deren erfüllung beobachtet wird. damit die dankbarkeit nicht abkommt, hält die gesellschaft sie auch für die nehmer als bedarf dauerhaft aufrecht.
wär schlecht, wenns keine bedürftigen mehr gäbe.. ;)
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