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Hungerländer bekam Doktorwürde "sub auspiciis praesidentis rei publicae" von Bundespräsident Fischer verliehen.
Klagenfurt - Dem 28 Jahre alten Kärntner Mathematiker Philipp Hungerländer ist am Mittwoch an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt von Bundespräsident Heinz Fischer die Doktorwürde "sub auspiciis praesidentis rei publicae" verliehen worden. In seiner Dissertation "Semidefinite Approaches to Ordering Problems" entwickelte Hungerländer einen Algorithmus, der unter anderem in der Wirtschaftswissenschaft, in der Biologie und in der Archäologie praktische Anwendung findet.
Der 1984 nunmehrige Doktor der technischen Wissenschaften besuchte das Bundesrealgymnasium in Spittal. Im Anschluss studierte er Angewandte Betriebswirtschafts sowie Technische Mathematik an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt mit ausgezeichnetem Erfolg. Während seiner Studienzeit betätigte sich Hungerländer als Studienassistent, Tutor und Projektassistent am Institut für Volkswirtschaftslehre und am Institut für Mathematik. Inzwischen arbeitet er als Assistenzprofessor am Institut für Mathematik der Uni Klagenfurt. Mit der Verleihung der Promotion "sub auspiciis" bekam Hungerländer auch als erster ein neu eingeführtes Exzellenzstipendium des Wissenschaftsministeriums im Wert von 9.000 Euro.
"Jeder, der sub auspiciis promoviert, hat eine ganz außerordentliche Leistung vollbracht. Wenn das noch dazu auf dem Gebiet der Mathematik passiert, dann höchster Respekt in zusätzlicher Weise", sagte Fischer, bevor er Hungerländer den Ehrenring ansteckte. Der Mathematiker sagte, er habe die Liebe zu seinem Fach schon in der Schule entdeckt. Besonders reizvoll sei ihm die Idee erschienen, soziale Probleme mit mathematischen Methoden zu erklären. Daher habe er auch BWL studiert. Die Energie zu seinen außergewöhnlichen Leistungen habe er im Bewusstsein der Endlichkeit des Seins gefunden: "Dieses Bewusstsein ist ein gutes Mittel gegen Antriebslosigkeit und eine gute Hilfe beim Unterscheiden zwischen wichtig und unwichtig."
Die Ehre einer Promotion unter den "Auspizien" des Bundespräsidenten wird nur jenen zuteil, die von der gymnasialen über die universitäre Laufbahn bis zum Doktorat ausschließlich bestmögliche Leistungen erbracht haben. (APA, 31.10.2012)
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abgesehen davon, dass mich der verweis auf die "gymnasiale laufbahn" schon aufgrund seiner inhaltlichen unrichtigkeit stört: die chance auf eine derartige promotion besteht schon dann nicht mehr, wenn man die matura im zweiten bildungsweg nachgeholt hat. ist das gerecht?
im übrigen: gratulation!
Hoffe dass er seine außergewöhnlichen Fähigkeiten im wirtschaftsmathematischen Bereich auch tatsächlich dazu einsetzt,um die wirtschaftliche Situation von Hungerländern zu verbessern und nicht um an der Börse einen Haufen Kohle zu "verdienen".
komische Kombination, BWL und Mathematik, VWL hätte ich ja noch verstanden, aber BWL nicht. Kann mir einer der Unterschied zwischen angewandter BWL und BWL erklären? Dachte immer, dass BWL schon ziemlich anwendungsorientiert ist.
Ansonsten natürlich Glückwunsch an den Absolventen. Solche Leute kann Österreich brauchen. Bleibt nur zu hoffen, dass er nicht in die Privatwirtschaft geht und lieber im Bereich der Wirtschaftswissenschaften forscht, dass braucht die ganze Welt.
Schwerpunkte in Corporate Finance und IT hatten mich auch dazu getrieben, noch Technische Mathematik zu studieren. Finanzmathematik ist nichts anderes ist als angewandte Mathematik. Warum sollte hier die VWL näher liegen? Gehen Sie in eine Bibliothek und leihen Sie sich ein Buch von Hull.
Was stellen Sie sich leicht unter BWL vor? Buchhaltung und Marketing?
Meiner Erfahrung nach arbeitet man in BWL nur wenig mit Mathematischen Modellen im Gegensatz zur VWL, zumindest so habe ich die BWL kennengelernt. Zudem hat der Großteil der BWL Studenten, die ich kennengelernt habe, eine Abneigung gegen Mathematik, weswegen ich halt den Eindruck gewonnen habe, dass es eine ungewöhnliche Kombination ist.
wenn jemand auf einem gebiet einem selbst komplett überlegen ist, dann muß er auf einem anderen gebiet doch weniger wert sein als ich.
das funktioniert bei übermäßiger intelligenz psychologisch z.b. genau gleich wie bei schönheit.
der/die ist intelligenter als ich, deshalb muß er/sie sozial ein trottel sein.
der/die ist schöner als ich, deshalb muß er/sie dumm sein.
es sagt also mehr über die die eigene psychische stärke aus, wenn man so denkt, als man will.
und ich denke, es würde mehr sub auspiciis Promotionen geben wenn den jungen Leuten gesagt wird, dass sowas überhaupt existiert^^
also zumindest ich hab in meiner Unterstufen/HAK Zeit noch nie etwas davon gehört und bereits früh den weg zu sub auspiciis ich sag mal der bequemlichkeit geopfert.
ich galub schon, dass alle sich mehr anstrengen, wenn Leistung nicht schlecht geredet wird, mein Sohn hatte das Glück in einer ehrgeizigen Klasse zu sitzen und kann jetzt auf die ETH Zürich studieren, da er immer einen ausgezeichneten Erfolg hatte...es lohnt sich halt doch!
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