Fußball: Sender können bis Ende November Angebote für TV-Rechte legen

Bundesliga hat Ausschreibungsunterlagen verschickt - Plattformneutrale Pakete

Wien - Der Poker um die TV-Rechte an der Österreichischen Fußball-Bundesliga ist in seiner finalen Phase angelangt. Am Dienstag hat die Bundesliga die Ausschreibungsunterlagen inklusive der möglichen Rechtepakete an alle Interessenten verschickt. Wie viele Bewerber es gab, wollte Liga-Vorstand Georg Pangl auf APA-Anfrage nicht verraten, er sei aber mit dem Interesse sehr zufrieden. Auch über die Form der Pakete selbst wurde nichts verraten. Nur soviel: Die Ausschreibung erfolgte plattformneutral.

Das heißt, dass jener Sender, der den Zuschlag für die Live-Berichterstattung oder aber die zeitversetzte Zusammenfassung von Highlights bekommt, die Rechte für alle Plattformen - sei es TV, Online oder Mobile - erwirbt. Theoretisch könnte er die Rechte für einzelne Plattformen dann wieder sublizenzieren. Laut Pangl lassen die Ausschreibungsunterlagen viele Optionen offen und geben so die Möglichkeit, ein Optimum an Qualität und Geld herauszuholen.

Vier Wochen Zeit

Die Interessenten haben nun vier Wochen Zeit, ihrerseits ihr Angebot zu legen. Danach will die Liga die Angebote sichten und ordnen. Außerdem werde es, das lehrt die Erfahrung, Nachverhandlungen geben. Bis zur ordentlichen Bundesliga-Hauptversammlung am 7. Dezember möchte Pangl bereits wissen, wohin die Reise geht und einen Zwischenbericht präsentieren. Dass es noch heuer zur Vertragsunterzeichnung kommt, glaubt der Bundesliga-Vorstand nicht, auch wenn es "wünschenswert wäre".

Die potenziellen Bieter hielten sich zunächst noch bedeckt. Ob Puls 4, ATV oder Servus TV Angebote legen werden, war am Mittwoch nicht in Erfahrung zu bringen. Der ORF hatte im Vorfeld angekündigt, er werde nicht mitbieten, wenn die Anzahl der Free-TV-Spiele beschnitten wird. Derzeit strahlt der ORF 36 Live-Spiele aus und will keines davon hergeben.

Der Bezahlsender Sky forderte hingegen mehr Exklusivität und hatte zuletzt durchklingen lassen, dafür auch tiefer in die Tasche greifen zu wollen. Schon bei den vergangenen Rechteverhandlungen Ende 2009/Anfang 2010 hätte sich Sky eine Reduktion der 36 Free-TV-Spiele auf zwölf eine größere Summe kosten lassen. Das scheiterte damals aber vor allem an den Einwänden von Rapid. (APA, 31.10.2012)

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