Bademantel-Folge von "Polizeiruf 110": Schwach oder ein Ereignis?

Ansichtssache
4. November 2012, 21:51
foto: orf/telepool/jacqueline krause-burberg

Kommissar Hanns von Meuffels muss nach einem missglückten Polizeieinsatz notoperiert werden. Er bekommt starke Medikamente und tut sich immer schwerer, zwischen Realität und Wahn zu unterscheiden. Als mehrere Patienten unter mysteriösen Umständen sterben, vermutet der verwirrte Kommissar ein Verbrechen dahinter. Doch niemand glaubt ihm.

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Für die "FAZ" ist die "Bademantel-Folge", der vierte Fall mit Schauspieler Matthias Brandt, der bisher schwächste.

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Lob gibt es in der "FAZ" zwar für die Gletscher- und Bettszenen mit dem herumgeisternden Junkie Jürgen, gespielt von Georg Friedrich, doch die eigentliche Handlung sei "hanebüchen konstruiert".

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Die Episode "Fieber" "flirrt wie eine Jazz-Improvisation", findet die "Welt". Auch hier wird bekrittelt, dass der Spannungsbogen einfach nicht gelingen mochte.

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Ein Ereignis sei dieser "Polizeiruf", urteilt die "Süddeutsche Zeitung", "eine tragische, komische, spannende Geschichte, in der jeder ums Überleben kämpft".

Wie hat Ihnen die "Polizeiruf"-Folge "Fieber" gefallen? Top oder Flop? (red, derStandard.at, 4.11.2012)

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13 Postings
Herrlich schräge Folge,

....weit weg vom Einheitsbrei der sonstigen TV Unterhaltung!

sehr schade, dass man jetzt immer öfter

auch im deutschen Fernsehen Wiener ProletInnen ertragen muß, unlängst im Tatort, jetzt auch im Polizeiruf, das ist schon sehr unangenehm

sehr schade, dass man jetzt immer öfter

auch im Standard solche Postings lesen muß, das ist schon sehr unangenehm

Georg Friedrich ist immer ein "Erlebnis"

quasi der österreichische Semmelrogge

Früher waren wir immer enttäuscht, wenn es statt Tatort "nur" Polizeiruf gab. Aber die letzten Male war es echt gut.

Ich finde, der Polizeiruf ist seit etlichen Jahren besser als die meisten Tatorte. Stimmung und Handlungen der Protagonisten und das setting kommen viel glaubhafter rüber (wenns nicht grad ein Mysterienspiel ist wie diesmal - das aber auch ganz gut funktioniert hat).

Ich fand's gut.

Skandinavisch-düster.

eine unfassbare sammlung von regiefehlern. hätt man nicht einen notfallmediziner fragen oder vor dem dreh wenigstens ein paar frühe emergency-room folgen schauen können?

Schauspielerisch sehr gut....

allerdings haperts mit der Story.
Ich würde in dem Spittal keine Sekunde bleiben, wenn ich mich zur Zielscheibe mache.
Sonst wars okay.

Die Neue ZDF Serie war hingegen ein Rückfall gegenüber Göteborg GSI.
Zuviele Klischees auf einmal
Troubles mit der Aufsichtsbehörde
Troubles mit der Ehefrau
Pantscherl mit der Arbeitskollegin
...bissi viel auf einmal.
Leidtragend war der Plot

Uns hats gefallen!

Mut zu etwas anderen,...

und ein verwirrter Ermitler,schauspielerisch sicher auch eine Herausfoderung muss ich nicht immer haben hatte etwas von den alten Edgar Wallace filmen aber ok darf auch sein.

vielleicht nicht gerade ein ereignis, aber mir hat die folge gefallen, fand sie spannend -
gute schauspielerische leistung insbesondere von georg friedrich, aber auch des kommissars

Das hätte sowas von schiefgehen können

Eine Geschichte, die als Krimi normal für 42 Minuten reicht, auf einen 84-Minüter aufblasen durch ein einiges an der Krankenhauspolitik aufdeckendes Mysterienspiel mit verschwindenden Menschen und Geistererscheinungen.
Aber tatsächlich - die etwas müde Gschicht um eine MRSA-verseuchte Gefäßchirurgie, die vertuscht werden soll, weil chinesische Investoren das Haus übernehmen wollen, wurde dadurch regelrecht gruslig-spannend und amüsant.
Schöne neue Welt des gewinnorientierten Spitalswesens.

Anna Maria Sturm diesmal durch die Rolle unterfordert.
Margarita Breitkreiz als Ärztin zwar charismatisch wie immer, aber viel zu früh ermordet.

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