"Familienfeindlich": Kritik an Wiener Ferienregelung

31. Oktober 2012, 15:04
  • Unterwegs in die Ferien.
    foto: apa/patrick seeger

    Unterwegs in die Ferien.

Elternvertreter und ÖAAB fordern einheitliche Lösung für Herbstferien

In Wien sind Schulferien derzeit nicht einheitlich geregelt, je nach Schule haben Kinder oft unterschiedlich frei. So kann es passieren, dass Familien mit mehreren Kindern unterschiedliche Ferienzeiten unter einen Hut bringen müssen. Die Wiener Elternvertreter kritisieren das seit längerem und fordern gemeinsame schulfreie Tage für ganz Wien.

Nun stößt der Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbund der ÖVP (ÖAAB) ins selbe Horn: "Die Tatsache, dass schulfreie Tage nicht einheitlich geregelt sind, bringt vor allem für Familien teilweise große Nachteile mit sich", ist Gabriele Tamandl, Landesobfrau des ÖAAB Wien, überzeugt. Diese Zeit könne nicht für ein aktives Familienleben wie Reisen genutzt werden.

Wundersame Vermehrung der Urlaubstage

"Die Kinderbetreuung ist in solchen Fällen schwierig und die Urlaubstage der berufstätigen Eltern vermehren sich auch nicht auf wundersame Weise", so Tamandl. Auch die Unterstützung der Kinder in schulischen Angelegenheiten durch Eltern oder Erziehungsberechtigte werde erschwert.

Derzeit können alle Bundesschulen nach Abstimmung im Schulgemeinschaftsausschuss schulautonom zusätzlich zu den üblichen Ferien freie Tage festsetzen. (red, derStandard.at, 31.10.2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 107
1 2 3
kaum sind die sommerferien vorbei

gibts wieder supplierstunden noch und nöcher in der schule meines kindes.

Naja...

In den Schulferien wird meist wenig suppliert.. Oder?

stimmt schon

man könnte seinen fortbildungswillen auch während der sommerferien bekunden.

in der schule meines kindes fällt mir das besonders auf. war es in meiner schulzeit eine ausnahme ist es heute schon die regel.

viele "bekunden" ihren Fortbildungswillen in den Ferien, aber...

...dummerweise machen auch die Fortbildungsmaßnahmen anbietenden Institutionen in den Sommermonaten auch Ferien!

laut aussage einer anbieterin von fortbildungsveranstaltungen (gedeckt durch gleichlautende aussage des steirischen landesschulrates) wurden fortbildungsveranstaltungen in den ferien mit wenigen ausnahmen (tenniscamps, theaterworkshops) jahrelang nicht in anspruch genommen, deshalb haben die anbieter die natürlich aus dem programm genommen.

Die asndere Frage ist welches Weiterbildungsbudget der Arbeitgeber bereitstellt.

Es ist nicht Sache das Arbeitgebers, Weiterbildung zu finanzieren.

Weiterbildung muss man selber wollen.

Verpflichtende (also vom Arbeitgeber vorgeschriebene) Weiterbildung ist Sache des Arbeitgebers.

Freiwillige Weiterbildung die des Arbeitnehmers.

---

Wie bei anderen Arbeitnehmer auch.

Das hat jetzt welchen Bezug zum Thema?

ich würde wohl eher sagen dass das neoliberale system familienfeindlich ist

ganz im sinne der christlich asozialen

ich frage mich ehrlich, wozu es herbstfereien geben muss.

die kids sind nach dem langen sommer endlich wieder im lernmodus und werden dann wieder raus gerissen.

und eltern haben nun mal nur fünf wochen urlaub - was sollen berufstätige eltern mit ihrem noch nicht völlig selbständigen kind in der zeit machen? im keller einsperren, damit nix passiert?

Naja, einer nimmt sich ein paar Tage Urlaub ... mit der Konsequenz, dass man im Sommer halt fast gar keine gemeinsame freie Zeit mehr überbleibt.

nur fast?

9 Wochen im sommer. Fast 2 Wochen über Weihnachten. 1 Woche Semesterferien, 1 Woche Osterferien. 13 Wochen. Bei zwei Eltern à 5 Wochen/Jahr bleiben drei unbetreute Wochen über. Da ist GAR kein gemeinsamer Urlaub drinnen. Ohne Großeltern uä ist man aufgeschmissen (Gleitzeit zum einarbeiten hat nicht jeder (schon gar nicht bei all-in)).

Grundsätzlich zu viele Ferien

Weg mit den 13 Ferienwochen etc. und in den dann vermehrten Schulwochen weniger Stress für die Schüler. In den wenigen - schätzen wir mal 30 - Schulwochen, in denen die Schulen wirklich ernsthaft in Betrieb sind werden die Kinder massiv überlastet. Würden zB 40 Wochen ernsthaften Unterrichts und Prüfungszeit erfolgen sollten die Abstände zw. den Prüfungen doch deutlich angehoben werden können.

Eltern, denen in den es unwichtig erscheint in den Sommerferien mit Ihren Kindern gemeinsam Urlaub zu haben?

DIe WOchen sind ja vor allem da, damit jeder der es einrichten will im Sommer auch einige Zeit mit seinen Kidern frei bekommen kann.

Ganz im Gegenteil - durch die langen Ferien wird doch ein gemeinsamer Urlaub erst wieder verhindert. Weil die Eltern nicht gleichzeitig, sondern hintereinander freinehmen müssen, damit irgendwer auf die Kinder aufpassen kann.

Offensichtlich für einen sehr grossen Teil der Österreicher nicht.

Und 13 Wochen Sommerferien lösen's sowieso nicht dadurch, dass SIe sich nachinander Urlaub nehmen.

Womit wir wieder

beim Thema Frauen und Arbeit wären.

Oder auch Männer und Arbeit.

Oder noch besser Eltern und Arbeit.

Vor Allem aber Eltern und vorausschauende Planung.

Vor allem und überhaupt Lehrer und Faulheit.

Es gueht vor Allem darum, dass es ELTERN zu mühsam ist, sich selbst mit ihren Kindern zu beschäftigen, und die Ferien zu organisieren.

Wenn schon, dann wäre es die Schuld jener Lehrer, die die Eltern herangezogne haben.

In welchen Lebenswirklichkeiten leben Sie? Ich kenne keine Eltern die nicht gerne 8 Wochen lang das süße Nichtstun mit ihren Kindern genießen würden ... nur leider können das nur Lehrer und Innen.

Gäbe es 5 Wochen Ferien, würde die Mehrheit gar keinen Urlaub mit ihren Kindern geniessen können.

Weil sich in 5 Wochen Ferien eben nicht hintereinander drei jeweils dreiwöchige Urlaube ausgehen, und alle gleichzeitig sicher nicht weg können.

STimmt, hat aber keinen Bezug zu meinem Posting.

Urlaub ist nicht gleich Ferien.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 107
1 2 3

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.